Zeitschrift Documenta naturae, Bände 151 - 180


Zeitschrift Documenta naturae, Band 151 (dn151-2004-1)

München 2004 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-151-3
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  • Voudouris, P. & Katerinopoulos, A.: New Occurrences of Mineral Megacrysts in Tertiary Magmatic-hydrothermal and Epithermal Environments in Greece: 1-21, 2 tabs., 4 pls.
    Abstract
    Recent fieldwork in Greece resulted in new discoveries of mineral species most of which in very large and well formed crystals. Hostrocks are volcanics, intrusive bodies, contact metamorphic zones, and minor pegmatites of Tertiary age. Over twenty different species (among them quartz varieties, garnet, vesuvianite, diopside, epidote, alunite, fluorite, and the silica microcrystalline species) are presented and geologically determined. The volcanic-hosted, epithermal altered environments in Evros region, Limnos, Lesvos, Samos and Milos Islands are excellent places to collect gem-quality amethysts, beautiful crystals of alunite and fluorite, as well as chalcedony and opal. The intrusive bodies exposed at Samothraki, Maronia, Kimmeria and Limnos Island are crosscut by numerous quartz veins including K-feldspar, muscovite and magnetite in well-shaped crystals. Garnet, tourmaline, muscovite and epidote are some of the minerals related to pegmatite bodies outcropped in northern Greece. Very rich in megacryst mineral samples are the scarn environments in northern Greece (Maronia, Kimmeria) and Seriphos Island. The minerals quartz, garnet, epidote, vesuvianite and diopside from the above localities are world-class, some of them reaching gem qualities. All the mineral specimens discovered in the present work are related to the development of Tertiary magmatic centers: The mineral depositing processes can be regarded as integral parts of magmatic-hydrothermal and epithermal systems. Some of the minerals described above are unique in Europe and probably in the world. Areas like Seriphos, Kimmeria and Maronia should be protected from mineral exploitation, and characterized as European mineralogical geotopes. Alpine-type Fissure Minerals in Greece A systematic mineralogical research of the metamorphic complexes in Greece led to the localization of large crystals (megacrysts), mainly quartz, and other minerals such as adularia, albite, chlorite, byssolith, hematite, muscovite, rutile and epidote within alpine-type fissures. As a result, Greece can be regarded as an alpine-type mineralogical province.
  • Voudouris, P., Katerinopoulos, A. & Melfos, V.: Alpine-type Fissure Minerals in Greece: 23-45, 2 figs., 2 tabs., 4 pls.
    Abstract
    Alpine-type fissure minerals in Greece are identified in a wide range of rock lithologies (gneisses, amphibolites, quartzites, metapegmatites, schists, etc) mainly within three tectono-metamorphic provinces: the Rhodope Massif, the Attico-Cycladic Massif, and the metamorphic complex of Crete Island. Quartz crystals were found in an enormous variety of colors and forms with excellent material coming from Attica, Evia, Ios, Thassos and Drama areas. Gem-quality smoky- and rocky crystal quartz varieties, green-colored quartz and amethyst were found in several localities reaching sizes up to 40cm. Different crystal habits, as prismatic quartz, Tessin-habit quartz, fiber quartz, gwindle, sceptre- and window-shaped forms are of world-class quality. In addition adularia crystals (up to 3cm in size), albite (up to 6cm), hematite in iron roses (up to 5cm), chlorite (idiomorphic crystals up to 2cm in diameter), byssolith, calcite, epidote (up to 5cm in size), pyrite, white mica (flakes up to 3cm in diameter), rutile (needles up to 3cm) are localized for the first time in Greece. Based on the existing data, it can be proposed that the formation of alpine-type fissures in Greece and their mineralogy are closely related to the extensional tectonics accompanying the exhumation of the metamorphic core complexes. Initial formation probably took place close to the brittle-ductile transition but most of the veins are clearly late-stage, filling subvertical fractures. Preexisting pegmatites and quartz veins in the Variscan and Mesozoic granitoids and associated rocks were probably involved in recrystallization processes and redistribution of chemical components in the fissures during the Miocene stage of extension in Greece. Alpine-type fissure minerals are not only of great scientific interest, they can also be considered as mineralogical treasures, unique in Greece and in Europe. Areas like Evia, Thassos, Drama, Attika and Andros Island should be characterized as European mineralogical geotopes.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 152 (dn152-2004-1)

München 2004 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-152-1
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  • Gregor, H.-J., Fuhrmann, R., Knipping, M., Meyer, K.-J., Pflederer, T. & Uenze, H.P.: Bohrungen bei der prähistorischen Uferrandsiedlung von Kempfenhausen am Starnberger See und ihre archäozoologische und archäobotanische Auswertung - ein vorläufiger Bericht: 1-25, 5 Abb., 7 Tab., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Zur Fortsetzung der Untersuchung der prähistorischen Uferrandsiedlung von Kempfenhausen wurden in unmittelbarer Nähe der neolithischen Pfahlstation Unterwasser- bohrungen durchgeführt. Die rd. 4 m unter dem Wasserspiegel angetroffene 50 em mächtige Schichtenfolge besteht aus Seekreide mit einem stärker humosen Band.
    Wegen der Erosionserscheinungen im Bereich der Pfahlstation (dendrochronologisch datiert rd. 3720 v. Chr.) ist bisher eine archäologisch gestützte Altersbestimmung der Schichtenfolge nicht möglich. Neben einer Übersichtsuntersuchung horizontierter Proben wurde die Mollusken- und Ostrakodenfauna einer Sammelprobe näher untersucht.
    Die arten- und individuenreiche Fauna dieser Sammelprobe weist auf einen oligothrophen See mit einer Wasserriefe von mehr als 10 m hin. Der Fund der Wandermuschel Dreissena polymorpha ist der erste Nachweis im Holozän Mitteleuropas. Er steht nicht in Verbindung mit der seit 1820 erfolgten Besiedlung fast ganz Europas und er ergänzt die bisherigen Befunde für eine erste postglaziale Einwanderung dieser Muschel in Mittel- und Westeuropa.
    Der Fund von Potamopyrgus anlipodarum (Neuseeländische Deckelschnecke), sie gilt als echte und 1840 in England eingeschleppte und inzwischen in ganz Mitteleuropa verbreitete Neozoe, ist der erste sichere Fossilnachweis in Europa. Dieser Fossilfund steht völlig isoliert zum bisher angenommenen Ursprungsgebiet und belegt wie bei Dreissena eine ältere Einwanderungsphase. In den horizontierten Proben wurden weitere tierische Reste sowie pflanzliche Makroreste (Holzmulm. Brombeersteinkern: Rubus sp.) gefunden.
    Mit den an einzelnen Proben durchgefühten pollenanalytischen Untersuchungen wurden vor allem Kiefern-, Fichten-, Tannen-, Buchen- und Eichenpollen, aber auch solche von Birke, Hasel, Erle und Gramineen, Cerealien sowie Zellkolonien einer Süßwasseralge Botryococcus nachgewiesen. Die Aussagefähigkeit zum Alter ist wegen der nur stichprobenhaften Untersuchung eingeschränkt, aber am wahrscheinlichsten ist ein subboreales Alter und damit eine zeitliche Nähe zur neolithischen Besiedlung.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 153 (dn153-2004-1)

München 2004 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-153-X
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  • Gottwald, H.P.J.: Neue taxonomische Untersuchungen an 205 tertiären Hölzern und 2 verkieselten Rindenresten aus der Südlichen Frankenalb und deren Randgebieten - mit Aussagen über Herkunft und Flora, Klima und Alter: 1-93, 39 Abb., 3 Tab., 9 Taf.
    Zusammenfassung
    Die xylemanatomische Untersuchung der insgesamt 207 Reste verkieselter Holzpflanzen erbrachte 16 dicotyle Familien mit 23 Gattungen. Zwei weitere konnten wegen schlechter Erhaltung nicht näher bestimmt werden. Die Monocotylen sind lediglich durch eine Familie mit einer Gattung vertreten.
    Die Gymnospermen werden durch drei Familien mit jeweils einer Gattung repräsentiert. Von letzteren lie¬gen von der Gattung Glyptostroboxylon fünf Kieselhölzer gleicher Art und zwei verkieselte separate Rindenstücke vor. Demnach stehen einem prozentualen Übergewicht der dicotylen Laubgehölze lediglich um 8 % gymnosperme und monocotyle Holzpflanzen im Gesamtspektrum gegenüber.
    Die dicotylen Laubgehölze mit vielen unterschiedlichen Taxa ergeben in ihrer Gesamtzusammensetzung ein untypisches Bild eines Laub-Mischwaldes, denn es fällt auf, daß diese Vielzahl an Gattungen und Arten sehr unterschiedliche Temperaturwerte für ein konkurrenzfähiges Wachstum benötigen. Diese Temperaturspanne reicht von „temperiert“ bis „tropisch“, wobei auch zusätzlich stark wechselnde Ansprüche der Holzpflanzen an Bodenbeschaffenheit und Luftfeuchtigkeit festzustellen sind. Aus ihren geringen saisonalen Zuwachsraten und dem häufigen Auftreten von „trockenen“ Gattungen ist auf ein zumindest zeitweise monsunähnliches Klima mit nur mäßigen und zeitlich begrenzten Niederschlagsraten zwischen 1200 mm bis 2200 mm zu schließen.
    Es gibt keine Hinweise, daß zwischen dem wahrscheinlichen Herkunftsgebiet und dem heutigen Verbreitungsgebiet der Holzpflanzen ursprünglich topographisch größere Höhenunterschiede bestanden, die nachhaltig das Klima beeinflußt haben. Außerdem lassen die Taxa mit unterschiedlichen Temperaturansprüchen weder eine horizontale noch eine vertikale Ordnung an den heutigen Fundplätzen erkennen: Es liegt eine regellose Vermischung der Kieselhölzer vor, und es muß daher davon ausgegangen werden, daß es sich um tertiäre Holzpflanzen aus unterschiedlichen, klimatisch differenten erdgeschichtlichen Zeiten zwischen Pliozän und Obereozän handelt, die vermischt verfrachtet wurden. Dafür spricht u.a. das gehäufte Auftreten von Hölzern der Lauraceae, Meliaceae, Juglandaceae, Ulmaceae, Icacinaceae und Mimosaceae.
    Die Kieselhölzer sind heute hauptsächlich auf kleinere Fundareale der Südlichen Frankenalb, einige angrenzende Gebiete und auf Spaltenfüllungen begrenzt; allerdings fehlen Stubbenhorizonte, und lediglich das Auftreten von Lyditen in den die Kieselhölzer führenden miozänen Sedimenten erlauben Rückschlüsse auf ihr Herkunftsgebiet. Wahrscheinlich stammen die Lydite aus der nördlichen Oberpfalz/Oberfranken, was zu der Annahme berechtigt, daß der Antransport der bereits verkieselten Holzpflanzen über die Pegnitz-Naab-Rinne oder eine etwas weiter westlich liegende Abflußrinne aus Norden erfolgte. Dafür spricht auch der hohe Rundungsgrad der relativ kleinen, harten, rindenlosen Kieselhölzer. Da die verkieselten Hölzer und die zwei aus Randgebieten des zentralen Fundgebietes stammenden Rindenreste denselben Habitus aufweisen, ist davon auszugehen, daß auch sie aus demselben nördlich gelegenen Herkunftsgebiet über die Pegnitz-Naab-Rinne hierher nach Süden transportiert wurden.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 154 (dn154-2005-1)

München 2005 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-154-8
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  • Gregor, H.-J., Velitzelos, E. & Holleis, P.: Bemerkungen zu fossilen Hölzern und zum Begriff „Fossiler Wald“ weltweit und speziell von Griechenland - Diagenese und Umlagerung, xylotomische Probleme, stratigraphische Besonderheiten und ökologisch-klimatologische Interpretationen: 1-187, 11 Abb., 7 Tab., 40 Taf.
    Zusammenfassung
    Weltweit findet man in vulkanischen, fluviatilen, marinen oder limnischen und palustrischen Ablagerungen Hölzer. Sie liegen sowohl als "versteinerte" Fossilien vor, als verkieselte, achatisierte, opalisierte oder anderweitig mineralisierte, oder auch als lignitisierte und gagatisierte Reste.
    Das Vorkommen versteinerter Hölzer jeglicher Größe wird landläufig gerne als Überrest "Fossiler Wälder" interpretiert, auch wenn völlig klar ist, dass die mehr oder weniger großen Stammreste und Holzsplitter allochthon im Sediment liegen.
    Es wird hier darum der Begriff "Fossiler Wald" näher untersucht, um diesen Missbrauch zu unterbinden. Es kann festgestellt werden, dass man mit den meisten fossilen Wäldern keine Aussagen zur Ökologie, Klima oder Stratigraphie des Fundortes machen kann, da die Transportproblematik, diagenetische Veränderungen oder Umlagerung aus anderen Schichten solches verbietet. Es wird äquivalent zu den Begriffen autochthon – allochthon der Versuch unternommen, schichtechte und schichtfremde Objekte mit den Begriffen homoiostrat (Umlagerung nur zeitgleich zur Sedimentation) und xenostrat (aus älteren Schichten umgelagert) zu definieren.
    Es lassen sich folgende unterschiedliche fossile Wälder unterscheiden:
    A) echte in situ Verhältnisse mit Paläoboden, Wurzelstubben und aufrechter Lage der Stämme.
    B) riesige Stämme horizontal liegend, meist ohne Wurzeln und wenn, dann abgerollt, keine in situ Bedingungen und kein Paläoboden.
    C) große bis kleine Stammreste, Äste, große Splitter, meist wirr im Sediment oder strömungstechnisch eingeregelt, allochthones Verhalten.
    D) meist kleinere Stücke und Splitter regellos im Sediment, oft eindeutig umgelagerte und glattgeschliffen, auf sekundärer Lagerstätte.
    Echte fossile Wälder liegen in z.B. Griechenland vor, dort stehen die Stämme in situ – im Gegensatz dazu die Unmengen von Stammresten und Kieselhölzern aller Größen in der Molasse Süddeutschlands, die praktisch alle als umgelagert zu betrachten sind.
    Eine Typologie der fossilen Wälder wird aufgestellt, gestützt durch KRASILOVs Definintionen von Taphozönosen. Die Wälder werden hier als Versteinerte Wälder 1. Ordnung bis 4. Ordnung bezeichnet und diese systematische Zuordnung durch spezielle Kennzeichnung von Mineralisation, Befall von Tieren jeglicher Art sowie speziellen Sonderfällen (anhängende Fruktifikationen usw.) gekennzeichnet. Sie werden als Petre-, Ligni- bzw. Minerasilva bezeichnet, je nach "Versteinerungsart" – bzw. als Petre-, Ligni- bzw. Mineratrunci, in ersterem Falle als echte fossile Wälder, in letzterem als Stämme, Stammreste, Hölzer und Splitter. Der Algaesilva bzw. die Algaetrunci bedeuten Ummantelung fossiler Hölzer und Stämme durch Mikrobenmatten, Algen usw.
    Es wird eine kurze Interpretation der Umwelt- bzw. ökologischen Bedingungen, des Klimas und der stratigraphischen Gegebenheiten bei fossilen Wäldern vorgelegt.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-1 (dn155-1-2005-1)

München 2005 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-155-6
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  • Worobiec, G. & Kasinski, J.: Plant macroremains from boreholes from "Ruja" lignite deposit near Legnica, Lower Silesia, Poland (preliminary results): 1-11, 2 tabs., 2 pls.
    Abstract
    The paper presents preliminary results of investigation on plant macroremains (mainly leaves) from two boreholes form “Ruja” lignite deposit near Legnica, Lower Silesia, Poland. In the fossil plant assemblages were found over 30 taxa belonging to the families Aceraceae, Alismataceae vel Hydrocharitaceae, Altingiaceae, Betulaceae, Blechnaceae, Cercidiphylla-ceae, Fagaceae, Hydrocharitaceae, Juglandaceae, Malvaceae s.l., Myricaceae, Nyssaceae, Osmundaceae, Poaceae, Salicaceae, Taxodiaceae, Ulmaceae and Zingiberaceae. Common occurrence of the fossil leaves of Salix hausruckensis KOVAR-EDER, considered to be most similar to recent species Salix floridana CHAPMAN, endangered, subtropical, Tertiary relict of south-eastern part of USA is of special interest. All assemblages are characterised by almost absolute dominance of floristic elements of azonal wetland vegetation (swamp and riparian). Floristic composition of all investigated levels with plant macroremains points to their probably Late Miocene age and suggest warm temperate climatic conditions with very mild winters (presence of representatives of family Zingiberaceae).
  • Lesiak, M.: New Fossil Finds and Interesting Plant Species for the Miocene of Lipnica Wielka, Southern Poland (Nowy Targ - Orawa Basin): 13-35, 5 pls.
    Abstract
    One cone and seeds of Tsuga oraviensis sp.nov., seeds of Cupressaceae (cf. Thujopsis dolabrata ( L) SIEB.et ZUCC. and remains of eight other fossil taxa were found among abundant material of studied megafossils in the Miocene deposits from Lipnica Wielka (western part of the Nowy Targ- Orawa Basin, Western Carpathians). Megaspores of Selaginella magdae KNOBLOCH and S. aff. kunovicensis KNOBLOCH, one seed of Schisandra moravica (MAI in KNOBLOCH) GREGOR, and one of Naumburgia subthyrsiflora (NIKITIN) NIKITIN and Lysimachia sp. and also fruits and seeds of Parrotia reidiana KIRCHH. were described. Remains of Ericaceae and Vitaceae were also distinguished.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-2 (dn155-2-2005-1)

München 2005 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-460-1
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  • Rüffle, L.: Reste von Annonaceen-Blüten in der Oberkreide von Jebel Mudaha, Sudan: 1-4, 2 Fig.
    Zusammenfassung
    Die Lokalität Jebel Mudaha südwestlich von Khartoum lieferte eine Anzahl von Blatt-Fossilien. Dabei fallen Ulmaceae und Lauraceae auf, aber auch Annonaceae. In der vorliegenden Arbeit werden Blüten-Reste von Annonaceae beschrieben. Eine Übersicht von älteren Angaben über Annonaceen-Blättern wird gegeben. Das Alter der Lokalität entspricht entweder oberem Turon oder unterem Senon.
  • Rüffle, L. & Krutzsch, W.: Bestimmbare Blattreste aus dem mitteldeutschen Maastricht (Oberkreide) und ihr Bezug zum Alttertiär Nordamerikas.
    Zusammenfassung
    Aus der Oberkreide von Eisleben, Walbeck und Zahna werden Blätter und Epidermen beschrieben. Sie gehören zu Theaceae, Zingiberaceae, Dioscoreaceae und Lycopodium. Bei den Theaceae ergeben sich enge Beziehungen zur Alttertiärflora des Geiseltales und der Clayborne Formation und Yegua Formation in Nordamerika. Die Monocotylen waren bisher nur aus dem Jungtertiär Europas bekannt. Die weite Verbreitung von Lycopodium in Tertiär und Kreide ergibt sich schon aus den Sporen.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-3 (dn155-3-2005-1)

München 2005 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-459-8
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  • Hantke, R., Oberli, U. & Gregor, H.-J.: Die mittelmiozäne Megaflora von Risi/ Wattwil (Kanton St. Gallen, Schweiz) – Geologie, (Klima-) Stratigraphie und Paläoökologie: 1-35, 6 Abb., 1 Tab., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine mittelmiozäne Blatt- und Fruchtflora aus Wattwil (St. Gallen, Schweiz) beschrieben, ökologisch und klimatisch eingeordnet, stratigraphisch untersucht und mit Floren der nordost-schweizer und süddeutschen Molasse in Zusammenhang gebracht. Als Sediment kann ein fluvial-terrestrisches Äquivalent der Oberen Meeresmolasse genannt werden. Wir haben die Reste eines Auwaldes vor uns, gemischt mit einem mesophytischen Wald in einem Cfa-Klima sensu KÖPPEN. Stratigraphisch gehört die Flora in Zone OSM 3b1 bis 2 bzw. PZK 2b/3a, welche in Süddeutschland bereits den Übergang Brackwasser- zu Oberer Süßwassermolasse charakterisieren.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-4 (dn155-4-2005-1)

München 2005 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-458-X
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  • Schneider, W.: Piliparicutis hradekensis (Kvacek & Bužek 1966) Schneider 2003 (Lauraceae, Ocotea  Aubl. 1775) in miozänen Taphocoenosen der Lausitz (Ostdeutschland): 1-41, 6 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Zum Morphotaxon Piliparicutis hradekensis (KVACEK & BUŽEK 1966) SCHNEIDER 2003 (Lauraceae, Ocotea AUBL.) gehörige Cuticulae dispersae wurden in miozänen kohleführenden Schichtenfolgen der Lausitz (Ostdeutschland) erfasst: Hauptflöz (Oberbank) des Zittauer Beckens (Oberlausitz), 2. Flözhorizont der Niederlausitz, Sedimente der Rauno – Formation im Liegenden des 1. Niederlausitzer Flözhorizontes. Merkmalsbeziehungen zwischen den auf Ocotea bezogenen miozänen Blattfossilien werden diskutiert. Die Entstehung des Merkmalskomplexes ist einer oligozänen Diversität in einem vulkanischen Environment mit vielfältigen Zwängen zur Anpassung zuzuschreiben. Die Präsenz von Piliparicutis hradekensis in den Küstenmooren der Niederlausitz kann dem weltweit beobachteten mittelmiozänen Temperaturmaximum zugeordnet werden. In diesem Zeitraum war im Gebiet der Niederlausitz Präsenzgemeinschaft mit bestimmten Arten realisiert (Sequoia abietina, sabaloide Palmen, Kalmiophyllum marcodurense), zusätzlich zur langzeitig stabilen Gemeinschaft mit Glyptostrobus europaeus, Magnolia liblarensis and Myrica sp.. Piliparicutis hradekensis repräsentiert eine Komponente des torfbildenden Glyptostrobus-Sumpfwaldes. Diese Assoziation erscheint als basales Stadium einer Sukzession von Moorfaziestypen. Drei Niveaus mit Piliparicutis hradekensis ordnen sich den drei Haupt – Sukzessionen im 2. Flözhorizont zu. Die Häufigkeit der Funde nimmt zum Hangenden ab. Die Zusammensetzung der allochthonen Taphocoenosen in den ästuarinen Sedimenten ist durch Morphotaxa gekennzeichnet, die entsprechend der Dicke ihrer Cuticula selektiert sind (Gordonia hradekensis, Daphnogene polymorpha, Piliparicutis pseudoprinceps, Vaccinioides lusatica, Viscum sp., Tetraclinis salicornioides, Sciadopitys teriaria). Eine Kartendarstellung mit den Fundpunkten von Piliparicutis hradekensis im isochronen Niveau der maximalen Verbreitung (untere Flözbank 3 des 2. Nierlausitzer Flözhorizontes) belegt die spezifischen Möglichkeiten der Kutikularanalyse bei der Untersuchung von kohleführenden Schichtenfolgen.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-5 (dn155-5-2005-1)

München 2005 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-457-1
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  • Konzalova, M.: Upper Miocene (Pannonian, Pontian) palynomorphs from the South Moravian extention of the Vienna basin (Czech republic): 1-51, 3 tabs., 7 pls.
    Abstract
    Microscopic plant components of the lignitic clay of the former brickyard at Poštorná near Breclav displayed an assemblage with predomination of algal remains and pollen of deciduous trees of temperate and warm temperatate zones with frequent Celtis. In addition, taxodiaceous swamp was recorded with peripheral surgum (Nyssa), sweetgum (Liquidambar) and sedges rimming the water body, laterally passing into aquatic vegetation with rich algal bloom remains. The comparison with microfloristic assemblages and fossil fruits, seeds and leaves of adjacent Pannonian and Pontian localities in Moravia and particularly in Hungary and Austria show many common elements. The depositional environment and the surrounding vegetation at the locality, not yet studied in plant microfossils, were defined. New data are added on the forest composition and palaeoenvironment at the time of cessation of the marine influence in the Parathetys area.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-6 (dn155-6-2006-1)

München 2006 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-456-1
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  • Gregor, H.-J. & Meller, B.: Tetraclinis MAST. – der Araarbaum als Modell für die Problematik paläoökologisch-paläoklimatischer Rekonstruktionen: 1-33, 8 Abb., 2 Tab., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Untersuchung des rezenten Standortes der heute monospezifischen Gattung Tetraclinis in SE-Spanien und der Vergleich mit miozänen Vorkommen zeigt, dass rezente Relikte nicht geeignet sind, fossile Klimate zu rekonstruieren, aber in manchen Fällen die chemisch-physikalischen Bedingungen von Standorten. Tetraclinis wächst in Spanien nicht auf reinen Kalkböden und sie ist nicht allein vom Niederschlag abhängig, da einerseits die Wurzeln tief hinab reichen und andererseits die durch das nahe Meer bedingte Luftfeuchtigkeit zur Wasserversorgung mit beiträgt. Somit kann sie heute in einem Bs- oder Cs-Klima wachsen im Gegensatz zum Cfa-Klima im Miozän. Somit muß das Klima, unter dem eine fossile Form gelebt hat, durch die Gesamtheit aller Taxa einer Flora oder Fauna rekonstruiert werden – nicht durch Einzelelemente und nicht durch heute monospezifische, endemische oder reliktische Gattungen, speziell von Koniferen.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-7 (dn155-7-2006-1)

München 2006 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-455-5
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Butzmann, R. & Fischer, T.C.: The Infructescence of Paulownia inopinata – Emendation of the Species Definition: 1-7, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Kapsel von Paulownia inopinata BUTZMANN & FISCHER 1997 aus dem Mittleren Miozän von Unterwohlbach (Bayern, Deutschland) ist in einer früheren Arbeit beschrieben worden, womit das Vorhandensein der Gattung im Neogen von Europa bewiesen wurde.
    Nun ist ein Fruchtstand mit anhängenden Kapseln am selben Fundort gefunden worden. Die Untersuchung des Fruchtstands bestätigte weiter die Zuordnung aller Reste als solche von Paulownia SIEBOLD & ZUCCARINI (Scrophulariaceae).
    Die auf den Kapseln basierende Art-Definition von Paulownia inopinata BUTZMANN & FISCHER wird in dieser Arbeit um die Beschreibung des Fruchtstandes erweitert. Darüber hinaus erlaubt die Struktur des Fruchtstandes eine Zuordnung von Paulownia inopinata BUTZMANN & FISCHER zur tomentosa-Artgruppe von Paulownia.
    Die chinesischen nord-westlichen Verbreitungsgebiete der 3 rezenten Arten der Paulownia tomentosa (THUNBERG) STEUD. Artengruppe entsprechen sehr genau der guten Korrelation der Unterwohlbach Flora mit der rezenten Flora des oberen Yangtze.
  • Gregor, H.-J.: Eine neue Art des Granatapfels, Punica kuhnii nov. spec., aus der Oberen Süsswassermolasse von Unterwohlbach bei Hohenkammer (Freising/Bayern): 9-17, 4 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird erstmals die große Frucht eines Granatapfels, von Punica kuhnii nov. spec. aus Sedimenten der Oberen Süßwassermolasse Bayerns nachgewiesen. Die Flora der Fundstelle Unterwohlbach gehört zu einem Übergang zwischen Weichholz- und Hartholzauesystem mit Pappeln und Ulmen, Ginkgo und Platane.
  • Gregor, H.-J.: Campsis seehuberi nov. spec .- Erstnachweis einer fossilen Trompetenblumen-Frucht in der Oberen Süßwassermolasse Bayerns (Untermiozän von Burtenbach): 21-37, 3 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird aus der Oberen Süßwasser-Molasse von Burtenbach S Günzburg eine neue Frucht beschreiben. Sie ist als Campsis seehuberi nov. spec. Zu Ehren des Finders, Dipl.-Geol. Uli SEEHUBER benannt und stellt den ersten Nachweis der Gattung nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa dar. Das Element ist ein Vertreter der ASA-GRAY-Disjunktion und kommt im Südosten der USA vor (Illinois bis Florida) und in Japan und SE-China. Die rezenten Arten sind Campsis radicans und Campsis grandiflora, beide in Wäldern, Niederungen und Sümpfen zuhause Das unter- bis mittelmiozäne Waldsystem für die neue Lianen-Art ist ein typische Weichholzaue mit Weide (Salix), Pappel (Populus), Kampher (Cinnamomum) und Leguminosen (Gleditsie).


Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-8 (dn155-8-2006-1)

München 2006 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-454-7
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Gregor, H.-J.: Erstnachweis von fossilen Motten-Schildläusen, Molassodina friedei nov. gen. et spec. in Sedimenten der westlichen Oberen Süßwassermolasse bei Burtenbach (Bayern): 1-19, 4 Abb., 5 Taf.
  • Gregor, H.-J.: Erstfund des Elsbeerbaumes, Sorbus praetorminalis KRYSHTOF: & BAIKOVSK., in der Oberen Süßwassermolasse von Aubenham bei Oberbergkirchen (Kreis Mühldorf): 21-37, 6 Fig., 2 Taf.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-9 (dn155-9-2008-1)

München 2008 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-453-0
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  • Gregor, H.-J.:  Die Problematik paläoökologisch-paläoklimatischer Rekonstruktionen anhand geologisch-paläontologischer Beispiele: 1-73, 2 Abb., 3 Tab., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden Beispiele aus der fossilen Pflanzen- und Tierwelt gebracht, sowie aus der Geologie, bei denen falsche Vorstellungen zum jeweiligen Paläoambiente, zur Ökologie der Fundstellen, zur Klimarekonstruktion oder zu Wuchs- und Standort vorliegen – sie werden berichtigt. Paläophytologische Beispiele sind: Sequoia als Relikt, Ökologie des Christusdorn Paliurus, ökologische Betrachtungen bei Castanea contra Quercus, Umlagerung bei fossilen Hölzern, das Sciadipitys-Problem und die rezente Reliktform Zelkova sicula. Bei Ökosystemen kommen in Betracht: Mangrove, speziell in Bayerns Oligozän (?), Auwälder, Einzelform contra Flora bei Leguminosen, das Everglades-Modell, Mikrofloren und die Klimazonen der ehemaligen DDR. Paläozoologische Taxa mit Problemen sind: Riffe und Korallen, Land-Gastropoden, Marine Bivalven (Arctica islandica), ektotherme Reptilien, Klein-Säugetiere wie Fledermäuse, Pfeifhasen und Klippschliefer sowie Gliriden; Groß-Säuger mit Pliopithecus, Elefanten und Hipparionen. Fundstellen wie Sansan oder das Kornneuburger Becken und ihre Rekonstruktionen werden kritisch gewürdigt, Cereste und Pikermi sind im Vergleich der Floren und Faunen interessant und werden unter die Lupe genommen. Die Hypsodontie als anatomisches Merkmal ist nicht an Gräser gebunden, sondern ein allometrisches Problem. Ebenso gehören geologische Phänomene wie die Messin-Krise oder Spaltenfüllungen zu diesen Überlegungen, ebenso auch Pikermi mit seinen Rotsedimenten, Schottern und Sanden. Es wird versucht, die jeweiligen „richtigen“ bzw. rekonstruierbaren Bedingungen ökologisch-klimatischer Art mitzuteilen und viele unsinnige Vorstellungen aus früherer Zeit, speziell im Jungtertiär Europas, kritisch zu würdigen.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 155-10 (dn155-10-2008-1)

München 2008 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-452-3
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  • Kvacek, Z., Teodoridis, V. & Gregor, H.-J.: The Pliocene leaf flora of Auenheim, Northern Alsace (France): 1-108, 2 figs., 1 tab., 24 pls., appendix
    Abstract
    Leaf epidermal and detailed morphological evaluation of selected leaf morphotypes collected by the late Fritz Geissert in the Pliocene of N Alsace is presented. The specimens drive from the "leaf bed" within the main fossiliferous layer of N Alsace once exposed in the sand and gravel quarry at Auenheim. The mummified leaves show excellent venation details and epidermal structures at maceration or by epifluorescence microscopy, which contributes to the understanding of systematic affinities. The leaf assemblage at our disposal consists of 10 gymnosperms and 51 angiosperms. Additions to the previously announced genera are leaf remains of Tsuga, Pseudotsuga, Cathaya, Sassafras, Dombeyopsis and Trichosanthes. The vegetation type corresponds to a well-diversified temperate mixed coniferous and broad-leaved forest almost without evergreen woody elements (except Ilex and Buxus). Many exotic deciduous plants have been recovered that are typical of temperate humid climate without much pronounced freezing season known mainly from the present forests of the middle latitude East Asia and Atlantic North America. By its composition the Alsace leaf assemblage is most similar to that from the Pliocene flora excavated from the exposure for the clearing reservoir at Niederrad near Frankfurt a. M..



Zeitschrift Documenta naturae, Band 156 (dn156-2005-1)

München 2005 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-156-4
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  • Gregor, H.-J.: In honorem V. Oschkinis zum 70. Geburtstag: I-III
  • Oschkinis, V & Gregor, H.-J.: Die eozänen Braunkohleschichten aus dem Untertagebau Stolzenbach bei Kassel (PreußenElektra, Niederhessen): I. Geologie und Fundumstände: 1-25, 9 Abb., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird die mitteleozäne Fundstelle Stolzenbach, ein Untertagebau, beschrieben und die paläontologischen und weiteren Befunde werden dargestellt. Es fand sich in grauen Tonen eine Blattflora und in den Braunkohlen Fruktifikationen. Bernstein, Mineralien und tierische Reste runden die Umwelt der Fundstelle zur Zeit des Eozän ab. Autor OSCHKINIS hat in jahrelangen Aufsammlungen das einzig existierende Material aus der Grube geholt und aufbewahrt.
  • Gregor, H.-J.  & Oschkinis, V.: Die eozänen Braunkohleschichten aus dem Untertagebau Stolzenbach bei Kassel (PreußenElektra, Niederhessen): II. Die Blattabdrücke: 27-65, 1 Abb., 14 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine eozäne Blattflora aus dem Untertagebau Stolzenbach im Borkener Braunkohlenrevier (Bez. Kassel) beschrieben. Auffällig ist die Dominanz von Doliostrobus taxiformis-Schuppengliedern und das fast völlige Fehlen von Dryophyllum-Blättern. Rhodomyrtophyllum, Palaeocarya und laurophylle Blattttypen, die seltene Comptonia und Palmrhachis-Reste ergänzen die Florenliste dieser mitteleozänen Fundstelle.
  • Gregor, H.-J.  & Oschkinis, V.: Die eozänen Braunkohleschichten aus dem Untertagebau Stolzenbach bei Kassel (PreußenElektra, Niederhessen): III. Die Frucht- und Samenflora: 67-93, 1 Abb., 9 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine eozäne Frucht- und Blattflora aus dem Untertagebau Stolzenbach im Borkener Braunkohlenrevier (Bez. Kassel) beschrieben. Auffällig ist die Dominanz von Doliostrobus taxiformis und Calamus und das fast völlige Fehlen von Symplocaceen. In den grauen Tonen kommen meist Rutaspermum-Samen vor und Thymelaeaceen sowie Steinhauera subglobosa, in den Braunkohlen Theaceen der Gattung Eurya. Das massenhafte Vorkommen von Cladiocarya europaea weist u.a. auf eine Riedfazies in den Braunkohlen hin.
  • Vavra, N.: Die eozänen Braunkohleschichten aus dem Untertagebau Stolzenbach bei Kassel (PreußenElektra, Niederhessen): IV. Analyse des Bernsteins: 95-111, 4 Abb., 3 Taf., 1 Tab.
    Zusammenfassung
    Verschiedene Proben fossiler Harze („Bernstein“) aus den eozänen Braunkohlen von Stolzenbach bei Kassel wurden auf ihren Gehalt an Chemofossilien untersucht; besonders bemerkenswert ist das Vorkommen von Zimtsäure und Hydrozimtsäure in der Mehrzahl der analysierten Harze. Dieser Befund wird als möglicher Hinweis auf Hamamelidaceae als Lieferpflanzen diskutiert.
  • Thewalt, U. & Gregor, H.-J.: Die eozänen Braunkohleschichten aus dem Untertagebau Stolzenbach bei Kassel (PreußenElektra, Niederhessen): V. Die Minerale: 113-123, 5 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden einige typische Mineralien aus dem eozänen Untertagebau Stolzenbach bei Borken (Kassel, Hessen) beschrieben, so Vivianit, Pyrit, Schwefel und Barytrosetten. Eine qualitative Analyse von Braunkohlen erbringt den Nachweis von Schwefel, Magnesium, Eisen, Phosphat u.a. Minerale.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 157 (dn157-2006-1)

München 2006 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-157-2
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  • Gregor, H.-J.: In Memoriam Fritz Geissert 1923-2005: I–VII
  • Gregor, H.-J. & Winterscheid, H.: Funde des Amberbaumes aus mio-pliozänen Tonen der niederrheinischen Braunkohlen-Tagebaue (RWE Power AG) – Liquidambar europaea A. Braun und Liquidambar lievenii nov. sp.: 1–35, 7 Abb., 3 Tab.
    Zusammenfassung
    Es wird eine neue Art von Liquidambar aus dem Tagebau Garzweiler der RWE Power AG, Essen/Köln beschrieben – Liquidambar lievenii. Deren Blätter sind mit denen der rezenten L. formosana zu vergleichen, z.T. aber auch mit anderen Liquidambar-Arten aus China. Die Begleitflora ist mesophytisch und hat neben Eichen, Ulmen, Ahornarten etc. auch Liquidambar europaea als Element dabei. Das Alter kann als Ober-Miozän-Unter-Pliozän angegeben werden, da die aufgeschlossene Hauptkiesserie (Horizont 8) solches angibt und der Floreninhalt dieses bestätigt.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 158 (dn158-2006-1)

München 2006 (1. Auflage) - ISBN 3-86544-158-0
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  • Winterscheid, H.: Die oligozänen und untermiozänen Floren in der Umgebung des Siebengebirges (südliche Niederrheinische Bucht) (2 Teile): 1-485, 10 Tab., 17 Abb., 25 Taf., Anhang
    Zusammenfassung
    Die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Siebengebirge bekannten oberoligozänen und untermiozänen Makrofloren werden einer taxonomischen Revision unterzogen und erstmals, hinsichtlich Paläoenvironment, Paläoökologie, Paläoklimatologie und Stratigraphie, zusammenfassend dargestellt und ausgewertet.
    Die tertiäre Schichtenfolge lässt sich aufgrund ihres lithologischen Aufbaus und ihrer Genese (fluviatil, lakustrin/limnisch, palustrisch) in sieben, zeitlich aufeinander folgende Faziesbereiche gliedern. Die Abfolge beginnt mit der fluviogenen Sedimentation der Pelit-Fazies und Siliziklastika-Fazies der "Liegendschichten". Durch den explosiven Vulkanismus des "Siebengebirge-Vulkans" - vor ca. 26,5 Ma -, in Form plinianischer Ausbrüche, und der Förderung und Ablagerung einer mächtigen trachytischen Tephradecke [Siebengebirge-Tephra und postvulkanisch umgelagerte Tuffe (Tuffite)], wurde die Sedimentation abrupt unterbrochen. Das durch die Ausbrüche unter dem Vulkanfeld des Siebengebirges entstandene Massendefizit führte zur Bildung tektonischer Gräben und - im zentralen Siebengebirge - zum Einbruch einer Caldera. Die Erosion der vulkanischen Lockermassen führte zu einem ausgeprägten Relief und zur Bildung von Senken. Dadurch, und durch das Wiedereinsetzen der Drainage der Hochflächen in der südlichen und östlichen Umrandung des Siebengebirges in Richtung auf das Senkungsfeld der Niederrheinischen Bucht, kam es zur Reaktivierung des fluviatilen Regimes und zur Sedimentation der Pelit- und Braunkohlen-Fazies der "Hangendschichten" und der Pelit- und Siliziklastika-Fazies der "Driftschichten". In kleinen, lokal begrenzten Senken und in Maaren lagerten sich die Sapropelit- und Diatomit-Fazies und die - durch kieselsäurereiche postvulkanische Quellen beeinflusste - Chert-Fazies der "Hangendschichten" ab.
    Sechs Faziesbereiche lieferten an 28 Lokalitäten Makroflorenreste (Blätter, Diasporen und Infloreszenzen), die einer taxonomischen Revision unterzogen werden. Insgesamt lassen sich 296 Taxa unterscheiden. Es werden 289 Embryophyten-Taxa aus fünf Abteilungen beschrieben, die sich taxonomisch wie folgt verteilen: fünf Bryophyten (Moose), eine Equisetophyte (Schachtelhalm), zwölf Pteridophyten (Farnpflanzen) und 271 Spermatophyten (Samenpflanzen) mit 16 Pinophyten (Koniferen) und 255 Magnoliophyten (Blütenpflanzen), bestehend aus 228 Magnoliopsida und 27 Liliopsida. Hinzu kommen vier Pilzreste, ein Flechtenrest und zwei Algenreste.
    Aufgrund lithofazieller Befunde und der Vegetationsanalyse werden verschiedene Paläoenvironments und Vegetationen in unterschiedlichen stratigraphischen Niveaus rekonstruiert. Mittels statistischer Methoden können drei Florengesellschaften unterschieden und floristisch definiert werden. Bezogen auf das Eruptionsereignis der Siebengebirge-Tephren wird eine prävulkanisch-fluviatile Floren-Gesellschaft 1 von einer postvulkanisch-fluviatil-palustrischen Floren-Gesellschaft 2 stratigraphisch und floristisch abgegrenzt. Die Sedimentation der prävulkanisch-fluviatilen Siliziklastika-Fazies der "Liegendschichten" mit der Floren-Gesellschaft 1 setzt sich - nach dem Eruptions-Ereignis - in der postvulkanisch-fluviatil-palustrischen Pelit- und Braunkohlen-Fazies der "Hangendschichten" und Pelit- und Siliziklastika-Fazies der "Driftschichten" mit der Floren-Gesellschaft 2 fort, mit der Tendenz zur Bildung von Braunkohlenflözen, die als südliche Ausläufer der Braunkohlen der Köln-Formation gegen den Rheinischen Schild anzusehen sind. Bei der postvulkanisch-lakustrinen Floren-Gesellschaft 3 aus der Sapropelit- und Diatomit-Fazies und der Chert-Fazies der "Hangendschichten" handelt es sich um Floren aus Seeablagerungen, die als Maarkrater-Füllungen gedeutet werden ("Maar-Gesellschaft"), und die - mit anderen mitteleuropäischen, oligo-miozänen "Vulkanischen Floren" - eine gut zu charakterisierende Vegetation mit typischen Florenelementen aufweist.
    Die prävulkanisch-fluviatile Floren-Gesellschaft 1 ist charakterisiert durch flussbegleitende Auwälder und laurophylle, thermophile Mixed Mesophytic Forests mit Dominanz von Fagaceen (Eotrigono-balanus furcinervis das Differential-Taxon und die laurophylle Trigonobalanopsis rhamnoides) und Lauraceen (Laurophyllum pseudoprinceps, Daphnogene lanceolata und mehrere Laurus-Blatt-Typen). Hinzu treten Sequoia abietina und Apocynophyllum lanceolatum als mesophytische Elemente, sowie mehrere Populus-Arten und Majanthemophyllum petiolatum. Die Paläotemperatur-Analyse für die Floren-Gesellschaft 1 lieferte Werte von 16,4 °C bis 17,2 °C. Chronostratigraphisch sind die Floren in das Ober-Oligozän zu stellen, mit einer absoluten Obergrenze von ca. 26,5 Ma.
    Die postvulkanisch-fluviatil-palustrische Floren-Gesellschaft 2 setzt sich aus Sumpfwäldern mit mesophytischen Elementen und einem deutlichen Hervortreten der Ried-, Ufer- und Sumpf-Assoziationen. Eine typische Zusammensetzung ist die Glyptostrobus europaeus-Nyssa ornithobroma-Myrica suppanii-Spirematospermum wetzleri-Cordia mettenii-Assoziation. Die mesophytischen Arten der trockeneren Standorte setzen sich aus Pinaceen (Pinus hampeana, Cathaya bergeri und Keteleeria hoehnei), Mastixiaceen (Mastixia amygdalaeformis, Eomastixia persicoides, Eomastixia saxonica und Tectocarya lusatica) und Symplocaceen (Sphenotheca incurva und mehrere Symplocos-Arten) zusammen. Hervorzuheben sind die seltenen Pinaceen Cathaya bergeri und Keteleeria hoehnii. Chronostratigraphisch reichen die Floren vom Ober-Oligozän bis in das Unter-Miozän, mit einer Untergrenze von ca. 26 Ma.
    Die postvulkanisch-lakustrine Floren-Gesellschaft 3, die auch als "Maar-Gesellschaft" bezeichnet werden kann, sind azonale Pflanzengesellschaften in der Umrandung der Seen mit Auwäldern (Salix spp., Alnus spp.), Sumpf- (Glyptostrobus europaeus, Nyssa rottensis, N. ornithobroma), Seeufer- (Cyperaceen), Hydro-phyten-Assoziation (Nymphaeaceen, Hydrocharitaceen) und mesophytischen Wäldern. Die Hauptbestandteile der Floren stammen aus einem artenreichen, thermophilen Mixed Mesophytic Forest mit Standorten, die von den vulkanischen Berghängen bis an die Ufer der Seen reichte. Charakteristisch sind Cedrelospermum aquense, Tremophyllum tenerrimum, Engelhardia (Palaeocarya) macroptera, E. (P.) orsbergensis, Ailanthus confucii, A. ailanthifolia, Craigia bronni, Zelkova zelkovaefolia und Sideroxylon salicites. Bei der Paläotemperatur-Analyse reichen die Werte von 14,4 °C, über 17,8 °C bis 20,5 °C für die Floren-Gesellschaft 3. Chronostratigraphisch gehören die Floren in das oberste Ober-Oligozän, biostratigraphisch nach Säugetieren in die Zone MP30, mit einem absoluten Alter von 24,2 Ma bis 23,03 Ma.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 159 (dn159-2006-1)

München 2006 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-159-1
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  • Mann, K.: Pilot study to assess the need for primate conservation in northern Punta Burica, Costa Rica (Central-America): 1-92, 12 figs., 13 tabs., 4 append.
    Zusammenfassung
    Die vorliegende Studie soll die Notwendigkeit für den Aufbau eines Primatenschutzes im nördlichen Teil von Punta Burica im Südwesten von Costa Rica aufzeigen. Es handelt sich um eine interdisziplinäre Studie, die primatologische und botanische Untersuchungen verwendet, um gefährdete Arten zu bestimmen. Grundfragen zu Sozialwissenschaften wurden dabei integriert, um menschliche Konflikte im Hinblick auf den Naturschutz aufzuzeigen und zu vermeiden. Die Ergebnisse umfassen sowohl die Bestimmungen der gefährdeten Affenspezies, als auch die Schaffung der „Freunde der Monos“, einer engagierten Organisation, die das Aussterben dieser Populationen zu vermeiden versucht.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 160 (dn160-2007-1)

München 2007 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-160-7
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  • Gregor, H.-J.: Der südindische Shola-Bergwald (Palni Hills, Western Ghats) und seine Beziehungen zum europäischen Neogen: 1-68, 4 Abb., 6 Taf., 2 Tab., 3 Append.
    Zusammenfassung
    Der südindische Shola ist ein humider Berg-Regenwald, z.T. immergrün, z.T. laubwerfend, der als Relikt aus dem Jungtertiär Europas in Indien gelten kann. Die Komposition des Waldtyps kann in verschiedenen fossilen Floren nachgewiesen werden – natürlich gemischt mit weiteren Vegetationseinheiten Asiens und Amerikas. Wichtige Taxa in beiden Floren, sowohl rezent als auch fossil, sind: Toddalia, Meliosma, Symplocos, Gordonia, Cinnamomum, Ilex, Turpinia, Chionanthes, Zanthoxylum, Lauraceen u.v.m..



Zeitschrift Documenta naturae, Band 161 (dn161-2007-1)

München 2007 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-161-4
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  • Nunez Vargas, C.A., Gregor, H.-J., Förther, H. & Necker, Ch.: Geologisch-paläontologische Untersuchungen im Tertiär und Quartär Zentral-Amerikas - VI. Eine Megaflora (Blätter) aus den neogenen Diatomiten von El Chato bei Palencia (Guatemala City, Mittel-Amerika): 1-27, 4 Abb., 4 Tab., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird die reiche subtropisch-tropisch geprägte Blattflora aus den mio-pliozänen Diatomiten von El Chato bei Palencia (NE Guatemala Ciudad) vorgestellt und kurz beschrieben. Es handelt sich um viele Blätter mit oft ähnlicher Blattstruktur, was eine eindeutige Bestimmung erschwert. Eindeutige Nachweise sind die Taxa Celtis und Quercus, während alle weiteren als „lauroid, ficoid, moroid“ usw. bezeichnet werden können. Alle Fossilien liegen als Abdrücke in weißem Diatomit vor.
  • Nunez Vargas, C.A. & Gregor, H.-J. & Förther, H.: Geologisch-paläontologische Untersuchungen im Tertiär und Quartär Zentral-Amerikas - VII. Annonopis winkleri nov. spec. (Annonaceae), eine Frucht aus den jungtertiären Diatomiten von Palencia (Guatemala City, Zentral-Amerika): 29-35, 1 Abb. 1 Taf.
  • Davila Arroyo, S.L., Nunez Vargas, C.A., Förther, H. & Gregor, H.-J.: Geologisch-paläontologische Untersuchungen im Tertiär und Quartär Zentral-Amerikas - VIII. Cyperaceen-Rhizome vom Lago Amatitlan: 37-47, 3 Abb., 2 Taf.




Zeitschrift Documenta naturae, Band 162 (dn162-2007-1)

München 2007 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-162-1
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  • Baier, J.: Die Auswurfprodukte des Ries-Impakts, Deutschland: 1-18, 4 Tab.
    Zusammenfassung
    Das Nördlinger Ries (Süddeutschland) stellt einen tertiären Impakt-Krater dar (Badenium, Mittleres Miozän), der vor ca. 14,3 - 14,5 Millionen Jahren gebildet wurde (SCHWARZ & LIPPOLT 2002, LAURENZI et al. 2003). Die vorliegende Arbeit gibt einen kurzen Überblick über die verschiedenen Auswurfprodukte (Suevit, Impaktschmelzfluss [„Roter Suevit“], Bunte Breccie, Polymikte Kristallinbreccien, Brockhorizont, Moldavite und Bentonite) des Meteoritenkraters und deren Deutung. Die unterschiedlichen Auswurfprodukte sowie deren Lagerungsverhältnisse geben Hinweise zur Kraterbildung und zum Auswurfmechanismus. Mehrere Befunde (z. B. Korngrößenverteilung, eingeregelte Komponenten, feinkörniger Basistuff, Entgasungskanäle) belegen, dass der Auswurfmechanismus des Auswurfsuevits dem eines pyroklastischen Stroms (Ignimbrit) gleicht. Die geochemische Zusammensetzung der Riesgläser („Flädle“) belegt, dass die mesozoischen Tonschiefer des Deckgebirges das Ausgangsgestein der Suevitgläser darstellt. Die chemische Variationsbreite der Tektite, die im Moldavit-Streufeld (Süd-Böhmen, West-Mähren, Eger Graben, Lausitz [Deutschland] sowie im Waldviertel [Niederösterreich]) gefunden wurden, lassen sich durch einen Schmelzvorgang mit einer unvollständigen Mischung der oberflächennahen, tertiären Sedimente erklären. Die Herkunft der Glastuffe und Glasaschen, die Bestandteile der niederbayerischen Bentonite (Obere Süßwassermolasse, tOS, nördliches Alpenvorland) sind, werden diskutiert. Diese Komponenten stellen ebenfalls Auswurfprodukte des Ries-Impakts dar. Die Gläser entstanden durch eine impaktbedingte Aufschmelzung mesozoischer Sandsteine.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 163 (dn163-2007-1)

München 2007 (1. Auflage)
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  • Lieven, U., Göttlinger, R., Horning, G., Sendzik, B.: Paläontologischer Arbeitskreis Bedburg - PAB: 1-7, 2 Abb., 2 Taf.
  • Lieven, U., Göttlinger, R., Horning, G., Sendzik, B.: Präparation fossiler Blätter in tonigen Sedimenten: 9-14
    Zusammenfassung
    Beschrieben werden Methoden zur Trocknung, Präparation und Konservierung fossiler Pflanzen in Tonen und Schluffen. Die Autoren haben in den letzten Jahren mehrere hundert Blätter in diesen Sedimenten präpariert und erläutern erprobte Methoden zur Bearbeitung dieser meist sehr empfindlichen Fossilien.
  • Lieven, U., Göttlinger, R., Horning, G., Sendzik, B.: Eine unterpliozäne Makro-Flora mit Vivianit-Imprägnierung aus dem Braunkohlen-Tagebau Hambach der RWE Power AG: 15-43, 4 Abb., 3 Tab., 7 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden Funde einer unterpliozänen Flora vorgestellt, die durch Vivianit-Ablagerungen blau eingefärbt sind. Die vorliegenden Blattspreiten und Blattnerven sind teilweise durch mikrokristallinen Vivianit ersetzt oder überdeckt. Eine Interpretation des Vivianit-Auftretens wird im Artikel ebenso voergenommen, wie die Bestimmung zahlreicher Pflanzenfossilien.
  • Gregor, H.-J., Lieven, U.: Durch Vivianit blau mineralisierte Wassernüsse (Trapa baasii) aus dem unteren Pliozän des Braunkohlen-Tagebaues Hambach: 45-55, 3 Taf.




Zeitschrift Documenta naturae, Band 164-1 (dn164-1-2007-1)

München 2007 (1. Auflage)
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  • Schütt, H.: Variabilität und Verbreitung der neogenen Gattung Melanosteira OPPENHEIM 1891 (Mollusca: Prosobranchia: Melanopsidae): 1-7, 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird ein Überblick zu sämtlichen bekannten Arten von Melanosteira OPPENHEIM 1891, einer Melanopside aus der Gruppe der Prosobranchier gegeben, wobei die meisten Taxa aus dem Pliozän von Griechenland stammen Eine neue Gastropodenfauna aus dem würmeiszeitlichen Löß von Bobingen bei Augsburg (Bayern) In der jetzt bereits wieder aufgelassenen Kiesgrube Lauter in Bobingen (Abb. 1A,B) wurden bereits 2006 Reste vom Mammut und eines Wildpferdes geborgen, Seltenheiten im Pleistozän der Augsburger Region. In den darüberliegenden Schichten gab es dann unerwartet reiche Funde von kleinen weissen Fossilien, einer Fauna aus Lößschnecken. Die zuerst als arm angesehen Fauna mit nur einer Art Succinea oblonga wurde mit Peroxid weitergeschlämmt und im Laufe der Verarbeitung kamen dann massenhaft Individuen auch noch weiterer Arten zum Vorschein. Alle Funde sind im Vortragsraum der Fa. Lauter ausgestellt und sollen später an verschiedenen Standorten als Wanderausstellung gezeigt werden. Die Fa. Lauter war stets hilfsbereit bei der Bergung der Fossilien und hatte großes Interesse am Fortgang der Forschung in ihrer Grube – unser herzlicher Dank dafür. Man sollte sich wegen eines Besuches unbedingt bei der Anmeldung oder im Sekretariat der Fa. Lauter Beton melden und um Erlaubnis bitten. Dort kann auch die genaue Fundstelle erfahren werden.
  • Fuhrmann, R. & Gregor, H.-J.: Eine neue Gastropodenfauna aus dem würmeiszeitlichen Löß von Bobingen bei Augsburg (Bayern): 9-12, 2 Abb., 1 Taf.
  • Gregor, H.-J.: Ein problematisches Fossil aus dem oberjurassischen Plattenkalk von Solnhofen (Bayern): 13-15, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus der Sammlung WIED (Bullbuck 9, Neuburg/Do.) liegt ein hervorragend erhaltenes Fossil vor, das wohl als einmalig zu bezeichnen ist. Es handelt sich um eine normale Plattenkalkausbildung mit einem großen Kalzitbrocken darin. Das Mineral ist in Form eines Herzens ausgebildet und völlig durchsichtig im Licht. Die gewöhnlichen Lumbricarien sind ja ebenfalls aus Kalzit, wie auch viele andere Fossilien aus Solnhofen-Eichstätt. Man könnte nun im ersten Moment denken, auch das vorliegende „Fossil“ sei nur ein Mineral, allerdings gibt die Form doch zu denken. Man muss wissen, daß hie und da Innereien von Tieren umgewandelt wurden, ob nun Weichteile von Tintenfischverwandten oder von Fischen. Natürlich ist es ohne weitere Anhaltspunkte, z.B. Fischschuppen oder ähnliches, nicht möglich, genaue Aussagen zum Fossil zu machen. In Frage kommt meines Erachtens nur das Eingeweide eines Fisches bzw. eines anderen Wirbeltieres, damit ist aber eine mögliche Bestimmung schon am Ende. Da das Stück einfach herrlich für eine Ausstellung geeignet ist, vor allem mit einem Licht-Strahler dahinter, soll es hier kurz mitgeteilt werden. Es war bereits bei der Ausstellung der schönen Fossilsammlung des Herrn WIED im Neuburger Schloss im Jahre 2005 ausgestellt gewesen und ich hoffe, daß es weiterhin in einer musealen Zurschaustellung unterkommt. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß ähnliche Gebilde, aber nicht so ausgeprägt, schon öfters in den Plattenkalken von Solnhofen und Eichstätt gefunden wurden.
  • Gregor, H.-J.: Bernstein – Mineral, Gestein oder was?: 17
  • Gregor, H.-J.: The Ries-Impact (Miocene, S-Germany) and its effect on the vegetation of the Suebian Alb and the Molasse Basin: 19-21, 1 Tab.
  • Gregor, H.-J.: Ein miozäner Eichenzweig aus dem Ober-Miozän von St. Bauzile in Süd-Frankreich: 23-27, 3 Abb., 1 Taf.
  • Heyng, A.M. & Gregor, H.-J. Ein lauroider Blattrest aus dem marinen Eozän von Rohrdorf im Chiemgau: 29-31, 2 Abb., 1 Taf.
  • Heyng, A.M.: Zwei Zähne des Riesenhaies Carcharocles auriculatus (BLAINVILLE) aus dem Spirka-Member der Adelholzen-Formation (Eozän) von Rohrdorf am Chiemsee (Süddeutschland): 33-35, 1 Taf.




Zeitschrift Documenta naturae, Band 164-2 (dn164-2-2011-1)

München 2011 (1. Auflage)
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  • Gregor, H.-J.: Treibhölzer im marinen Jura der Schwäbisch-Fränkischen Alb: 1-13, 4 Taf.
  • Berndt, H.-J., Gregor, H.-J. & Heyng, A.M.: Eine pyritisierte Palmfrucht aus dem eozänen Schwarzmergel (Spirka Member) des Rohrdorfer Zementwerkes am Chiemsee: 15-21, 1 Taf.
  • Gregor, H.-J.: Mögliche Nachweise von Nipa und Pandanus (Monocotyledoneae) in der Aachener Oberkreide: 23-29, 2 Taf.
  • Gregor, H.-J.: Bemerkungen  zur Gattung Cypselites HEER und einer neuen Zuordnung zu Nerium oleander: 31-35, 1 Taf.
  • Gregor, H.-J.: Bemerkungen  zum Vorkommen von  Diospyros-Früchten im mitteleuropäischen Tertiär: 37-38, 2 Abb.
  • Gregor, H.-J.: Jungtertiäre Pflanzenfossilien vom Braunkohletagebau Neyveli in Süd-Indien: 39-43, 3 Abb., 1 Taf.
  • Gregor, H.-J.: Pflanzliche Großreste aus dem grünen Sandstein (Eozän, Flysch) vom Grünten bei Sonthofen/Allgäu: 45-47, 1 Taf.
  • Salvermoser, S. & Gregor, H.-J.: Erstnachweis von fossilen Blättern des Laichkrautes in Bayern – Potamogeton natans foss. im Holozän  von Augsburg: 49-61, 3 Abb., 3 Taf.
  • Granzer, G.: Riesen-Sandstein-Kugeln aus Flyschsedimenten von Allhartsberg und aus Melker Sanden (Niederösterreich): 67-73, 1 Taf.



 


Zeitschrift Documenta naturae, Band 165 (dn165-2007-1)

München 2007 (1. Auflage)
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  • Schmidt, D. & Ackermann, D.: Zum Gedenken an G.G. FECHNER (Einführung): 1-2
  • Kohring, R. & Schneider, S.: Glenn Gunnar FECHNER (1955-2006): Nachruf auf einen kritischen Wissenschaftler: 3-24, 2 Abb., 3 Fotos
  • Gregor, H.-J.: In memoriam GLENN FECHNER (1955-2006): 25-28, 5 Fotos
  • Zils, W. & Werner, C.: Dr. Glenn G. Fechner, ein begeisterter Vertreter des Natzsportes: 29-43, 9 Abb.
    Zusammenfassung
    Mit einem knappen Abriss des Evolutionsverlaufs des Natzsports am Paläontologischen Institut der Freien Universität Berlin gedenken wir des unerwartet verstorbenen Natzers Dr. Glenn G. Fechner (1955 - 2006), der die dynamische und rasche Evolution dieses für die Paläontologie der FU Berlin so charakteristischen Institutssportes gepaart mit eindrucksvoller Begeisterung durch seine beharrliche Aktivität entscheidend förderte.
  • Schmidt, D. & Ackermann, D.: Koprolithen der Grube Messel bei Darmstadt (Mitteleozän, Lutetium) - ein Projekt mit G.G. FECHNER: 45-73, 6 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Ca. 500 Koprolithen der Messel-Grabungen des Senckenberg-Museums von 1978/79 werden halbquantitativ mineralogisch, morphologisch, mit Schlämminhalten und palynologisch untersucht. 18 % des Materials unterscheiden sich durch eine dichtere Phosphatisierung, sie sind härter und schwerer und werden hier als Kollophan-Varität von Ca-(F)- Apatit bezeichnet. Die meisten anderen Koprolithen zeigen eine dünne Außenhülle von Siderit, die als Reaktionssaum des Faeces mit der Umgebung interpretiert wird und eine überwiegend körperliche Erhaltung bedingt. Nach Gestalt, Umriss und anderen Kriterien werden 10 Morphotypen unterschieden, die in VIII Morphogruppen zusammengefasst sind. Nur die wenigen heteropolaren Exemplare, meist mit Oberflächenstrukturen, werden als Inkremente interpretiert. Etwa 39 % der Koprolithen wurden einer Schlämmanalyse unterzogen. Die identifizierbaren Fraßreste zeigen ein Überwiegen von Atractosteus (60 %) gegenüber Cyclurus (29 %), dazu treten 9 % Perciden und sehr wenige unsichere Krokodilier-Zähne. Verglichen mit den Körperfossilien, die zur gleichen Zeit in denselben Grabungsstellen geborgen wurden, ist das Verhältnis von Atractosteus zu Cyclurus fast umgekehrt. 60 % der ausgelesenen Schlämmrückstände wurden palynologisch aufbereitet und untersucht. Es fanden sich keine eindeutigen Palynomorpha, aber Amorphogen und nicht näher bestimmbare Pflanzenreste, die insgesamt in 10 unterschiedliche Kategorien unterteilt wurden. Klare Zusammenhänge mit der Mineralogie, den Morphotypen oder den Schlämminhalten lassen sich leider nicht nachweisen.
    Abstract
    About 500 coprolites of the Senckenberg Museums campaigns in Messel (1978 / 79) are analysed semi-quantitatively in respect to mineralogy, morphology, sieving contents and palynology. 18 % of the coprolites show a markedly denser and harder phosphoritisation which is called here the collophane variety of Ca-(F)-apatite. Often the coprolites are covered by a thin siderite envelope which is interpreted as a reaction zone between the feces and the environment. Presumeably, this caused in most cases a non-flattened preservation of the material. The form, spiral winding and other morphological criterias lead to 10 morphotypes which are summarized in VIII morphogroups. Only the few heteropolar forms which often show surficial striae are interpreted as increments. Ca. 39 % of the coprolites were analysed by sieving. Identifiable food remnants are composed mostly by Atractosteus (60 %), only 29 % by Cyclurus, 9 % by Percidae and a very small number seems to be of crocodilian origin. Compared with data of fossil fish found at the same times and places, the relationsship between Atractosteus and Cyclurus is almost inverse. 60 % of the sieving remnants were analysed palynologically. No identifiable palynomorpha were found, but amorphogenous matter and not identifiable plant remnants could be subdivided in 10 categories. Unfortunately, none of these has a clear relation to mineralogy, morphotypes or sieving contents.
  • Schlüter, T.: The Role of UNESCO and IGCP in Capacity Building of African Geoscientists: 79-81
    Abstract
    UNESCO’s Programme in Earth Sciences is part of the Division of Ecological and Earth Sciences and located with its Headquarters in Paris. Regional Offices where specifically in the Earth Sciences activities are mandated include those of Jakarta (Indonesia, SE Asia), Montevideo (Uruguay, Latin America), Cairo (Egypt, Northern Africa and Middle East) and Nairobi (Kenya, sub-Saharan Africa). The annual regular budget of the Earth Sciences Programme covers for the current financial biennium (2006-2007) less than US $ 1 million, of which about 10% are decentralized to sub-Saharan Africa. However, some of UNESCO's activities in Africa can be approached directly in the Headquarters in Paris. Research and training activities in UNESCO’s Earth Sciences Programme have focused on promoting resource development, environmental protection and land-use planning, including waste disposal and (till 2004 only!) natural disaster reduction. The international Geological Correlation Programme (IGCP - which recently changed its name to International Geoscience Programme), remains the major instrument of UNESCO's contribution to comparative studies in Earth Sciences, including the history of the Earth and its geological heritage. Activities implemented in cooperation with the International Union of Geological Sciences (IUGS) and other international geoscientific programmes have resulted in the production of thematic geological maps, postgraduate training in the Earth Sciences, implementation of research projects, and applications in remote sensing and geodata handling, climate change and industrial pollution. Within the framework of the International Decade for natural Disaster Reduction (IDNDR), guidelines and other awareness-building brochures were also prepared on disaster prevention, preparedness and mitigation.
  • Schlüter, T. & Davies, T.C.: Geological Training and Education at African Universities: 83-86
    Abstract
    Geological training and education in Africa are currently in a crisis. The continent has been plagued in the last decades by instability, including military coups, civil wars and periods of economic stagnation. As a consequence, stress in living in the continent’s domestic and occupational scenes has also led to deficiencies in the basic geo¬logy/geosciences graduates and inequalities in teaching resources and research facilities, including staffing, curriculum development, fieldwork and library facilities and student attitude.
  • Schlüter, T. & Kohring, R.: Das Geologische Museum von Maputo (Mozambik): 87-91, 1 Taf.
  • Kohring, R. & Schlüter, T.: Südafrikanische Cycadeen: Besuch in einem echten „Jurassic Park“. Glenn Fechner gewidmet, der die Pflanzen so liebte: 93-97, 1 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Wer in triassischen und jurassischen Gesteinen nach Pflanzenresten sucht, kennt die farnartigen Blätter der Cycadeen, der Palmfarne. Die Gruppe ist heute nur noch unbedeutend und in ihrem natürlichen Vorkommen auf die Südhalbkugel beschränkt. In Südafrika läßt ein Cycadeenwald ahnen, wie es einst im Mesozoikum aussah: Es ist ein Besuch in einem echten „Jurassic Park“. Cycadeen (= Palmfarne) sind Landpflanzen, die im Verlauf des Mesozoikums eine besonders große Diversität erreichten und auch auf vielen Rekonstruktionen von Landwirbeltieren jener Zeit den paläobotanischen Hintergrund darstellen. Sie können geradezu als Charakterpflanzen der Trias und vor allem des Jura gelten. Im Verlauf des späteren Mesozoikums haben die Cycadeen jedoch ihre Bedeutung allmählich verloren und mußten neu entstandenen Gruppen, vor allem vermutlich den frühen Angiospermen, weichen. Obgleich Palmfarne (wie der Name andeutet) sowohl den echten Baumfarnen als auch Palmen äußerlich ähneln, repräsentieren sie doch eine ganz eigenständige Gruppe innerhalb der Samenpflanzen und werden dort den Gymnospermen zugeordnet (STRASBURGER 1983). Die Klasse der Cycadatae wird in zwei Ordnungen aufgeteilt. Zu der ersten, den Nilssoniales, zählt die be¬kannte Gattung Nilssonia, die im süddeutschen Rhätolias (z.B. von Coburg, Burgpreppach oder Unterschreez) recht häufig ist. Die Gruppe ist allerdings inzwischen ausgestorben. Die zweite Ordnung sind die eigentlichen Cycadales oder einfach Cycadeen, die bis heute vorkommen (STEWART 1983). Cycadites rectangularis und C. rumpfii aus dem Rhätolias sowie die im Mesozoikum weitverbreitete Gattung Pterophyllum gehören zum Beispiel dazu. Rezent gibt es etwa noch 160 verschiedene Cycadeen-Arten, die sich auf 4 Familien und 11 Gattungen verteilen (GOODE 1993), mit einem Verbreitungsschwerpunkt im südöstlichen Afrika, wo mindestens 30 Arten vorkommen. Viele von diesen sind ausgesprochen gefährdet und meist nur in wenigen Exemplaren nachgewiesen. Ganz generell ist das Vorkommen der rezenten Cycadeen gewöhnlich auf kleine Refugien beschränkt. Cycadeen sind typische Gondwana-Pflanzen, wie sich aus dem Verbreitungsmuster der rezenten Arten leicht ablesen lässt. Die Gattung Encephalartos ist ausschließlich in Afrika zu finden, enthält aber mit etwa 50 beschriebenen Arten die offensichtlich erfolgreichste Gruppe der rezenten Cycadeen. Auch die Modjadji-Cycadee gehört dieser Gattung an. Wer fossile Cycadeen, etwa aus dem Buntsandstein, dem Keuper, oder dem Oberjura sammelt, wird vielleicht zum besseren Verständnis seiner Fundstücke Rezentvergleiche in Gewächshäusern unserer Botanischen Gärten vornehmen wollen. Hier findet man jedoch normalerweise nur kleinere und vereinzelt stehende Exemplare. Größere Ansammlungen dieser schönen Pflanzen sind eher selten. Im Zentrum von Nord-Transvaal in der heutigen Provinz Mpumalanga in Südafrika ist in einem Naturreservat unweit der Stadt Tzanaane ein kleiner Wald erhalten geblieben, der praktisch ausschließlich aus meterhohen Cycadeen besteht, jedoch in vielen Reiseführern Südafrikas keinerlei Erwähnung findet - nicht einmal in dem von SYCHOLDT verfassten ausführlichen Buch „Reiseführer Natur Südliches Afrika” (1995). Dieser einmalige Park, der für Botaniker wie Paläontologen gleichermaßen interessant ist, soll in diesem Artikel vorgestellt werden (vergl. VERDOORN 1956, BLEY & KÖNIG 1989).
  • Schlüter, T. & Kohring, R.: The Hidden Secrets of Tanzanian Phosphates: 99-103, 1 Abb., 1 Taf.
    Abstract
    Phosphate rock is generally a term used to describe mineral assemblages that occur naturally with a high concentration of phosphate minerals, hosting exploitable materials for fertilizer. Africa possesses the world's largest phosphate rock reserves (approximately 70%), but these are mostly concentrated along a belt ranging from Egypt via Tunisia, Algeria, Morocco, Western Sahara to Senegal and Togo. East Africa is comparatively poorly endowed, but one exceptional site is located at the eastern shore of Lake Manyara and has contributed in the1980s and early 1990s as a deposit of exploitable reserves for fertilizer: Minjingu.
  • Schlüter, T.: Scarcity of Jurassic Insects in Gondwana - Why are they hidden?: 105-110, 5 Abb.
    Abstract
    The Jurassic of Gondwana has yielded only very few fossil insects, altogether less than 20 described species from South America, Africa, Australia, India and Antarctica are known. Extensive flood basalts and desert landscapes in wide regions during this period may largely account for the scarcity of fossil insects, but possibly an assumed trend of miniaturization of insects, due to the predominance of carnivorous pterosaurs and dinosaurs during Jurassic, may have led to a bias of exploration yet done.
  • Fechner, G.G. & Gregor, H.-J.: Mikroskopisch-algologische Untersuchungen problematischer Brunnen mit Hilfe von Wasser- und Sedimentroben auf der Grabung Quedlinburg (Sachsen-Anhalt): 111-127, 3 Abb., 1 Tab., 2 Taf.
  • Tagung – Symposium 2007: „Natural History Museums and Institutions in the 21st century: impact on our common future“; Gewidmet dem großen Naturforscher Georges Louis Leclerc Buffon(7.9.1707-16.4.1788): 135-140



Zeitschrift Documenta naturae, Band 166 (dn166-2007-1)

München 2007 (1. Auflage)
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Kahlert, E. & Rüffle, L.: Leguminosenblätter des Geiseltales (Eozän, Sachsen-Anhalt) und ihre Beziehungen zum Alttertiär Nordamerikas: 1-33, 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Blätter von fünf Leguminosen-Arten aus dem Geiseltal werden mit Eozän-Arten des amerikanischen Kontinents verglichen. Anzeichen zum Klimacharakter im Alttertiär werden diskutiert.





Zeitschrift Documenta naturae, Band 167 (dn167-2008-1)

München 2008 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-167-6
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Huber, P. & Pavlicek, P.: Ratká, eine obermiozäne (Sarmatium) Fundstelle für Hölzer und Rhizome in Ungarn: 1-19, 8 Abb., 1 Tab., 20 Fig.
    Zusammenfassung
    Es werden Fakten zur geologischen Erforschung des Gebietes um Ratká, Mad und Tallya vorgelegt. Der Abbau betraf Limnoquarzite, deren Fossilinhalt hier beschrieben wird (Kieselhölzer, Poaceen- bzw. Cyperaceen-Reste).
  • Gregor, H.-J.: Rhizocaulon huberi nov. spec., Rhizome von Poaceen/Cyperaceen aus dem Obermiozän von Ratká (Ungarn, Sarmatium): 21-49, 1 Abb., 10 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine neue Art von Rhizomen mit ausgewachsenen Halmresten beschrieben – Rhizocaulon huberi – die aus dem limnischen Süßwasserquarzit bzw. –opal von Ratká in Ungarn stammen. Sie belegen eine Riedfazies um den miozänen (Sarmat) See des damaligen Vulkangebietes.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 168 (dn168-2008-1)

München 2008 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-168-3
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  • Baier, J.: Über die Tertiärbildungen im Ulmer Raum: 1-31, 2 Abb., 2 Tab., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Stadt Ulm befindet sich am Nordrand des nordalpinen Molassebeckens. Die vorlie-gende Abhandlung beschreibt die tertiäre Geologie des Ulmer Raums. Es werden dabei folgende Themen behandelt: Alttertiär (z. B. Bohnerz), Untere Süßwassermo-lasse, Obere Meeresmolasse (z. B. Erminger Turritellenplatte), Obere Brackwasser-molasse (z. B. Grimmelfingen Schichten), Obere Süßwassermolasse, Uracher Vul-kangebiet, Nördlinger Ries Impakt-Krater, Steinheimer Becken sowie die postmolassische Zeit.




Zeitschrift Documenta naturae, Band 169 (dn169-2008-1)

München 2008 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-169-0
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Malchow, C.-P.: Gymnospermenhölzer aus dem Dänischen Moler: 1-27, 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Am Hanklit auf der Insel Mors im Limfjord in Nordjütland/Dänemark wurden in den Jahren 2003 – 2005 an einem küstennahen Riff neben Holzresten in Konkretionen von Zementgestein drei intuskrustierte Ast- bzw. Stammstücke aus dem Paläozän/Eozän geborgen. Es handelt sich um Treibhölzer, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus küstennahen Waldbeständen der nordskandinavischen Halbinsel stammen. Nach holzanatomischen Untersuchungen werden die Hölzer als emendiertes Taxodioxylon metasequoianum SCHÖNFELD, Podocarpoxylon hanklitianum nov. spec und Juniperoxylon pottoniense (STOPES) KRÄUSEL bestimmt.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 170 (dn170-2008-1)

München 2008 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-170-6
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  • Gregor, H.-J., Achtelig, M. & Jäger, M.: Zoologische und Botanische Funde im jüngeren Holozän des Brackwasserbereiches bei Cabras (Oristano, West-Sardinien, Italien): 1-17, 3 Abb., 3 Tab., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus den westlichen Brackwasserbecken Sardiniens werden eine Molluskenfauna und Serpuliden-Bioherme (Ficopomatus enigmaticus) aus grauen Silten und Schlicken mitgeteilt, zusammen mit Resten von Seebällen (Posidonia oceanica) und Bulben der Strandsimse Bolboschoenus maritimus. Am Stagno de Cabras kommt zusätzlich dazu noch archäologisches Fundgut in Form von Scherben vor, die das Alter der Ablagerungen auf Jüngeres Holozän (vor mehr als 2000 Jahren) einengt. Früher müssen die Brackwasserseen eine deutliche Verbindung mit dem Meer gehabt haben, wie die Befunde zeigen. Die heutige Vegetation ist vollkommen anders und besteht meist aus Arthrocnemum-Beständen.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 171 (dn171-2008-1)

München 2008 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-171-3
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  • Winterscheid, H. & Gregor, H.-J.: Eine Megaflora aus dem „Rupelton“ (Unteroligozän) von Wiesloch bei Heidelberg (Baden-Württemberg): 1-171, 2 Tab., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus der „Grube Unterfeld“ bei Wiesloch-Frauenweiler (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland) wird eine Blatt-Flora mitgeteilt, die aus den marinen „Fischschiefer“ (Unteroligozän, Rupelium) stammt. Hervorzuheben sind in der Komposition drei Koniferen-Taxa, wobei Pinus mit Nadelblättern, Zapfenabdrücke und Samen vorherrschen, sowie zwei Palmen-Arten. Die dominanten dicotylen Blätter sind insgesamt stark inkohlt, z. T. gagatisiert, und dementsprechend schwer bestimmbar. Sie gehören zu den Fagaceen, Juglandaceen, Lauraceen, Myricaceen und Magnoliophyta indet. Die Flora passt sehr gut zu allen anderen oligozänen Megafloren Europas, die durch ein warm-gemäßigtes Cfa-Klima (sensu KÖPPEN) gekennzeichnet sind. Wichtig erscheint die Flora, weil sie in marinen, gut datierbaren Sedimenten vorkommt.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 172 (dn172-2008-1)

München 2008 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-172-0
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Baier, J.: Zur Herkunft der Suevit-Grundmasse des Ries Impakt-Kraters: 1-11, 1 Tab., 1 Tab.
    Zusammenfassung
    Das Nördlinger Ries (Süddeutschland) stellt einen tertiären Impakt-Krater dar, der vor ca. 14,3 - 14,5 Millionen Jahren gebildet wurde. Die mineralogische Zusammensetzung der Suevit-Grundmasse belegt, dass die mesozoischen Ablagerungen des Deckgebirges das Ausgangsgestein waren. Dieser Befund steht im Einklang mit den Arbeiten von GRAUP (1999) und BAIER (2007), die gezeigt haben, dass die impaktbedingten Schmelzen ebenso aus den Ablagerungen des Deckgebirges gebildet wurden. Aufgrund der mineralogischen Befunde lassen sich zwei Alterationsphasen in der Suevit-Grundmasse unterscheiden: 1. Phase: Impaktbedingte hydrothermale Phase, die sehr kurzzeitig war (vgl. GRAUP 1999, BAIER 2007) und alle Suevitvorkommen betrifft. 2. Phase: Sekundäre Überprägung der Suevit-Vorkommen (Krater-Suevit), die vom postriesischen See überlagert wurden.
  • Gregor, H.-J.: Die Lebewelt (Flora und Fauna) des Jungtertiärs in Süddeutschland unter Berücksichtigung der Meteoriteneinschläge (Ries und Steinheim): 13-29, 3 Abb., 1 Tab.
    Zusammenfassung
    Es wird ein kleiner Überblick zur Flora und Fauna der Oberen Süßwassermolasse gegeben, um dem Laien die Möglichkeit zu geben, sich über Ökologie und Klima sowie einiger Probleme bei den Rekonstruktionen zu informieren. Die jüngere Molasse wird mit ihren Äquivalenten, den Ablagerungen aus Ries- und Steinheimer Becken gesehen.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 173 (dn173-2009-1)

München 2009 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-173-7
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Baier, J.: Die Geologie des Ulmer Raums: 1-44, 2 Abb., 4 Tab., 6 Taf.
    Zusammenfassung 
    In dieser Arbeit wird die Geologie des Ulmer Raums (SW-Deutschland) vorgestellt, die sich vereinfacht wie folgt aufbaut: Die oberjurassischen Kalke der Mittleren Schwäbischen Alb werden zum Teil von tertiären Ablagerungen der nordalpinen Molassebeckens überlagert. Südlich der Donau werden diese von glazialen Sedimenten überlagert. Die oberjurassischen Kalke werden im ersten Kapitel vorgestellt (Biostratigraphie, Fazies, Mineralogie). Nachdem sich das Jurameer zurückgezogen hatte, setzte eine intensive chemische Verwitterung unter tropischen Bedingungen ein (Kreide und Alttertiär) und entfernte die anstehenden oberjurassischen Gesteine (überwiegend Gesteine aus dem Tithonium sowie des Ober-Kimmeridgium). Die roten Bolustone und Bohnerze stellen bekannte Relikte aus dieser Zeit dar. Im Oligozän und Miozän wurden im Ulmer Raum Sedimente des nordalpinen Molassebeckens abgelagert, die sich in folgende Schichtpakete untergliedern lassen: Untere Süßwassermolasse (tUS), Obere Meeres-molasse (tOM; z. B. Erminger Turritellenplatte), Brackwassermolasse (tBM; z. B. Grimmelfingen Schichten) und Obere Süßwassermolasse (tOS). Das Mittlere Miozän ist darüber hinaus durch die vulkanischen Aktivitäten des Uracher Vulkangebiets (z. B. phreatomagmatische Tuffe, Olivinmelilithite, „Böttinger Marmor“) sowie der beiden Impakts auf der Ostalb (Nördlinger Ries Impakt-Krater und Steinheimer Becken) geprägt. Nachdem die Molassesedimente abgelagert waren, tiefte sich die Donau mit ihren Nebenflüssen in die anstehenden Sedimente ein und verursachte eine tiefreichende Verkarstung (besonders während des späten Tertiärs und frühen Pleistozäns). Spaltenfüllungen stellen eine wichtige Informationsquelle für die Landschaftsgeschiche dar.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 174 (dn174-2009-1)

München 2009 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-174-4
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Uenze, H.P.: Die Roseninsel im Starnberger See in vorrömischer Zeit – ein archäologisch-historischer Überblick: 1-6
    Zusammenfassung 
    Die frühesten menschlichen Besiedlungszeugnisse von der Roseninsel stammen aus der Jungsteinzeit. Doch handelt es sich dabei um wenige Einzelstücke, die vermutlich als Hinterlassenschaften von Fischern zu deuten sind. Aus späteren Epochen gibt es jedoch drei Zeitabschnitte mit zahlreichen Siedlungsfunden: die ausgehende Frühbronzezeit (um 1500 v. Chr.), die mittlere und späte Phase der Urnenfelderzeit (um 1100-900 v. Chr.) und die Frühlatènezeit (500-400 v. Chr.). Da die Roseninsel zu klein ist, um eine größere Menschengruppe dort ihre Nahrung finden zu lassen und das nahe gelegene Festland für Ackerbau untauglich ist, muss es sich bei diesen Siedlungsphasen um Schutzsiedlungen in unsicheren Zeiten gehandelt haben, in etwa vergleichbar den befestigten Höhensiedlungen in anderen Regionen.
  • Pflederer, T.: Eisenzeitliche Konstruktionsbefunde im Feuchtareal der Roseninsel im Starnberger See: 7-13, 4 Abb.
    Zusammenfassung 
    Unterwasserarchäologische Untersuchungen der Bayerischen Gesellschaft für Unterwasserarchäologie e. V. führten in den Jahren 2005 bis 2007 zur Dokumentation von eisenzeitlichen Konstruktionshölzern vor der Nordostspitze der Roseninsel im Starnberger See (Gde. Feldafing, Lkr. Starnberg a. See). Bauelemente der späthallstatt- und frühlatènezeitlichen Hölzer erinnern an sog. „Schwellbalkenkonstruktionen“. Vergleichbare Befundsituationen mit der beschriebenen Zeitstellung sind aus den Seeufersiedlungen des zirkumalpinen Raums bislang nur vereinzelt nachweisbar. Während die bislang dokumentierten Hölzer ohne Schichtzusammenhang an ufernahe Spülvorgänge erinnerten, konnten 2007 erstmals eisenzeitliche in-situ-Befunde in Form einer inselnahen Palisade erfasst werden.
  • Gregor, H.-J.: Die Roseninsel im Starnberger See und ihre archäobotanischen Befunde: 15-20, 3 Tab.
    Zusammenfassung 
    Auf der NE-Spitze der Roseninsel genommene Unterwasserproben ergaben über einer nur Mollusken- und Ostrakoden-führenden Schicht erste Anzeichen menschlicher Besiedlung. In den hangenden fusitreichen Schichten wurde eine reiche Auswahl von Diasporen gefunden, darunter Hasel, Holler, Brom- und Himbeeren sowie Schlehe. Typisch menschlichen Anbau verraten Gerste, Weizen und Rispenhirse mit diversen Ackerunkräutern. Seltene Begleiter sind Eiche, Apfel, Weißdorn und Hartriegel. Armleuchteralgen waren durchlaufend vorhanden, da das Sediment als Seekreide ausgebildet war. Sauergräser, Laichkräuter und andere Wasserpflanzen sowie Randbesiedler wie Hahnenfuß ergänzen das Bild einer ehemaligen Vegetation zur Eisenzeit.
  • Knipping, M.: Die Roseninsel im Starnberger See und ihre pollenanalytischen Befunde: 21-27, 1 Tab., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Im Kontext mit unterwasserarchäologische Untersuchungen von eisenzeitlichen Konstruktionshölzern vor der Nordostspitze der Roseninsel im Starnberger See wurden 3 Sedimentproben pollenanalytisch untersucht. Eine Probe unterhalb der archäologischen Schicht weist eine deutliche Dominanz von Pinus-Pollen auf und datiert in das Spätglazial oder frühe Holozän. Viele verkohlte Pflanzenreste und verschiedene Siedlungszeiger charakterisieren zwei Proben aus den Kulturschichten. Die Zurückdrängung der ursprünglich weiter verbreiteten Buche und ein vermehrtes Vorkommen von Kiefern, Birken und lichtliebenden Kräutern und Gräsern sind auf anthropogene Eingriffe zurückzuführen.
  • Fuhrmann, R.: Die Mollusken- und Ostrakodenfauna des eisenzeitlichen Fundplatzes an der Roseninsel im Starnberger See: 29-33, 2 Tab.
    Zusammenfassung 
    In der geringmächtigen Schichtenfolge des subaquatischen eisenzeitlichen Fundplatzes an der Roseninsel im Starnberger See wurden 26 Mollusken- und 17 Ostrakodenarten gefunden. Die markanten Unterschiede im Artenbestand der einzelnen Schichten sprechen für nur geringe postsedimentäre Störungen. Sowohl die Mollusken als auch die Ostrakoden belegen die uferferne inselartige Lage des Fundplatzes. Das zeitweilige Vorkommen der Ostrakodenart Fabaeformiscandona lozeki weist auf Wasserstandsschwankungen hin. Besonders bedeutungsvoll ist der Nachweis von Dreissena polymorpha. Wahrscheinlich hat die an der jungneolithischen Pfahlbausiedlung bei Kempfenhausen nachgewiesene mittelholozäne Besiedlung des Starnberger Sees durch diese Art bis in die Eisenzeit angedauert.




Zeitschrift Documenta naturae, Band 175 (dn175-2009-1)

München 2009 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-175-1
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Seehuber, U.: Litho- und biostratigraphische Untersuchungen in der Oberen Süßwassermolasse in der Umgebung von Kirchheim in Schwaben: 1-355, 48 Abb., 6 Tab., 24 Taf., Append.
    Zusammenfassung
    In der vorliegenden Dissertationsarbeit werden aus der Umgebung des Marktes Kirchheim in Schwaben (Bayern) mehrere, bisher größtenteils unpublizierte Fossilfundorte aus den Sedimenten der Oberen Süßwassermolasse (OSM) vorgestellt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die fossilen Säugerreste dieser Fundstellen gerichtet, welche bestimmt, beschrieben und biostratigraphisch ausgewertet worden sind. Überdies sind auch die fossilen Floren des Arbeitsgebietes nach biostratigraphischen Gesichtspunkten untersucht worden. Um möglichst viele stratigraphisch relevante Daten zusammen zu tragen, sind zusätzlich lithostratigraphische Methoden angewendet worden. So wurden an allen Fossilfundorten Sedimentproben entnommen und auf ihren Schwermineralgehalt untersucht, um eventuell eine Zuordnung zu einem bestimmten Schüttungssystem nachzuweisen. An drei Aufschlüssen konnte auch eine Geröllanalyse vorgenommen werden. Darüber hinaus ist bei der Lokalität Hohenraunau der Brockhorizont vorhanden, der innerhalb der Oberen Süßwassermolasse als Leithorizont verwendet werden kann und somit für eine stratigraphische Einstufung von großer Bedeutung ist. Unter Berücksichtigung aller bio- und lithostratigraphischen Befunde sind für die einzelnen Fossilfundorte Alterseinstufungen durchgeführt worden. So besitzt die Fundstelle Burg-Balzhausen als einzige präriesisches Alter (Säugerzone MN 5). Die nächst jüngere Lokalität stellt Hohenraunau dar. Da bisher alle oberhalb des Brockhorizontes aufgefundenen Faunen der MN 6 zuzurechnen sind, ist dies wohl auch bei Hohenraunau der Fall. Die Faunen der Fundstellen Kirrberg-Sandgrube, Kirrberg-Tongrube und Derndorf können eindeutig der Säugerzone MN 6 zugeordnet werden. Die Lokalität Kirrberg-Tongrube lieferte eine Kleinsäugerfauna, die der mittleren bis höchsten MN 6 zugerechnet werden kann. Damit konnte in der bayerischen OSM erstmals eine Fauna dieses Zeitabschnittes nachgewiesen werden. Auch die Fauna der Fundstelle Eppishausen repräsentiert offensichtlich einen Zeitabschnitt innerhalb der OSM-Sedimentation (Übergangsbereich MN 6 / MN 7), der bisher in Bayern noch nicht belegt werden konnte. Eindeutig in die Säugerzone MN 8 kann die Fauna von Mörgen gestellt werden, die zahlreiche sehr interessante Säugernachweise geliefert hat. Abschließend sind einige Anmerkungen zur „Hiatus“-Diskussion sowie zur Beckenanalyse angeführt.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 176 (dn176-2009-1)

München 2009 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-176-8
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Gregor, H.-J. & Knipping, M.: Neue Befunde zu den würmeiszeitlichen Ablagerungen in der Kiesgrube der Fa. LAUTER Beton (Bobingen, Landkreis Augsburg) - Palynomorphen in einem Auensediment mit kurzfristigem Bestand: 1-13, 1 Tab., 2 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus jungpleistozänen grauen siltigen Tonen aus der Lößgrube Bobingen werden diverse Palynomorphen mitgeteilt: Angiospermen wie Ranunculus batrachium-Typ, Myriophyllum spicatum, Grünalgen wie Pediastrum und Botryococcus, sowie der Farn Botrychium. Die Reste erlauben die Aussage, dass zur Zeit des Mittelwürm (evtl. schon Oberwürm, Lumineszenz-Datierung) evtl. kurzfristig dauernde Auensedimente abgelagert wurden, die auf offene Wasserflächen ohne Bewaldung in der Nähe hindeuten. Eingelagerte Rhizosolenien etwas tiefer im Profil können als Reste tiefwurzelnder Pflanzen interpretiert werden. Unterlagert wird das graue Sediment von eisenschüssigen Kiesen, überlagert von gastropodenführenden Lössen (Oberwürm).



Zeitschrift Documenta naturae, Band 177 (dn177-2009-1)

München 2009 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-177-5
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Schlüter, T., Werner, C., Zils, W. & Muhongo, S.: Saidi (Samson) Kapilima (1953 – 2007): 3-12, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Leben und Werk des tansanischen Geologen und Paläontologen Saidi (Samson) Kapilima (1953-2007) werden beschrieben. Nach seinem Master of Science (M. Sc.) an der Ile Ife Universität in Nigeria wurde er im Jahr 1984 an der Technischen Universität Berlin zum Dr. rer. nat. promoviert. Sein wissenschaftliches Werk umfasst etwa 30 Titel, in denen er sich vor allem verschiedenen Aspekten der Sedimentologie, Biostratigraphie und Paläontologie des tansanischen Küstenstreifens widmete, aber auch die erdgashaltigen Gesteine der der Küste vorgelagerten Insel Songo Songo untersuchte und die Umweltverhältnisse während der Exploration bewertete. In seinen letzten Jahren war Saidi (Samson) Kapilima ein gesuchter Partner für geowissenschaftliche Projekte, die von Forschern aus westlichen Ländern in Tansania durchgeführt werden sollten (z.B. in Tendaguru und im Rukwa Rift Valley).
  • Schlüter, T. & Kohring, R.: Auf der Suche nach den Anfängen: der Wirbeltier-Paläontologe Robert Broom (1866-1951): 13-25, 5 Abb.
    Zusammenfassung
    Das Lebenswerk des in Schottland geborenen Wirbeltier-Paläontologen Robert Broom wird dargestellt und beschrieben. Nach Abschluss seines naturwissenschaftlichen Studiums an der Universität von Glasgow qualifizierte er sich weiter in der Medizin und arbeitete in diesem Beruf praktisch sein Leben lang als wichtigster Einkommensquelle für die Finanzierung seiner paläontologischen und weiteren Hobbys. Er lebte von 1892 bis 1896 in Australien, emigrierte dann nach Südafrika, wo er ebenfalls bis 1903 als Arzt arbeitete, aber schließlich an der Universität von Stellenbosch bei Kapstadt eine Professur für Zoologie und Geologie erhielt, die er jedoch nur bis 1910 bekleidete, als er dieses Amt im Streit mit der Universitäts-Verwaltung aufgab. Nach verschiedenen Aufenthalten in London und New York kehrte er schließlich 1916 nach Südafrika zurück, um dort als Landarzt in der Kleinstadt Douglas in Griqualand zu arbeiten, wo er zeitweise auch den Posten eines Bürgermeisters innehatte. Während all dieser Jahre hatte er sich vor allem mit den Ursprüngen der Säugetiere beschäftigt und dazu die reichen oberpaläozoischen Ablagerungen in der Karoo untersucht. Seit Anfang der dreißiger Jahre beschäftigte ihn vor allem ein weiteres Thema, nämlich die Funde früher Hominiden in Transvaal bei Pretoria. Auch in diesem Bereich war er außerordentlich erfolgreich und entdeckte weiteres Material von Australopithecus africanus („Mrs. Ples“), das unsere Kenntnis zur frühen Geschichte des Menschen erheblich erweitert hat. Bis kurz vor seinem Tod war er aktiv tätig, und hat noch zahlreiche Ehrungen (u. a. die Wollaston Medaille der London Geological Society für seine Arbeiten entgegen nehmen können.
  • Kohring, R. & Schlüter, T.: Hans Reck (1886 – 1937): Zwischen Vulkanen und Fossilien: 27-54, 9 Abb.
    Zusammenfassung
    Das Leben und Werk des deutschen Geologen und Paläontologen Hans Reck (1886-1937) wird beschrieben. 1910 wurde er an der Münchener Universität mit einer Arbeit über vulkanische Aktivitäten auf Island promoviert. 1912 heiratete er Ina von Grumbkow (1872-1942), die später eine bekannte Schriftstellerin wurde und die gemeinsam mit ihm die Ausgrabungen des Berliner Naturkunde-Museums am Tendaguru Hill bei Lindi, SE Tansania (dem damaligen Deutsch-Ostafrika) leitete. Nach der Kampagne von 1913 reiste Reck in die Olduvai-Schlucht (heute eine der berühmtesten paläoanthropologischen Fundstellen) und entdeckte 1914 ein morphologisch modern anmutendes menschliches Skelett (OH1), das aber nach der stratigraphischen Situation etwa eine Million Jahre sein mußte. Später ergab sich durch radiometrische Methoden ein Alter von lediglich 17.000 Jahren. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Reck Professor am Berliner Naturkundemuseum und konzentrierte sich mehr auf seine vulkanologischen Interessen. 1931 begleitete Hans Reck den berühmten Paläoanthropologen Louis Leakey nach Olduvai, wo sie gemeinsam Knochen und paläolithische Steinwerkzeuge fanden. Nach seiner frühzeitigen Pensionierung reiste Reck erneut nach Afrika und starb 1937 in Lourenço Marques (Mosambik) an den Folgen eines Herzleidens.
  • Matondo, J.I.: Computational methods used to generate information required in climate change studies in Swaziland: 55-66, 4 fig., 6 tab.
    Zusammenfassung
    Es ist unbestritten, dass die Erwärmung der Erdatmosphäre in den nächsten 100 Jahren weitgehend auf den gesteigerten Verbrauch fossiler Brennstoffe zurückzuführen ist. Dementsprechend ist vorgesehen, dass alle Nationen, die die UN-Konvention zum Klimawechsel unterzeichnet haben, eine Schutzeinschätzung zum Grad der Gefährdung in ihrem Land vornehmen. In diesem Zusammenhang wird hier ein anhand von Computer-Modulation gewonnener Datensatz zu den Wasservorkommen in Swasiland vorgestellt. 1080 Klima-Eckwerte wurden in den jeweiligen Einzugsgebieten erstellt, sowie 81 Niederschlagssimulationen für 3 Einzugsgebiete durchgeführt.
  • Mangasini, F.: Oldoinyo Lengai Geopark: Geotourism, Culture and Environment: 67-74, 1 fig., 1 pl.
  • Kühn, S.: Geita Gold Mine in Tanzania – a Review: 75-85, 4 fig., 1 tab., 1 pl.
    Zusammenfassung
    Die archaischen Grünstein-Gürtel in Tansania waren bis zur Mitte der 60er Jahre wichtige Goldproduzenten in Afrika. In der Geita Mine wurde bis 1966 eine Goldlagerstätte abgebaut, die an eine Banded Iron Formation (BIF) gebunden ist und etwa 30 t Gold geliefert hat. Seit 1990 wird das alte Bergwerk wieder aufgefahren und AngloGold Ashanti hat dort seitdem bis 2007 ca. 330.000 oz. Gold produziert. Die Gold-Sulfid-Vererzung von Geita wurde von dem Autor mit dem Ziel untersucht, ein metallogenetisches Modell für diesen schichtgebundenen Gold-Lagerstättentyp zu erarbeiten. Zusammenfassend ergibt sich für Geita demnach eine syngenetische, vulkanogen-exhalative Voranreicherung von Gold und Sulfiden, die mehrfach, auch epigenetisch, überprägt worden ist.
  • Schlüter, T. & Kohring, R.: A Review of the Trace Fossil Assemblage in Upper Cretaceous Flysch Sediments of coastal SE-Tanzania (Kilwa Area): 87-110, 5 fig., 2 tab., 4 pl.
    Zusammenfassung
    Wenige km westlich der tansanischen Küstenstadt Kilwa Kivinje wurde Mitte der achtziger Jahre entlang neuer Straßenaufschlüsse auf dem Weg von Dar es Salaam nach Lindi zwischen den Dörfern Kigombo und Nangurukuru auf einer Strecke von etwa 25 km in oberkretazischen Ton-, Mergel- und Sandsteinlagen eine arten- und individuenreiche Spurenfauna aufgefunden, die jedoch niemals detailliert beschrieben wurde. Da diese Aufschlüsse mittlerweile vollständig überwachsen sind, beruht die hier gelieferte Zusammenfassung unserer Kenntnis der dortigen Spurenfauna weitgehend auf den zahlreichen Daten, Photographien und Feldnotizen des Entdeckers dieser Ichnozönose, Prof. Dr. Gundolf Ernst (1930-2002). Nachgewiesen wurden die folgenden Ichnotaxa: Spiroraphe involuta, Paleodictyon strozzi, Urohelminthoidea appendicaulata, Helminthoraphe japonica, Protopaleodictyon ichnosp., Paleomeandron ichnosp., Cosmoraphe neglectens (alle pre-depositional und den Graphoglyptiden zugehörig), sowie Granularia ichnosp., Zoophycos ichnosp., Scolicia ichnosp., Buthotrephis cf. palmatum, Megagrapton ichnosp. (alle post-depositional). Die genannten Ichnotaxa entstammen der Oberen Kreide mit einem Schwerpunkt im Santon und Campan und können weitgehend der Tiefsee-Nereites-Ichnofazies zugeordnet werden. Die Diskrepanz zur vergesellschafteten Mikrofauna, die auf Flachwasserbedingungen während der Ablagerung hindeutet, wird damit erklärt, dass im Schelfbereich der Paläoküste tief eingeschnittene Gräben vereinzelt den Spuren produzierenden Organismen die für ihre Existenz nötigen Umweltbedingungen geliefert haben.


Zeitschrift Documenta naturae, Band 178 (dn178-2009-1)

München 2009 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-178-2
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Kahlert, E., Rüffle, L. & Gregor, H.-J.: Die Oberkreide-Flora (Campanian) von Baris (Ägypten) und ihre ökologisch-geographischen Beziehungen unter plattentektonischen Aspekten: 1-71, 17 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Oberkreideablagerungen (Campanien) von Baris (Ägypten) enthalten eine umfangreiche Angiospermen-Blattflora. Beziehungen zur amerikanischen Ostküste (Denver-Formation, Paläozän) werden deutlich. Ökologisch-geographische Beziehungen werden diskutiert. Einige taxonomische Ergänzungen sollen die Untersuchung abrunden (Kreide von Quedlinburg-Deutschland und Abu Ballas-Ägypten).


Zeitschrift Documenta naturae, Band 179 (dn179-2010-1)

München 2010 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-179-9
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Joachim, C.: Biodiversität und Palökologie fossiler Insekten des Randecker Maar (Unter-Miozän, SW-Deutschland): 1-107, 26 Abb., 9 Taf., Appendix
    Zusammenfassung 
    Fossilie Insekten können einen einzigartigen Einblick in die prähistorische Umwelt ermöglichen. Diese Arbeit gibt einen ausführlichen Einblick in die Insektentaphozänöse der Randecker Maar Lagerstätte (Deutschland) aus dem frühen Miozän. Es wird ein detaillierter Überblick über die vorhandenen Taxa gegeben und die palökologischen Schlussfolgerungen die aus diesen Taxa gezogen werden können erörtert. Die Untersuchungen der Insekten des Randecker Maar weisen auf ein eher semihumides, subtropisches Klima ähnlich dem heutigen Florida (USA) oder Süd-Ost-Asien hin.



Zeitschrift Documenta naturae, Band 180 (dn180-2010-1)

München 2010 (1. Auflage) - ISBN 978-3-86544-180-5
Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Gregor, H.-J., Lieven, U. & Winterscheid, H.: Neue Funde aus den niederrheinischen Braunkohle-ablagerungen im Tagebau Garzweiler (RWE Power AG); I. Eine neue Art von Cyperaceen-Rhizomen: Rhizocaulon garzweilerense nov. sp. aus dem oberpliozänen Reuver-Ton: 1-41, 11 Taf., 3 App.
    Zusammenfassung 
    Aus dem oberpliozänen Reuver-Ton des Tagebaues Garzweiler (RWE Power AG) werden Rhizome einer neuen Cyperaceen-Art – Rhizocaulon garzweilerense – nachgewiesen. Anatomie und Morphologie der unterirdischen Rhizombulben gestatten einen Vergleich mit der Simse, der Bolboschoenus maritimus, die heute weltweit verbreitet ist. Auch weitere Arten der Gattung Cyperus haben ähnliche Bulben.