Zeitschrift Documenta naturae, Bände 111 - 130


Zeitschrift Documenta naturae, Band 111 (dn111-1997-1)

München 1997 (1. Auflage)
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  • Staudt, M.: Untersuchung der Monoterpen-Abgabe an europäischen Nadelbaumarten in Abhängigkeit von Umweltfaktoren:1-162, 58 Abb.,12 Taf.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 112-1 (dn112-1-1997-1)

München 1997 (1. Auflage)
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  • Ziegler, R.: Fossil Organosilicon Compounds - a type of silification diagenetically developed in Triassic vascular plant cuticles and thallophytes: 1-24, 10 figs.
    Summary
    Fossil vascular plant cuticles and fossil thallophytes* from the Camian of Lower Franconia exhibit a veiy similar fossil appearance, which could be classified with the so called kerogens. They consist of a hyaline, yellow to red, flexible and burnable mass. On combustion a characteristically structured silica ash is formed. This observation indicates a silicification of these fossils. The original substances are diagenetically transformed into organosilicon compounds. The cuticles and thalli are preserved not only due to the resistance of their original matter, e.g. cutin, cutan, chitin, substances presumed to persist unaltered for millions of years. In addition these biopolymers have been involved in a siicification process resulting in a yellow to red substance extraordinarily resistant to chemical degradation. It was formed during the humiflcation process as a complex condensation product derived from a mixed gel of humic substances and gelatinous silica. This matter is termed:
    - Fosicom (fossil organosilicon compound) with respect to its chemical bondage. Biopolymers, like cutin or chitin, are embedded in fosicom and are covalently bound to it. Thus they were protected from further coalification and remained preserved.
    - Fosicom is a polymerized substance with remarkable physical and chemical properties: a flexibility depending on moisture content, the ability to swell in polarized and unpolarized fluids and a high resistance to caustic agents and to heat. Fosicom combines traits characteristic of organic matter and of minerals. It is a diagenetical developed organosiicon compound with about 80% organic and 20% mineral components. Due to its chemical nature the formation of fosicom has the capability to stop the coalification process, thus preserving delicate cell structures and even biomolecules, e.g. lichen substances, for millions of years. This type of silicification provides evidence towards the lichen nature of the Triassic thallophytes and may open up a new way of understanding the formation and chemical nature of kerogens.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 112-2 (dn112-2-2001-1)

München 2001 (1. Auflage)
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  • Ziegler, R.: Fossiler Pflanzenmoder aus dem Keuper: 1-65, 20 Taf.
    Zusammenfassung
    Fossiler Pflanzenmoder und dessen Paläo-Ökologie im Keuper werden beschrieben. Pflanzenmoder erweist sich als Fundgrube permineralisierter Kleinfossilien, wie Pflanzen-Kutikeln, Pilze und Megasporen. Besondere Beachtung erfahren Pilze mit deutlichen Merkmalen einer Lichenisierung. Durch Bindung an mineralische Kieselsäure werden Gewebe, Zellen und sogar komplexe Biomoleküle für Janrmillionen konserviert. Diese diagenetische Bildung siliziumorganischer Verbindungen in fossilen Pflanzen, Pilzen und Flechten aus der Oberen Trias (Kam) ist ein bisher nicht bekannter Weg fossiler Erhaltung. Seine Entdeckung wirft auch ein neues Licht auf die noch ungeklärte Entstehung der so genannten Kerogene, zu denen diese Fossilien gerechnet werden müssen.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 113 (dn113-1997-1)

München 1997 (1. Auflage)
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  • Kohring, R. & Schlüter, Th. (Hrsg.): Quo vadis, Paläontologie? - Paläontologische Essays 1943-1990 von Walter Georg Kühne: 1-127, 4 Taf.

 

 


Zeitschrift Documenta naturae, Band 114-1 (dn114-1-1997-1)

München 1997 (1. Auflage)
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  • Weizenegger, J.: Notizen zu den Ausgrabungen der Jahre 1952-1968 im Günzburger Raum: 1-7, 5 Abb.
    Zusammenfassung
    Es werden verschiedene Ausgrabungskomplexe aus Günzburg und Umgebung dargestellt:
    1) frühmittelalterliches Gräberfeld von Denzingen,
    2) frühmittelalterliches Gräberfeld von Deffingen,
    3) römische Körpergräber von der Unteren Apotheke,
    4) römische Brandgräber von der Wetzlerstraße,
    5) problematische Körpergräber von Schneckenhofen,
    6) Glockenbecherfunde von Offingen
  • Gregor, H.-J.: Die Günzburger Vorfahren - Skelette erzählen: 8-80, 6 Abb., 33 Tab., 16 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden verschiedene Gräberkomplexe aus der Gegend von Günzburg beschrieben, die von der Römerzeit und das frühe Mittelalter bis in das Hoch- und Spätmittelalter reichen. Es werden die menschlichen Maße und Indizes mit vergleichbaren Populationen in Beziehung gesetzt, Verwandtschaftsverhältnisse mit Alemannen usw. dargelegt und pathologische Veränderungen sowie Verletzungen dargestellt. Die bei frühmittelalterlichen Reihengräberfeldern häufigen Schädelwunden infolge von Schwerthieben sind auch hier deutich bei einigen Exemplaren vorhanden.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 114-2 (dn114-2-1997-1)

München 1997 (1. Auflage)
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  • Schröter, P.: Gräber der späten Glockenbecherkultur von Offingen, Lkr. Günzburg: 1-53, 7 Abb.
    Zusammenfassung
    Die Skelettreste und Beigaben aus vier spätglockenbecherzeitlichen Körpergräbern (zwei erwachsene Frauen, zwei erwachsene Männer) von Offingen (Lkr. Günzburg, Regierungsbezirk Schwaben, Bayern), darunter das bemerkenswerte Männergrab 4 mit Holzeinbau und Spuren zeitgenössischer Beraubung, fügen sich aus anthropologischer und archäologischer Sicht unauffällig in das südbayerische Erscheinungsbild der Ostgruppe der mitteleuropäischen Glockenbecherkultur ein. Die kleine Gräbergruppe ist eine willkommene Verstärkung der in Bayerisch-Schwaben nach wie vor schwach markierten, für die Ausbreitung der Ostgruppe insgesamt und im südlichen Bayern so wichtigen ,,Donauleitlinie" zwischen dem Budapester Raum im Osten und der Gegend von Tuttlingen im Westen.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 115 (dn115-1997-1)

München 1997 (1. Auflage)
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  • Butzmann, R. & Fischer, T.C.:Description of the fossil fruit Paulownia inopinata nov. spec. from the Middle Miocene of Unterwohlbach (Bavaria) and other possible occurrences of the genus in the Tertiary: 1-13, 1 Tab., 2 pls.
    Summary
    Here we report the finding of four specimens of a new fossil fruit from the Middle Miocene of Unterwohlbach, Bavaria, Germany. These are casts and an outer impression of capsules consisting of two valves. Comparing them with capsules of extant plant genera they were identified as capsules of Paulownia (Scrophulariaceae) and named Paulownia inopinata nov. spec.. They are very rare fossils. The flora of Unterwohlbach is compared to the Mixed Mesophytic Forest flora of the chinese Yangtze region where extant species of Paulownia grow. An overview of other reports of fossil Paulownia remains, seeds, leaves and wood, is given.
  • Gregor, H.-J. & Velitzelos, E.:Tertiäre Xylofloren aus Libyen - ein Exkursionsbericht zur Problematik der dortigen Fundstellen:15-41, 5 Abb., 4 Tab., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Auf einer Exkursion im Jahre 1996 in Libyen gesammelte Kieselhölzer wurden untersucht und auf frühere Befunde von DECHAMPS 1982 Bezug genommen, wobei sich eine Reihe von Diskrepanzen sowohl in den Bestimmungen als auch in den Aussagen im Hinblick auf Palökologie, Paläoklimatologie und Stratigraphie der Sahabi-Formation (Unter- bis Mittel-Pliozän) ergab. Eine mögliche Erklärung liegt in Umlagerungsphänomenen als auch in der Art Bestimmungen vorzunehmen.
  • Gregor, H.-J.:Mögliche Umlagerungsprobleme bei der miozänen Flora aus dem Randecker Maar - ein häufiges Phänomen bei tertiären Floren:43-47
    Zusammenfassung
    Die typisch miozäne Dysodil-Flora aus dem Randecker Maar kann von höchstwahrscheinlich aus dem Eozän stammenden umgelagerten Mahagoni-Fossilien getrennt werden, wobei das Umlagerungsproblem kurz erörtert wird.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 116 (dn116-1998-1)

München 1998 (1. Auflage)
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  • Manhart, H.: Die vorgeschichtliche Tierwelt von Koprivec und Durankulak und anderen prähistorischen Fundplätzen in Bulgarien aufgrund von Knochenfunden aus archäologischen Ausgrabungen: 1-353, 110 Abb., 104 Tab.
    Zusammenfassung
    In der vorliegenden Arbeit werden Faunenreste aus Koprivec in Nordbulgarien und Durankulak am Schwarzen Meer archäozoologisch ausgewertet und die Ergebnisse mit anderen Untersuchungen in Bulgarien verglichen. Bei den Materialien handelt es sich weitestgehend um Siedlungsabfall. Alle Untersuchungen zusammengenommen umfassen einen Zeitraum vom 7. bis zum 2. vorchristlichen Jahrtausend. Sie geben somit Einblick in eine 5000jahrige Entwicklung der prähistorischen Fauna des Landes. Koprivec ist bisher der älteste neolithische Fundort, der in Bulgarien bekannt geworden ist. Es zeigte sich, dass die Siedler ihre Haustiere mitbrachten und nicht selbst domestizierten. Bereits in der Zeit des frühesten Neolithikuins hielten die Menschen Rinder, kleinwüchsige Haarschafe, Ziegen, Schweine und Hunde und lebten überwiegend von ihrer bäuerlichen Tätigkeit. Abgesehen vom Hund wurden die Haustiere fleischwirtschaftlich verwertet. Das Rind war in allen Epochen wichtigster Fleischlieferant, es wurde von Anfang an auch als Arbeitstier eingesetzt. Unter den kleinen Wiederkäuem überwog das Schaf Das Schwein spielte zunächst eine nur marginale Rolle. Trotz gewisser Abweichungen, bedingt durch die unterschiedliche geographische Lage, ergibt sich in den anderen verglichenen frühneolithischen Siedlungen ein ähnliches Bild über die Zusammensetzung des Nutztierbestandes. Im Aeneolithikum kannte man das Wollschaf noch nicht. Erst in der Bronzezeit wurde es mehr oder weniger gleichzeitig mit dem Hauspferd und dem Hausesel eingeführt. In dieser Epoche der Vorgeschichte pflegte man in größerem Umfang Schweinehaltung, nachdem die Bedeutung des Schweines in manchen Siedlungen bereits im Aeneolithikum zugenommen hatte (Abb. 64). Diese Einstellung dem Tier gegenüber führte zu einer Verbesserung der Haltungsbedingungen und damit zu einer Größenzunahme der Hausschweine. Die Rinder verzwergten dagegen immer mehr, ausgenommen an Orten in denen es zu Einkreuzungen von Uren in die Hausrindpopulation kam, wie z.B. in Ezero, Südbulgarien. Dies war nur möglich, weil der Vorfahre des Hausrindes in prähistorischer Zeit in Bulgarien noch weit verbreitet war. Hühnerhaltung und Katzenhaltung sind nicht nachgewiesen. Das entspricht dem derzeitigen Stand in der Domestikationsforschung, nach dem diese Arten erst seit der klassischen Zeit in Europa bekannt wurden. Die vorgeschichtliche Bevölkerung hat die verschiedensten Ressourcen der Natur ausgenutzt. Neben der Jagd auf Säugetiere fing man Vögel, Fische und Schildkröten und sammelte Muscheln. In der Steinkupferzeit ist auch eine Zunahme der Jagdaktivität zu beobachten, die im Verlauf des Neolithikums eher rückläufig war. Inwieweit sie geographisch unabhängig ist, läßt sich erst beurteilen, wenn mehr Wohnorte mit aufeinanderfolgender neolithischer und aeneolithischer Besiedlung untersucht worden sind. Eine Klimaveränderung, die zu einer Zunahme der Bewaldung führte, scheint hierbei ein wichtiger Faktor gewesen zu sein. Neben den wichtigsten Beutetieren Rothirsch, Wildschwein und Ur, die vor allem wegen ihres Fleisches gejagt wurden, spielte in dieser Zeit die Fuchsjagd für den Erwerb der Felle eine große Rolle. Wölfe, Bären und Löwen wurden weitaus seltener Beute. Der Europäische Wildesel lebte noch bis zum späten Neolithikum in der Dobrudscha, einem seiner letzten Rückzugsgebiete, im anschließenden Aeneolithikum war er bereits ausgestorben. Dagegen konnten sich Löwen in der Dobrudscha mindestens noch bis in die Spätbronzezeit halten. Auch der Europäische Damhirsch, der Auerochse, vielleicht auch der Wisent sowie Biber und Nordluchs fanden in vorgeschichtlicher Zeit in Bulgarien noch ihren Lebensraum. Nachweise von Wildpferden existieren für den Untersuchungszeitraum aber nicht.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 117 (dn117-1998-1)

München 1998 (1. Auflage)
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  • Gregor, H.-J.: Vorwort zu diesem Gedenkband: I
  • Rabold, J.M.: Sepp Hauptmann, ein Leben für die Paläobotanik: II-III
  • Schmeissner, St. & Hauptmann, S.: Ein Blattschopf von Nilssonia acuminata (PRESL) GOEPPERT aus dem Unteren Lias Oberfrankens: 1-11, 2 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus dem Unteren Lias Oberfrankens wird ein Blattschopf von Nilsonia acuminata beschrieben. Der Fund beweist, daß die Blätter zu mehreren in Büscheln, vermutlich an Kurzrieben angeordnet waren. Rekonstruktionsversuche mit cycadeenähnlichem Habitus sind somit widerlegt.
  • Van Konijnenburg-Van Cittert, J.v., Schmeissner, St. & Hauptmann,S.: Neue Ergebnisse zu Ctenozamites wolfiana (Pteridospermae) und Pseudoctenis prossii nov. spec. (Cycadophyta) aus dem Unteren Lias (Jura, Bayern): 13-33, 6 Taf.
    Zusammenfassung
    Einige neue Fragmente von Ctenozamites wolfiana (GOTHAN) HARRIS (Samenfarne) mit sehr gut erhaltener Kutikula werden beschrieben. Außerdem wurden mehrere Belegstücke einer Cycadophyten-Art gefunden, die wir als neue Pseudoctenis-Art (Pseudoctenis prossii) beschreiben. Leider war bei dieser Art die Kutikula an keinem einzigen Stück erhalten. Daher können wir dieses Material nicht mit Sicherheit der Gattung Pseudoctenis (Cycadeen) zuordnen; die makromorphologischen Merkmale sprechen jedoch für diese Zuteilung.
  • Fechner, G. G.: Eine Mikroflora aus Pechraben und ihre stratigraphische Stellung im Lias von Franken (S-Deutschland): 35-51, 2 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Proben aus einem ,,Rhät~Lias"-Profil der Sandgrube Dietz bei Pechgraben, wurden palynologisch untersucht. Die schluffig-feinsandigen bzw. kohligtonigen Sedimente lieferten Pollen & Sporen sowie aquatische Palynomorphen (Prasinophyceen, "Acritarchen", Limnoplankton und Foraminiferen-Innentapeten). In der Mikroflora dominieren bisaccate Koniferen-Pollen. Erst mit deutlichen Abstand folgen inaperturate Pollenkörner, Cerebropollenites, Corollina und eine diverse Sporenflora. Das marine Mikrophytoplankton setzt sich überwiegend aus den Vertretern des Micrhystridium/Veryhachium-Komplexes und einigen Formen der Gattung Tasmanites zusammen. Auf einen gewissen Süß- bis Brackwassereinfluss deuten wenige Exemplare der Plankton-Formen Schizocystia rara und Botryococcus hin. Anhand der Mikroflora dürfte der untersuchungsbereich stark terrestrisch geprägt gewesen sein, jedoch mit spürbaren marinen Beeinflussungen durch gelegentliche Überflutungen, eine Fazies, wie sie in einer Delta-Ebene zu erwarten ist. Stratigraphisch kann die Mikroflora aus Pechgraben in das mittlere bis höhere Hettang gestellt werden.
  • Gregor, H.-J.: Geologie, Fazies und Fossilinhalt des Unteren Lias in der Sandgrube DIETZ bei / Pechgraben (Kulmbach, Oberfranken): 53-79, 2 Abb., 2 Tab., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird ein Profil aus der Sandgrube DIETZ bei Pechgraben nahe Kulmbach beschrieben, das mega- und makrofloristische Funde geliefert hat. Die fluviatile Fazies war im unteren Lias von dichten Koniferenwäldem begleitet. Ein kleiner Katalog der Megaflora wird mit Zeichnungen des Autors Sepp HAUPTMANN vorgelegt.
  • Givulescu, R.: Ptilophyllum maculatum GIVULESCU 1992 or Ptilophyllum aninaensis / CZIER 1995 - a problem of priority: 81-87, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Der Verfasser behandelt ein Prioritätsproblern und zwar handelt es sich einerseits um Ptilophyllum maculatum GWULESCU 1992, andererseits um Ptilophyllum aninaensis CZIER 1995, beide vom selbem Fundort - Anina / ante Steierdorf / -Banat, Rumänien. Anhand eines Vergleichs der beiden Originalbeschreibungen und von Photos demonstriert der Verfasser, dass beide Arten dieselbe kutikulare Struktur besitzen, dass es also zwischen ihnen keinen Unterschied gibt. So ist der gültige Name des betreffenden Fossils Ptilophyllum maculatum GUVULESCU 1992.
  • Kelber, K.-P.: PhytostratigraphischeAspekte der Makrofloren des süddeutschen Keupers: 89-115, 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Four prominent fossil macroplant zones can be distinguished in the Keuper (Upper Triassic) of Southern Germany: Lower Keuper Flora ("Lettenkeuper", Ladinian), Schilfsandstein Flora (Carnian), Coburger Sandstein Flora (Upper Carnian?/Norian?) and the Rhaetian Flora. Only a few fossil plant remains from the Gipskeuper (Carnian) and the Stubensandstein/Burgsandstein (Norian) support the present state of palaeobotanical knowledge. Patterns in vascular land plant diversification of the Keuper are characterized by distinctive taxa that first appeared in the Triassic (modern mesophytic floral elements) and some survivors from the Palaeozoic (palaeophytic floral elements). Lower Keuper and Schilfsandstein taphofloras from many localities in Southern Germany are mainly represented by horsetails of which Equisetites arenaceus forms the most dominant floral component. Palaeophytic floral elements are the equisetalean genera Schizoneura and Phyllotheca, the marattialean fern Danaeopsis, "Voltzia"-type conifers, the cycads and some Pteridospermopsida, particularly Lepidopteris and its fructifications. The salient evolutionary feature is the appearance of Bennettitales as testified by Pterophyllum from Lower Keuper and later floras, and culminating in the Schilfsandstein Flora. Modern leptosporangiate ferns of the genera Dictiophyllum and Clathropteris (Dipteridaceae) occur in the Schilfsandstein Flora for the first time. New finds indicate that conifers became highly diverse in the Coburger Sandstein plant beds. The sparsely distributed Rhaetian floras display a major shift to modern mesophytic floral composition. This flora includes Phiebopteris, Pachypteris ["Thinnfeldia"], Umkomasia, Nilsonia, Schizolepis, Stachyotaxus, and Palissya. "Voltzia"-type conifer elements and the peltasperm Lepidopteris disappear at the end of the Triassic. New finds, especially from the Lower Keuper Flora (Schizoneura, Phyllotheca, Linguifolium, reticulate venation pattern, ?"Glossopteris", ?"Sagenopteris") suggest more uniform floral components between Euramerica and Gondwana than previously assumed. Phytostratigraphical work on macroplants in the Keuper Flora of Southern Germany is currently handicapped by insufficient taxonomic research as well as sampling deficiency for many Keuper sequences. Concerning the evaluation of the end-Triassic floral mass extinction event and the subsequent vegetational recovery a "golden spike" situation is located adjacent to Coburg and Bayreuth in Northern Bavaria. Plant bearing localities of the former indistinguishable "Rhät-Lias-Grenzschichten" now have been properly defined as the Rhaetian and the successive Liassic plant beds on sedimentological and palynological grounds. Obviously there is no disruption or decline in species diversity neither in Rhaetian nor in Liassic taphofloras in this area.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 118 (dn118-1998-1)

München 1998 (1. Auflage)
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  • Vagedes, K.: Haus- und Wildtiere im Umfeld jungneolithischer Siedlungen bei Landsberg am Lech: 1-145, 30 Abb., 36 Tab.
    Zusammenfassung
    Untersucht wurden Tierknochenfunde aus drei aufeinanderfolgenden Siedlungen der Altheimer Kultur, die im vermoorten Tal des Verlorenen Baches, einem östlichen Nebental des Lechs, ca. 30 km südlich von Augsburg liegen. Neben der Haltung der für jene Zeit bekannten Haustiere spielte die Jagd eine bedeutende Rolle, denn der Anteil der Wildtierknochen am Fundmaterial beträgt mindestens ein Drittel.
    Wichtigstes Haustier war in allen drei Siedlungen das Rind. Seine Bedeutung sinkt jedoch im Laufe der Zeit, während die des Schweines zunimmt. Zur Fleischversorgung leisteten Schweine und die kleinen Wiederkäuer Schaf und Ziege aber recht geringe Beiträge. Die Rinder wurden, nach einigen charakteristischen pathologischen Veränderungen an den Knochen zu schließen, auch als Arbeitstiere genutzt. Alle Haustiere wurden relativ jung geschlachtet, vermutlich nachdem sie nahezu ausgewachsen waren, sich schon einmal fortgepflanzt hatten und bei gleichbleibendem Futterbedarf keine weitere Leistungssteigerung erbringen konnten. Geschlachtet wurde vorwiegend in der kalten Jahreszeit. Das Vieh konnte in den lichten Wäldern der Umgebung sowie auf den z.T. durch die menschlichen Aktivitäten entstandenen Feuchtwiesen geweidet werden. Zeitweise wurde es in den Häusern oder Höfen aufgestallt. In ihrer Körpergröße entsprachen die Tiere im großen ganzen wahrscheinlich dem aus anderen jungneolithischen Fundzusarnmenhängen bekannten Bild kleiner bis mittelgroßer, ,,primitiver" Haustiere.
    Unter den Wildtieren dominieren Rothirsch und Wildpferd, doch bejagt wurde auch eine Reihe weiterer Säugetiere, Vögel und Fische. Die Liste der nachgewiesenen Wildarten zeigt, daß die Umgebung der neolithischen Dörfer eine reich gegliederte Landschaft mit lichten Wäldern, Auwäldern, stehenden und fließenden Gewässern sowie Sümpfen und offenen Grünflächen war. Da das Tal schon lange vor der Zeit der Altheimer Kultur besiedelt war, ist es vermutlich durch Rodungen und Ackerbau bereits deutlich anthropogen geprägt gewesen, was das Vorkommen einiger Wildtiere, gerade der als Ackerschädlinge bekannten Huftiere, begünstigt haben könnte.
    Ferner wird versucht zu begründen, warum die Pferdeknochen als Nachweise des Wildpferdes bestimmt und nicht dem Hauspferd zugeordnet wurden.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 119 (dn119-1998-1)

München 1998 (1. Auflage)
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  • Götze, G.: Die Osteologie des Blauschafes, Pseudois nayaur (Hodgson, 1833): 1-231, 115 Abb., 23 Tab., 7 Diagr.
    Zusammenfassung
    Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Osteologie des Blauschafes (Pseudois nayaur), des Hausschafes (Ovis aries) und der Hausziege (Capra hircus). Der Untersuchung liegen 85 Schädel und 25 Skelette von Pseudois nayaur zugrunde. Für die Osteologie von Schaf und Ziege wurde auf die Arbeit von BOESSNECK et al. (1964) zurückgegriffen. Basierend auf den osteologischen Unterscheidungsmerkmalen zwischen Capra hircus und Ovis aries werden die zur Gattungsbestimmung wichtigen Differenzierungskriterien am Schädel und Skelett von Pseudois nayaur beschrieben sowie durch Abbildungen, Tabellen und Diagramme erläutert. Die an den Einzelknochen abgenommenen Messwerte werden im Anhang tabellarisch - nach Alter und Geschlecht getrennt - aufgelistet und statistisch ausgewertet. Zur Klärung ihrer phylogenetischen Verwandtschaft wurde an Oberschädeln männlicher adulter Tiere der Arten Pseudois nayaur, Capra ibex und Ovis ammon eine Canonische Diskriminanzanalyse durchgeführt. Die an den Skelettelementen von Pseudois navaur festgestellten Unterscheidungsmerkmale ermöglichen es, das Blauschaf osteologisch von Hausschaf und Hausziege zu unterscheiden. Sie schaffen außerdem die Voraussetzung dafür, auch Knochenfragmente aus archäologischen Ausgrabungen sowie Fleischimporte aus ostasiatischen Ländern hinsichtlich ihrer Artzugehörigkeit zuzuordnen. Die Osteomorphologie des Blauschafskelettes läßt die Vermutung zu, dass das Blauschaf der Ziege näher steht als dem Schaf. Die Stellung der Gattung Pseudois im zoologischen System und seine Phylogenese bleiben jedoch im Detail ungeklärt.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 120 (dn120-1998-1)

München 1998 (1. Auflage)
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  • Knobloch, E.: Der pliozäne Laubwald von Willershausen am Harz (Mitteleuropa): 1-302, 34 Abb., 2 Tab., 64 Taf.
    Zusammenfassung
    Willershausen bei Osterode am Harz Niedersachsen) lieferte eine der artenreichsten pliozänen Floren in Europa. Der vorliegende Aufsatz stellt die ausführlichste Bearbeitung der pliozänen Laubwald-Flora dar. Es wurden nur die fossilen Laublätter bearbeitet, die zu 33 Familien, 50 Gattungen, 74 Arten und 126 Taxa gestellt werden. Es werden 23 neue Arten beschrieben. Es handelt sich um eine laubwerfende, arktotertiäre Flora mit dem Übergewicht der Gattungen Zelkova, Ulmus, Fagus und der Vertreter der Gattungen Quercus, Populus, Tilia, Acer, Caiya, Carpinus und Fraxinus. Gegenüber gleichalten Floren überrascht die Anwesenheit von Malus pukherrima GIV., Liriodendron procaccinii UNG., Carpinus cuspidens (SAP.) KOLAK., Betula pseudoluministra Giv. mid Ampelopsis cordataeformis sp. n. Die ganzrandigen Blätter können nicht als eindeutige paläotropische Elemente aufgefasst werden, obwohl sie zweifellos zu warm-temperaten Formenkreisen gehören ("Magnolia" sp. 1, 2, Laurophyllum sp., Dombeyopsis lobata UNG.). Quercus mohrae sp. n. stellt eine hartlaubige Eiche dar, die in die gleiche ökologische Gruppe wie Epimedium praeasperum (ANDREÁNSZKY) GW., Buxus sempervirens SAP. et MARION, Crataegus div. sp., Paliurus tiliaefolius (UNG.) BUZEK, oder Fraxinus pliocenica sp. n. gehört. Für Betula prisca ETT. wurde ein neuer Name gewählt: Betula hummelae sp. n. Bei den Arten Fagus pliocenica SAP., Quercus roburoides GAUDIN mid Actinidia (?)pliocenica sp. n. wurden je zwei neue Subspezies ausgegliedert. Die sehr häufigen Buchenblätter wurden als Fagus pliocenica SAP. subsp. willershausensis subsp. n. bezeichnet, da es schwierig war, einem korrekten älteren Namen zu finden.
    Nach der phytogeographischen Verwandtschaft weist die Flora von Willershausen vorrangig euroasiatische Elemente auf (44,50 %), gefolgt von den panholarktischen Elementen (28,4 %), während die nordamerikamischen Elemente mit nur 10,7 % vertreten waren und die zentraleuropäischen Elemente mit nur 5,34 % anwesend sind. Dies steht im Widerspruch zu den Vorstellungem von STRAUS (1978), der die am Harz noch heute einheimischen Arten und weitere mitteleuropäische Arten auf 46,5 % einschätzte.
    Ein regionaler Vergleich der Flora von Willershausen zeigt die Anwesenheit einer größeren Menge von Arten aus dem Jungmiozän (incl. Pannon). Solche Vorkommen sind aus dem Wiener Becken (Laaerberg, Moravska Nova Ves), der Slowakei mid Südpolen (Drevenik, Domamienski wierch, Nove Ustie), Rumänien (Borsec, Chiuzbaia, Cornitel), der Toskana und aus Frankreich - Spanien (Murat, Cerdagma) bekannt. Die Flora von Willershausen enthält keine ausschließlich quartäre Formen - nur solche, die aus dem Jungtertiär bis in das Quartär hineinreichen (z. B. Cerasus avium (L.) MOENCH fossilis), Acer aff opalus MILLER fossilis, Acer platanoides LINNÉ fossilis oder Hedera helix LINNE fossilis. Deshalb und auf Grund von stratigraphisch wichtigen Säugetieresten wird die Flora aus Willershausen in das Mittel- bis Oberpliozan gestellt.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 121 (dn121-1998-1)

München 1998 (1. Auflage)
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  • Peters, C.: Human Settlement, Vegetation History and Landscape Change on Rarotonga, Southern Cook Islands: 1-201, 44 figs., 32 tabs., appendices I and II
    Zusammenfassung
    This thesis seeks to examine certain aspects of those changes which occurred in the landscape of Rarotonga during the period it has been occupied by humans. Because the exact date of human arrival is as yet uncertain, part of the problem has been to try to establish this by attempting to detect initial human interference with the landscape, in particular the vegetation.
    A number of different approaches have been used in the investigation of these problems: swamp deposits were analysed by stratigraphic and palynological studies. Modern vegetation surveys and modern pollen rain studies provided a statement of the present landscape and comparisons for the fossil data and ethnographic and historical sources contributed information about the last two hundred years, and generated ideas and models for earlier periods and helped establish control over any changes to the landscape that were of more recent origin. Finally, archaeological evidence and oral tradition, where available, establish as far as possible what changes may have occurred in landscape usage and manipulation from first settlement to European contact. In addition, from late 1992, a series of techniques were brought to bear on the swamp sediments, in order to clarify questions raised by the pollen evidence. These include X-ray analysis, chemical analysis and particle-size analysis.
    The early Holocene rising sea-level could have caused lake formation at Karekare before 8137 BP. Accruing sediment and local hydrology reduced the depth of the lake, consequently forming a marsh, though other factors may also have been involved. Falling sea-level could have been a vital factor too. With the formation of a marsh from 4,500 BP, there followed what is interpreted as a hydrosere beginning with swamp ferns, then some swamp forest, finally being replaced by drier elements after 3000 BP. Factors such as truncation, shrinkage and compaction due to cultivation and drainage by colonizing people between 2700 and 800 BP brought the sequence to an end. A four phase model based on biogeographic theories is proposed for landscape change on Rarotonga, starting with the island before humans arrived, then with the first Polynesian settlement and later developments therefrom (up to European contact), then the arrival of Europeans and finally the late twentieth century. Wider implications for Pacific Islands emerging from this thesis are discussed under the following headings: extinction, problems with other sites, plant distribution history, sea-level change and climatic change, dating of human arrival and the influence of the environment on settlement history.
    It could well be that whilst some extinctions are related to initial colonization of islands and later expansion therefrom, others may be associated with the economic, religious and social changes brought about by missionaries, merchants and colonial authorities. It is suggested here that whilst early Polynesian settlers no doubt altered their landscapes, it is not necessary to invoke quite as much alteration by them as is sometimes inferred. It is proposed that early Polynesian colonists adapted their economy to the landscape and did not attempt to impose a totally alien system on the local ecology of newly settled islands. Some plants were discovered to have existed on Rarotonga before humans arrived, others formerly had different distributions than today. Oral tradition (see Chapter 6) and missionary records show that breadfruit trees and plantains were grown in the lo-wer-lying areas because they are better adapted to the warmer, drier conditions, whilst the taro and mountain plantains were grown further up the valleys, where reliable all-the-year-around supplies of freshwater were available.
    Clark et al. (1978) and Clark and Lingle (1979) proposed that sea-levels in the mid-Pacific Ocean (Zone 5) rose from the end of the last glaciation to reach a mid-Holocene highstand of between 1 and 2 metres about 5000 years ago. Later studies have produced evidence supporting that hypothesis, though with the highstand being a little later in date than theorised. The swampland data from Rarotonga could well confirm the idea of a mid-Holocene highstand, followed by a fall to present levels. In Karekare Swamp, the freshwater lens, resting on the oceans saltwater, could have risen causing, or at least facilitating, a transition from a lake to a marsh. The lowering sea-level from 5-4000 BP may have affected the water table in Karekare Swamp, leading to drier conditions and allowing plants to colonize its surface.
    Human arrival on Rarotonga, at least in the area of Karekare Swamp, postdates 2730 BP and antedates 791 BP From lake sites on Mangaia, where such factors have not been a problem, mid-first millennium AD dates have been obtained. These dates relate to pollen and sediment changes interpreted as being the result of gardening and clearance activities. They could be considered as minimum dates for initial colonization, because settlement may have taken place on other parts of these islands first and/or gardening activities may have assumed a lesser role in the initial stages of settlement. Such dating would not be incompatible with Karekare Swamp. The first colonization of Rarotonga would have involved the ecotones between valley, freshwater stream, coastal plain, lagoon and reef passage. Thence, expansion (between arrival and European contact) would have continued up the valleys and along the terraces, over which the Ara Metua passes (though leaving contested and sacred areas free of interference, following the prime agricultural land. Other advantages of these areas would have been greater protection against cyclonic winds and floods, and droughts such as occur on the lower and more coastal parts of the plain. Perhaps these could be considerations for other high islands. Any early settlement before 1500-2000 BP, if it existed, may have had to have been influenced by higher sea-levels, because except for a stretch of land between Avarua and NgTangi`ia, the lowland plain may well have been inaccessible due to submergence.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 122 (dn122-1998-1)

München 1998 (1. Auflage)
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  • Kohring, R. & Schlüter, TH.: Sechs biostratinomische Studien von Walter Georg Kühne (1941/1942): 1-5
    Zusammenfassung
    Im umfangreichen Nachlass von Walter Georg Kühne (1911-1991) fanden sich - neben vielen unveröffentlichten Manuskripten (cf. Kohring und Schlüter 1997) - auch zahlreiche, oft unzusammenhängende Fragmente von praktischen Arbeiten aus den 40er Jahren, systematische, taphonomische und andere Fragen betreffend. Gewöhnlich lagen diese Informationen in Gestalt engbeschriebener Zettel vor. In einem kleinen Konvolut von etwa 20 Bögen fanden sich darunter auch Angaben zum Thema Biostratonomie, in denen der Einfluss seines Lehrers Johannes Weigelt deutlich wird. W.G. Kühne wirft darin Fragen auf, notierte Besonderheiten, und skizzierte Beobachtungen vor allem taphonomischer Natur. Diese Zettelsammlung stammt aus den Jahren 1941 und 1942, also jener Zeit, in der er in England auf der Insel Man (,,Y-Camp") interniert war. Damit beschäftigt, das Material seiner künftigen Doktorarbeit über Oligokyphus zu präparieren und zu untersuchen, fand er auch Zeit, sich mit taphonomischen Fragen zu beschäftigen. Er schien neben aktualistischen Strandbeobachtungen auch gezielt eigene Versuche über den Zerfall von Wirbeltierleichen unternommen zu haben, deren Verlauf er sorgfältig notierte. Seine Beobachtungen sind bisweilen mit einem Datum versehen, oft finden sich noch Jahre später thematische Ergänzungen, die bezeugen, dass diese Blattsammlung auch langfristig im Gebrauch war und als Datensammlung zur Verfügung stand.
  • Kohring, R.: Werkanalyse der paläontologischen Arbeiten von Tilly Edinger: 7-40, 8 Abb.
    Zusammenfassung
    In der vorliegenden Arbeit wird das paläontologische Werk von Tilly Edinger (1897-1967) dargestellt. Als ihre wichtigste Leistung kann die Begründung der modernen vergleichenden Paläoneurologie (,,Die fossilen Gehirne" 1929) gelten, in der sie von 1921 an bis zum ihrem Tode arbeitete. Neben der reinen Beschreibung fossiler Gehirne untersuchte sie phylogenetische Reihen einiger Tiergruppen (Sirenia, Equidae). Spezielle Diskussionen ergaben sich hinsichtlich der Fragen angeblicher Gesetzmäßigkeiten in der Gehirnevolution (seit O. Marsh, die sie ,Anthropozentrische Fehlkonzeptionen' bezeichnete), des Verhaltensrepertoires fossiler Tiere, der Paläoendokrinologie und der nicht-korrelierten Evolution. Weiterhin arbeitete T. Edinger über pathologische Fischknochen, Konkrementsteine, Skleralringe sowie an Biographien und Bibliographien. Die Bedeutung von T. Edinger für die Society of Vertebrate Paleontology wird kurz dargestellt, drei ihrer Vorträge auf den Jahresversammlungen der SVP sind angefügt.
  • Rugger, F.-H. & Kohring, R.: Zur lithofaziellen Entwicklung der Raibler Schichten im Schindlerkar (Lechtaler Alpen, Österreich): 41-47, 3 Abb.
    Zusammenfassung
    Aus den W Lechtaler Alpen wird vom Schindlerkar bei St.Anton (W Tirol, Österreich) ein etwa 260 m mächtiges Profil der Raibler Schichten (Trias: Kam) beschrieben und interpretiert. Es läßt drei festländisch beeinflusste Phasen mit verstärkt siliziklastischen Einträgen (Schiefertone, Sandsteine und Arkosen) erkennen, die teilweise als Allochthonite (?Tempestite, ?Seismite) interpretiert werden können. Die jeweils folgenden karbonatischen Ablagerungen (Kalke, Dolomite, Rauhwacken) weisen Merkmale wie mikrobialithische Krusten, aufgearbeitete Schlickgerölle, Wellenrippeln, Trogschichtung und Bioturbation auf, die ein inter- bis gelegentlich supratidales Paläoenvironment belegen.
  • Kohring, R.: Schildkröten- und Vogel-Eischalen aus dem Untermiozän (MN 4b) von Dolnice (Tschechien): 49-57, 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus dem Untermiozän (MN4b) von Dolnice (Tschechien) werden fossile Eischalen beschrieben, die nach ihrer Feinstruktur dem testudoiden und dem ornithoiden Basistyp zugewiesen werden können. Die Exemplare von Testudoollthus sp. stammen von mutmaßlich terrestrisch lebenden Schildkröten (Testudo?), eine Schale ist pathologisch. Die Vogeleischalen repräsentieren wenigstens drei verschiedene Gruppen, die der parataxonomischen Gattung Neognathoollthus entsprechen, sich also auf Neoaves i.w.S. zurückführen lassen. Die Eischalen stammen vermutlich von Vertretern der GaIloanserae (Neognathoolithus sp. 1), der Palaelodidae (Palaelodus?) (Neognathoollthus sp. 2) und der Gruiformes (Neognathoolithus sp. 3). Alle von Dolnice untersuchten Eischalen weisen einige diagenetische Einflüsse auf.
  • D.H. Storch & H.-J.Gregor: Buchbesprechungen: 69-74

Zeitschrift Documenta naturae, Band 123 (dn123-1998-1)

München 1998 (1. Auflage)
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  • Rummel, M.: Die Cricetiden aus dem Mittel- und Obermiozän der Türkei unter besonderer Berücksichtigung der SICKENBERG/TOBIEN’schen Aufsammlung (1968-1970): 1-300, 153 Abb., 5 Tab., 12 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Aufsammlung miozäner Säugetiere aus der Türkei unter der Federführung von PROF. DR. O. SICKENBERG erbrachte unter anderem umfangreiches Material von Cricetiden. Da von diesem Gesamtmaterial nur wenige morphologische Bearbeitungen (i.w. über Cricetodontini) vorlagen, wurde eine Gesamtbearbeitung nötig. Das, Ca. 4000 Einzelobjekte umfassende Material stammt aus dem Mittel- und Obermiozän, wobei der biostratigraphische Bereich der MN-"Zonen" 11 und 12 mit nur ein oder zwei Fundstellen belegt ist. Im Rahmen der morphologischen Bearbeitung ergaben sich im Vergleich zu den bisherigen Bearbeitungen z. T. erhebliche Abweichungen in der taxonomischen Einordnung und eine weitgehende Übereinstimmung in der stratigraphischen Einstufung der Fundstellen anhand ihrer Cricetiden- Faunen. Die Gattung Cricetodon ist durch ihre Niederkronigkeit und ihren relativ niedrigen Reduktionsgrad der Kronenelemente von der Gattung Byzantinia unterschieden. Der morphologische Übergang erfolgt im Bereich der MN- ,,Zone" 7/8. Cricetodon cariensis wird auf Grund seiner Byzantinia-Merkmale zu dieser Gattung gestellt. An mehreren Fundstellen konnten, meist im Bereich der MN-,,Zone" 7/8, zwei nebeneinander auftretende Cricetodontini nachgewiesen werden. Von den obermiozänen Lokalitäten Karaözü und Amasya wird eine neue Byzantinia-Art beschrieben, welche bisher den stratigraphisch jüngsten Nachweis dieser Gattung im Miozän der Türkei darstellt. Der generelle Trend in der phylogenetischen Entwicklung der Molaren von Cricetodon und Byzantinia zeigt i.w. eine Zunahme der Hypsodontie und eine verstärkte Reduktion des unteren und oberen dritten Molaren. Die Gattung Democricetodon ist mit zwei phylogenetisch voneinander ableitbaren Arten vertreten, wobei die stratigraphisch ältere Art Democricetodon aff. freisingensis und die progressivere Art Democricetodon sp. eine große Ubereinstimmung zu mitteleuropäischen Democricetodon-Vertretern aufweisen. Die Gattung Megacricetodon zeigt ebenfalls kaum Unterschiede zu mitteleuropäischen Arten, wobei eine Differenzierung der eirizelnen Arten mit Unsicherheit behaftet ist, da diese Gattung wenige signifikante Merkmalsausbildungen aufweist und mit konvergenten Entwicklungen gerechnet werden muß. Die Gattung Allocricetus mit dem Vertreter cf. Allocricetus sp. von Yeni Eskihisar stellt den bisher ältesten Beleg dieser Gattung dar. Die Zahnmorphologie weist eine große Affinität zur Gattung Megacricetodon auf. Der anatolischen Vertreter zeigt im Vergleich zu den wesentlich jüngeren Nachweisen Mitteleuropas einen deutlich primitiveren Habitus. Der Einzelfund eines Eumyarion-Zahnes von Sofça stellt den bisher einzigen türkischen Nachweis dieser Gattung aus dem Mittelmiozän dar. Neben der Gattung Allocricetus konnten die Gattungen Hypsocricetus, Kowaiskia und Cricetus erstmals in anatolischen Faunen nachgewiesen werden. Die morphologisch-metrischen Ergebnisse an Myocricetodon bestätigten die Untersuchungen von WESSELS et al. (1987) in vollem Umfang. Die Cricetiden-Fauna Kleinasiens zeigt zwar einige Übereinstimmung auf Gattung- und (selten) Artniveau, jedoch hat generell, zumindest im Miozän, eine, vom mittel- und westeuropäischen Bereich getrennte, phylogenetische Entwicklung stattgefunden. Der Artenrückgang während der „mid vallesian crisis“ wie er im mittel- und westeuropäischen Miozän aufiritt, läßt sich in kleinasiatischen Faunen nicht nachweisen, es ist kein außergewöhnlicher Rückgang in der Diversität der Cricetiden zu erkennen.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 124 (dn124-1999-1)

München 1999 (1. Auflage)
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  • Benecke: Die jungpleistozäne und holozäne Tierwelt Mecklenburg-Vorpommerns - Faunenhistorische und kulturgeschichtliche Befunde: 1-198, 50 Abb., 7 Taf., Anhang 1 u. 2
    Inhalt
    1. Einleitung
    2. Das Untersuchungsgebiet
    2.1 Geomorphologie und Entwicklung der Ostsee
    2.2 Klima- und Vegetationsentwicklung2.3 Hauptetappen der Kulturgeschichte
    3. Das Quellenmaterial
    4. Spuren der Tierwelt des ausgehenden Ejszeitalters
    5. Die Entwicklung der Wirbeltierfauna im Holozän
    5.1 Fische
    5.2 Lurche und Kriechtiere
    5.3 Vögel
    5.4 Säugetiere
    6. Haustiere, eingebürgerte und verschleppte Tierarten
    7. Die Nutzung der Tierwelt durch den Menschen
    7.1 Tiere als Grundlage der Ernährung
    7.2 Nutzung tierischer Rohstoffe
    7.3 Tiere im Kult
    8. Schlußbetrachtungen
    9. Literaturverzeichnis
    Anhang 1: Katalog der Fundsteilen
    Anhang 2: Liste der subfossil nachgewiesenen wildlebenden Wirbeltierarten
    Verzeichnis der Tafelabbildungen und Tafeln I-VII

Zeitschrift Documenta naturae, Band 125 (dn125-1999-1)

München 1999 (1. Auflage)
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  • Unger, H. J.: Die tektonischen Strukturen der bayerischen Ostmolasse: 1-16, 3 Abb., 1 Beil.
    Zusammenfassung
    Die bayerische Ostmolasse, geologisch zwischen dem Nordrand der Alpen und der Böhmischen Masse gelegen, gliedert sich tektonisch in vier Abschnitte: Die Wasserburger Senke im Süden, das Landshut-Neuöttinger Hoch im Zentrum, den Braunauer Trog einschließlich der Regensburg-Straubinger Senke und in das Aidenbach-Griesbacher Hoch am Nordostrand. Das heutige Wissen über die tektonischen Strukturen im Untergrund der ostbayerischen Molasse und die Forschungsergebnisse der vergangenen 25 Jahre werden vorgelegt.
  • Unger, H. J.: Zur lithostratigraphisch-nomenklatorischen Verknüpfung von Ost- und Westmolasse in Bayern: 17-45, 4 Abb.. 5 Tab.
    Zusammenfassung
    Die angeblich lithostratigraphischen Probleme zwischen Ost- und Westmolasse werden auf nomenklatorische Divergenzen zurückgeführt und Vorschläge zu ihrer Lösung vorgelegt. Bayerische Ost- -und Westmolasse sind genetisch eine Einheit, eine Trennung ist nicht erforderlich, wenn eine plausible Korrelierung zwischen den einzelnen Schichtgliedern akzeptiert wird. Die zwischen MN6 - MN8 postulierten Hiaten in der Ostmolasse treten lediglich regional begrenzt auf und sind auf Erosionen in den grobklastischen Sedimenten und dadurch fehlende Faunen zuückzuführen für die Ostmolasse insgesamt sind sie nicht relevant. Die Genese der Zwischenschichten des Oberen Ottnang wird untersucht und ein Vorschlag zur Neuinterpretation vorgelegt. Bohrprofile an der fiktiven Grenze Ost- zu Westmolasse werden nach heutigem Wissensstand und in Korrelation zur Bohrung Stockhausen RIL 1/97 revidiert.
  • Unger, H. J.: Die Geisenfeld-Abfolge – Gedanken zur pliozänen Entwässerung der bayerischen Molasse: 47-97, 11 Abb., 4 Tab.
    Zusammenfassung
    Ausgehend von den lose gelagerten fein- bis mittelkiesigen, braunen Fein- bis Mittelsanden mit zwischen- und auf-gelagerten Mittelkiesen (Geisenfeld-Sande, Geisenfeld-Abfolge) um Geisenfeld werden, auf Grund ihrer Lagerung und ihres petrographischen Habitus, Rückschlüsse dahingehend gezogen, dass es sich nicht um alt- bis ältestpleistozäne Ablagerungen sondem um channel-fill sediments aus einern pliozänen Flusssystem handeln muss. Die pliozäne Entwässerung der bayerischen Molasse orientiert sich zwischen dem Ende Obenmiozän und dem Mittleren Pliozän an einem nach NE bis E laufenden Vorfluter entlang des Nordrandes der Molasse, dessen Wurzeln im Alpenrhein zu suchen sind. Dieser Hauptsammler nahm als untergeordnete Zuflüsse die Aare-Donau, den Main und die Naab aus dem Norden, den Lech und die Isar, der ein pliozäner Inn und eine Salzach zuflossen, von Süden auf. Erst ab dem Mittleren Plioztn verdrängte die Donau den Rhein aus seiner dominanten Position und wurde ab diesem Zeitpunkt zum Vorfluter in der Molasse, ebenfalls am Nordrand entlang laufend. Bis zum Mittleren Pliozan lag das Strombett des Hauptsammlers südlich der heute zutage anstehenden Jura- und Kreide-Sedimente und erst ab dem Mittleren Pliozän lief die Donau zeitweise über das Altmühltal. Bereits im Altpleistozän floss der Rhein südlich von Bregenz nach W; es übernahm abschnittsweise eventuell eine pliozane Iller die nördlichen Teile seines alten Strombetts. Tektonische Bewegungen am Jurarandbruch dürften die Donau ab dem Mittleren Pleistozän in ihr heutiges Bett gezwungen haben.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 126 (dn126-1999-1)

München 1999 (1. Auflage)
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  • Givulescu, R.: Einige Betrachtungen über die Blattgrößenklassen der tertiärzeitlichen Flora in Transsilvanien, Rumänien: 1-6, 2 Abb.
    Zusammenfassung
    Eine Analyse der Blattgrößenklassen aus der Zeitspanne Oberes Eozän-Dazium von elf Floren aus Transsilvanien (Siebenbürgen), Rumänien, wird ausgeführt. Es ergibt sich, dass der Inhalt an Blattgrößenklassen unterschiedlich ist und zwischen 3 und 6 wechselt, dass aber die vorherrschende Klasse immer die der Mikrophyllen ist. Anhand dieser Beobachtung spricht der Verlasser die Vermutung aus, dass in den Wäldern des Tertiärs diese Klasse und nicht die der Notophyllen herrschte.
  • Uzunova, KR. & Stojanova, R.: Anatomically grounded new taxonomical point of view to Laurophyllum pseudoprinceps-complex: 7-19, 1 fig., 1 tab., 3 pls.
    Zusammenfassung
    Eine große Anzahl von dispersen Kutikulen der Gattung Laurophyllum GOEPP.aus den sarmatischen Sedimenten von Nordwestbulgarien wurde biosystematisch erforscht. Epidermale Charakteristiken, die am meisten Vom Wechsel ökologischer Bedingungen beeinflusst werden (Größe und Dichte der Stomata, Größe der Epidermiszellen, Wellengrad), wurden verglichen und diskutiert. Ein Vergleich mit Epidermisstrukturen rezenter Arten aus der Gattung Ocotea wurde durchgeführt. Auf Grund festgestellter Daten werden neue taxonornische Kombinationen vorgeschlagen: O. pseudoprinceps comb. n.. O. undulata comb. n. und O. macrostoma comb. n.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 127 (dn127-1999-1)

München 1999 (1. Auflage)
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  • Mayr, G. & Gregor, H.-J.: Eine fossile Ralle aus dem Plio-Pleistozän von Bobila Ordis bei Banyols (Gerona, NE-Spanien): 1-7, 2 Abb., 1 Tab., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Der Rest einer Ralle (Gallinula sp.), kann aus den pliotpleistozänen Grenzschichten der Ziegelei Bobila Ordis am Lac Banyols zwischen Gerona im Süden und Figueres im Norden mitgeteilt werden. Der isolierte Humerus ist der einzige Nachweis eines Vogels aus den grauen Tonen der Fundstelle mit reicher Flora.
  • Günther, TH. & Gregor, H.-J.: Eine Otolithenfauna aus dem Oberen Pliozän des Torrente Stirone (Provinz Parma, Italien): 9-27, 5 Abb., 3 Tab., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine Otolithenfauna aus dern Oberen Pliozän (Piacenzium s.l., Gelasium) des Stirone-Flusses vorgestellt und interpretiert. Sie entstammt dem Küstenbereich des ehemaligen Padana Golfes (Golf von Turin) mit Sand- bis Schlammgrund, teilweise auch Seegraswiesen und Felsgrund. Die Interpretation steht in Einklang mit früheren Bearbeitungen ökologisch wichtiger Invertebraten.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 128 (dn128-1999-1)

München 1999 (1. Auflage)
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  • Unger, H. J.: Zur Geologie im Donautal zwischen Straubing und Pleinting: 1-110, 47 Abb., 5 Tab., Anhang, 2 Beil.
    Zusammenfassung
    Die Ausarbeitung und Interpretation der Ergebnisse mehrerer Bohrkampagnen der Rhein-Main-Donau A.G. im Donautal zwischen Straubing und Pleinting hatten die Zielvorgabe, geologische und tektonische Fragen abzuklären. Das genannte Gebiet entlang der Donau wurde durch 1093 Bohrungen engmaschig erschlossen. Neue Erkenntnisse wurden gewonnen zur Lagerung des Kristallins im flacheren Untergrund an der Basis Quartär, zur Lagerung von Jura- und Kreide-Sedimenten auf den hochliegenden Kristallinsockeln mit Quartärüberdeckung in Einmuldungen und an Störungen, zum Verlauf des Donaurandbruches und seiner Zerstückelung durch SSE-NNW-streichende Blattverschiebungen, deren Existenz damit indirekt nachgewiesen wurde, zur Existenz parallel zum Donaurandbruch streichender Störungen mit südlich vorgelagerten Bruchschollen und Gräben (Münster- und Osterhofen-Graben), zur Lagerung des Ortenburger Schotters mit regional hydraulischem Schluß mit den holozänen Schottern der Donau, zum Braunkohlentertiär i.w.S. mit grobkörnigen Einschwemmungen umgelager- ten Kristallinzersatzes aus Norden und zur Bestätigung der mittelpleistozänen Übergangsterrasse. Detaillierte Untersuchungen der quartären Ablagerungen wurden in diesem Rahmen nicht vorgenommen. Im Anhang werden alle verwendeten Bohrungen, geordnet nach Gradabteilungsblättern tabellarisch aufgelistet.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 129 (dn129-1999-1)

München 1999 (1. Auflage)
Druckausgabe nicht lieferbar       PDF nicht verfügbar

  • Unger, H .J., Schubert, A., Meyer, R. K. F., Risch, H. & Rast, U.: Die Bohrung Geisenfeld GLA 26 und ihr geologisches Umfeld: 1-29, 8 Abb.
    Zusammenfassung
    Das Schichtenverzeichnis der Bohrung Geisenfeld GLA 26 wird in detaillierter Form vorgelegt; das Bohrergebnis in lithologisch-stratigraphischer Hinsicht in das regional-geologische Bild des Umfeldes eingebracht. Zur Frage der Graupensandrinne und ihrer Wurzelzonen wird, basierend auf analytischen Vorgaben und nach dem Ergebnis der Bohrung Geisenfeld GLA 26, Stellung genommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Graupensandrinne aus der Naab-Schüttung und vom Ortenburger Schotter-Stromsystem her gespeist. Isohypsen auf den Top Malm und ein Nord-Süd-Profil über die Bohrungen Geisenfeld GLA 26 und Wolnzach 1, jeweils unter Berücksichtigung der tektonischen Vorgaben, werden vorgelegt.
  • Unger, H. J. & Meyer, R. K. F.: Die Bohrung Rottenburg GLA 25: 31-44, 5 Abb.
    Zusammenfassung
    Das Schichtenverzeichnis der 1995 abgeteuften Bohrung Rottenburg GLA 25 mit Bemerkungen zur Lithologie, zur zeitlichen Einstufung der erbohrten tertiären Schichten und zum technischen Ablauf der Bohrung werden vorgelegt.
  • Seidel, M.: Versuch einer Neuinterpretation der Bohrungen Aichach CF 1001-1009 und Hohenzell CF 1001 (Ungefaltete Molasse, Bayerisches Alpenvorland): 45-62, 2 Abb. Anhang mit 9 Tab.
    Zusammenfassung
    Die Schwermineralanalysen der Anfang der 50er Jahre abgeteuften Bohrungen Aichach CF 1001 -1009 und Hohenzell CF 1001 werden durch Umrechnung und andere Darstellungsweise den Ergebnissen neuer Schwermineraluntersuchungen angepasst. Eine Korrelation alter und neuer Schwermineraltabellen wird dadurch möglich. Des weiteren erfolgt eine Neug1iederung der Bohrungen und ihre Einordnung in die bestehende Molassegliederung aufgrund ihres Schwermineralinhaltes. Wie die Untersuchungen zeigen, kann die Lithozonengliederung auch im östlichen Teil der Westmolasse angewandt werden. Für die schwermineralogisch definierte A-Grenze, die im Lithozonenmodell unterschiedliche stratigraphische Positionen einnimmt, wird der Vorschlag einer Neudefinition gegeben.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 130 (dn130-2000-1)

München 2000 (1. Auflage)
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  • Gregor, H.-J., Kuhn, R. & Storch, D. H.: Gedanken zur taxonomisch-systematischen Stellung von Deinotherium auf Grund anatomisch-morphologischer Gegebenheiten: 1-141, 43 Abb., 7 Tab., 6 Taf.
    Zusammenfassung
    Die "Langrüsseligkeit" von Deinotherium und damit die Zugehörigkeit zu den Proboscidiern wird in Frage gestellt. Neue Rekonstruktionsmodelle sollen im Vergleich mit Tapir, Rhinoceros, Baluchitherium, Sirenen, Pyrotherien, Barytherien u. a. Anregung geben, die anatomischen Besonderheiten von Deinotherien und deren systematische Stellung neu zu überdenken. Es wird vorgeschlagen, sie als eigene Gruppe der Tethythenen zu sehen, die sich von den Sirenen bereits im oder vor dem Eozän abspalteten. Phylogenetisch wären die Deinotherien eine isolierte Gruppe bzw., zusammen mit den nahe verwandten Barytherien, sehr weite Verwandte der Sirenen, nicht der Proboscidier.