Zeitschrift Documenta naturae, Bände 41 - 80


Zeitschrift Documenta naturae, Band 41 (dn041-1987-1)

München 1987 (1. Auflage); ISBN 3-86544-041-X
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Burgh, J. v. d.: Macroflora of the Kimmeridgian of Sutherland: 1-10, 4 tab., 2 figs., 2 pls.
  • Kelber, K.-P. & Gregor, H.-J.: Makrofloren aus dem Jungtertiär der Langen Rhön: erste Ergebnisse und Neuaufsammlungen: 11-13, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Obwohl die Makrofloren der Rhön zu den ältesten bekannten Tertiärfloren Deutschlands gehören (HASSENKAMP 1858, 1860, HEER 1859: 299), ist bis heute keine nennenswerte Vermehrung des Fundgutes durch kontinuierliche Prospektion und Ausbeutung alter und neuer Phyto-Fossillagerstätten zu verzeichnen. Zum überwiegenden Maße stammen die in der Literatur beschriebenen Reste (MÜLLER-STOLL 1936) und das in den Sammlungen aufbewahrte Material aus Aufsammlungen, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts durchgeführt wurden.
  • Pingen, M.: Eine miozäne Frucht- und Samenflora aus Kreuzau bei Düren: 14-18, 2 Fig., 2 Taf.
  • Gregor, H.-J. & Scumann, F.: Eine neue Diasporen-Flora aus dem "Weißen Pliozän" von Ungstein (Rheinland-Pfalz): 19-29, 3 Abb., 1 Tab., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine Flora aus dem "Weißen Pliozän" von Ungstein (Rheinland-Pfalz) beschrieben, wobei es sich um eine warm-gemäßigte mesophytische Waldflora handelt, mit dem Relikt Tectocarya lusatica. Die Einstufung kann als Obermiozän/Pliozän-Grenze angenommen werden (BRUNSSUM, SUSTER?).
  • Gregor, H.-J.: Pflanzenreste aus dem Miozän von Büdingen (Unterer Vogelsberg, Hessen: 30-31 / Kurzmitteilung 1
  • Collinson, M. E.: Seeds of Lythraceae from the Eocene of Messel, West Germany and Clarno, U.S.A.: 32 / Kurzmitteilung 2

Zeitschrift Documenta naturae, Band 42 (dn042-1988-1)

München 1988 (1. Auflage);
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Knobloch, E.: Neue Ergebnisse zur Flora aus der Oberen Süßwassermolasse von Aubenham bei Ampfing (Krs. Mühldorf a. Inn): 2-27, 14 Taf.
    Zusammenfassung
    In der Flora aus Aubenham treten ähnlich wie in Massenhausen und Achldorf stachelspitzige Eichen aus der Gruppe Quercus cf. kubinyi (KOV. ex ETT.) BERGER neben anderen Eichenblättern in den Vordergrund. Ulmus ruszovensis HUMMEL dokumentiert Beziehungen zur Fundstelle Ruszów in Polen. Aubenham ist bisher die einzige Fundstelle in der OSM, die sichere Buchenblätter führt (Fagus attenuata GOEPP.). Carpinus (?) kryshtofovichii (BAIKOVSKAJA ex STEPHYTZA) comb. n., Ostrya (?) kvacekii sp. n., Acer ilnicense ILJINSKAJA und Acer aegopodifoliurn (GOEPPERT) BAIKOVSKAJA wurden bisher aus der OHM noch nicht angeführt. Die Flora aus Aubenham wird als die jüngste Flora der OHM aufgefaßt, in das Sarmat bis Pont gestellt und vor allem mit den jungtertiären Floren aus der Niederlausitz und Polen verglichen. Einige paläobotanischen Ergebnisse der Arbeit von UNGER (1983) werden berichtigt.
  •  Gregor, H.-J. & Fiest, W.: Das Biotop und die Nahrung des Molasse-Affen Pliopithecus antiquus: 28-36, 5 Abb.
    Zusammenfassung
    Pliopithecus war kein dem Gibbon verwandter Affe, welcher sich das ganze Jahr über von Früchten ernährte, sondern ein Allesfresser, der zwar Pflanzenreste (Blätter, Knollen, Knospen, Blüten) konsumierte, aber vermutlich auch Insekten, Weichtiere, Eier und Kleinsäugetiere. Er lebte zur Zeit des Riesmeteoriten-Einschlages bzw. kurz danach in Bayern.
  • Gregor, H.-J. & Unger, H. J.: Bemerkungen zur Geologie und Paläontologie der Pflanzenfundstelle Aubenham bei Ampfing: 37-39, 2 Abb., 1 Taf. / Kurzmitteilung 1
  • Silberhorn, P.: Ein fossiler Hirsch - Euprox furcatus HENSEL - aus dem Oberen Miozän von Aubenham (Mühldorf): 40, 1 Taf. / Kurzmitteilung 2
  • Schwarz, Ch.: Micromeryx flourensianus LARTET aus der Oberen Süßwassermolasse von Derching bei Augsburg: 41, 1 Taf. / Kurzmitteilung 3
  • Zahn, H.: Eine neue Pflanzenfundstelle in Sandsteinen der Oberen Süßwassermolasse von Ebing (Waldkraiburg): 42-43, 1 Taf., 1 Abb. / Kurzmitteilung 4
  • Konrad, N., Mader, B. & Reichenbacher, B.: Eine Karpozönose aus den Kirchberger Schichten - ein neuer "alter" Fund: 44-46, 1 Taf. / Kurzmitteilung 5

Zeitschrift Documenta naturae, Band 43 (dn043-1988-1)

München 1988 (1. Auflage); ISBN 3-86544-043-6
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  • Leiss, O.: Die Kontrolle des Sedimentationsgeschehens und der Biofazies durch evolutive orogenetische Prozesse in den Nördlichen Kalkalpen am Beispiel von Gosauvorkommen (Coniac-Santon): 1-95, 72 Abb., 18 Tab., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Dokumentation der Gosau beginnt mit parautochthonen Verwitterungsbrekzien und terrigenen, klastischen Abfolgen des alluvialen Fächer-Regims. Dabei enthalten die Basalserien in unterschiedlich hoher Konzentration Aufarbeitungsprodukte eines abgetragenen Latosols/lateritischen caprocks. Die lateritisch-bauxitischen Produkte werden in den sedimemtären Kreislauf einbezogen und erfahren mancherorts eine Anreicherung, die unter bestimmten Bedingungen eine Reifung zum echten Bauxit ermöglicht. Analytische Untersuchungen ergänzen den sedimentologischen so wie den (mikro-)faziellen Befund. Schon rasch erfolgt nach der mediterranen Phase (TOLLMANN, 1986: Tab. 4) im Coniac die Ingression des Meeres aus nördlichen und/oder lateralen Richtungen. Es ent-stehen ausgedehnte Bereiche eines Seichtwasserschelfs mit oszillierenden Küstensäumen, wobei eine biogon-karbonatische - terrigen-klastische Mischsedimentation vorherrscht. Die Rudisten-Biolithite wie cluster/thicket (KAUFFMANN & SOHL, 1974) insbesondere die Barriereriff-Komplexe (HÖ FLING, 1985) und die näher erläuterten Radiolitiden-mudmounds sind der Ausdruck charakteristischer ökologischer Verhältnisse im Rahmen der durch die Platten-/Deckentektonik vorgezeichneten Paläogeographie. Jedoch differenziert sich bereits im frühen Stadium neben der seichtmarinen Fazies mit terrigener Beeinflussung eine Beckenfazies in Intraplattform-Trögen. Die Rudisten-Biolithite sind an Antiklinal-Firste und Deckenfronten der höchsten rückwärtigen Einheiten im S gebunden. Das sedimentologisch-fazielle Geschehen im geormorphologisch kontrollierten Ablagerungsraum nach der WALTHERschen Faziesregel bedingt einen diachronen Schichtverlauf, der (tektonisch kontrollierte?) Phasen (BUTT & HERM, 1978; WAGREICH, 1985) oder Zyklen (HERM, 1981) im Zuge einer unidirektionalen Transgression unnötig macht. Erst mit der transgressiven Überwindung des Reliefs erlöschen die Faziesdifferenzierungen und es stellt sich in der hohen Oberkreide eine über weite Bereiche einheitliche Mergelsedimentation ein. Das häufige Auftreten von subaquatischen, gravitativ verfrachteten Sedimenten, die an Hand der Muttekopfgosau beschrieben werden, legt den Schluß nahe, daß die intrakalkalpinen Tröge mit Gosausedimentation eine kontinuierliche, nicht-phasenhafte Einengung erfuhren. Auf Grund erster Andeutungen und Hinweise von Herrn cand. geol. T. EUTEBACH (Köln) konnte am Muttekopf erstmals im kleinen Umfang eine Mega- und Mikrofauna der tiefen Gosau geborgen werden. Die sedimentologisch-biofaziellen Untersuchungen der basalen Gosau in allen wichtigen Gosauvorkommen von den Lechtaler Alpen bis in das Salzkammergut erlauben eine Beckenanalyse einzelner wichtiger Vorkommen, die ihrerseits die Arbeitsgrundlage für die Entschlüsselung des überregionalen, strukturellen Bauplans der Depot Räume mit der Aufnahme tiefgosauischer Ablagerungen bildet. Der lithologisch auffällige exotische Detritus der Gosau wurde dem cenomaner, intrakalkalpiner Kreideserien gegenübergestellt und die großtektonischen Rahmenbedingungen der einzelnen orogenen Kreide-Entwicklungen unter dem Aspekt der plattentektonisch-orogenetischen Prozesse betrachtet. Durch diese Abgrenzung wurde es möglich, wichtige Charakteristika der tiefen Gosau herauszuarbeiten und erstmals ein verläßliches Bild des sedimentären Geschehens zur Zeit der tiefen Gosau (Coniac - Santon) zu erstellen. Bereits in der tiefen Gosau wird auf Grund gravitativer Massentransporte mancherorts ein sedimentologisches Gefügeinventar erkennbar, wie es aus der proximalen Fazies submariner Fächer des Kontinentalrandes (z. B. STANLEY & UNRUG, 1972; NELSON & NILSEN, 1974; NORMARK, 1974; WHITAKER, 1974; MIDDLETON, 1978; BOUMA, 1979; DOTT & BOURGEOIS, 1982; COOK, 1983; COOK et al. 1983) beschrieben wurde. Derartige Environments waren jedoch nur auf dem Kontinentalhang der ostalpinen Krustenscholle im Unterostalpin (vgl. HÄUSLER, 1983, 1987) und im angrenzenden Südpenninikum beheimatet und ähnelten sicherlich dem heutigen Verhältnissen des tektonischen Grenzlandes von Kalifornien (vgl. STAUFFER, 1967; MOORE, 1969; BLAKE & JONES, 1974; DOUGLAS & HEITMAN, 1979; FIELD & CLARKE, 1979; NARDIN, EDWARDS et al. 1979). Für den Depot-Raum der gosauischen Sediments im rückwärtigen Kalkalpin (Oberostalpin) ist eine Kontinentalhang-Position auszuschließen und es gelten für die Gosau prinzipiell andere großtektonisch-fazielle Rahmenbedingungen. Nachdem weite Bereiche des Unter- und Oberostalpins in eine kontinentale forearc-Entwicklung einbezogen werden, entstehen dort im Zuge der orogenen Einengung kompressive Tröge, die entweder an Synklinalen im Vorfeld der höheren, kalkalpinen Decken gebunden sind oder die direkt mit den Bewegungsbahnen der Decken korrespondieren. Das tektonisch-geomorphologische Strukturschema im rückwärtigen Kalkalpin (Unter-/Oberostalpin) mit orogenen Trögen vor und an Decken-Bewegungsbahnen entspricht der analogen, großdimensionalen, plattentektonischen, geomorphologischen Konfiguration am aktiven Kontinentalrand des Ostalpins mit einem Randbecken (marginal basin/remnant basin?) des Südpenninikums vor der subduzierenden Hauptbewegungsbahn - z.B. Arosazone im W mit Fortsetzung nach E (z.B. im Wolfgangseefenster; vgl. geol. Kt. FUCHS, 1985) - des Ostalpins mit seinen Kalkalpen. Durch das insgesamt flache S-Einfallen der Bewegungsbahnen der kalkalpinen Decken (Unterschiebungen entlang den listrischen Flächen), die parallel zur subduzierenden Hauptbewegungsbahn der Kalkalpen verlaufen, ergeben sich pultförmige Großformen mit steilen N-Flanken (vorstoßende, höhere Deckenfronten) und flachen, südgerichteten Rampen (tiefere tektonische Einheiten), auf denen sich der Materialtransport - insbesondere der Exotika - aus dem N in die südlichen intrakalkalpinen Depot-Räume mit Gosausedimentation vollzieht. Auf Grund des gewonnenen Kenntnisstandes durch die Beckenanalyse und in Übereinstinmung mit dem evolutiven Orogenese-Konzept von FRANK (1987) wurde ein Modell zur Entstehung von kompressiven, intrakalkalpinen Trögen mit synorogener Sedimentation in Abhängigkeit des initialen Deckentektonismus entwickelt Infolge stetiger Einengung durch Prozesse der Unterschiebung entstehen asymmetriache Tröge. Wenn dort im Mulden-Tiefsten die Flexur (kalkalpiner Untergrund) eine Abscherung entlang einer flachen Störung erfährt, dann manifestiert sich der steile kurze S-Schenkel der asymmetrischen Mulde als Stirn einer neuen höheren tektonischen Einheit. Die Abscherung bedingt eine weitere Einengung, wobei die synorogene Sedimentation (debris flow, Olisthostrom) bis zur tektonischen Ausschaltung (phänomenologische "Überfah-rung" durch die höhere Einheit) enhält. Die schon früh erfolgte Eingleitung der juvavischen Decken wird als Sonderfall auf Grund der eklatanten Krusteninhomogenität (DECKER et al. 1987) angesehen. Unabhängig von dieser Tatsache unterliegt der W-Teil wie der E~Teil der Nördlichen Kalkalpen einen Deformations-Schema, das seinen Ursprung von Rand des Ostalpins nimmt und sich nachfolgend im die südlichen, rückwärtigen Areale (oberostalpimes Kalkalpin) ausweitet. Der Deckentektonismus schreitet so mit einer Zeitverschiebung weiter nach S voran, wobei sich offensichtlich die großräumigen, sedimentologisch-faziellen Verhältnisse auf den Decken, z. B. auf der Lechtal- und der Inntal-Decke, gleichen. Dies entspricht einem diachronen Übergreifen der Faltung und des hieraus resultierenden Deckentektonismus von N nach S. Für das Gebiet von Berlin (West) wird eine Übersicht der laufenden pollenanalytischen Untersuchungen vom Holstein-Interglaziaikomplex bis in die Gegenwart gegeben. Während im Mittel- und Jungpleistozän eine detaillierte Palynostratigraphie noch größere Lücken aufweist, existiert für das Spätpleistozän und Holozän ein durchgehend guter Kenntnisstand für die einzelnen Teilgebiete bis in die jüngste großstädtisch geprägte Kulturlandschaftsgeschichte.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 44 (dn044-1988-1)

München 1988 (1. Auflage); ISBN 3-86544-044-4
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Brande, A.: Zum Stand der palynologischen Forschung im Berliner Quartär: 1-2, 3 Abb.
    Zusammenfassung
    Für das Gebiet von Berlin (West) wird eine Übersicht der laufenden pollenanalytischen Untersuchungen vom Holstein-Interglazialkomplex bis in die Gegenwart gegeben. Während im Mittel- und Jungpleistozän eine detaillierte Palynostratigraphie noch größere Lücken aufweist, existiert für das Spätpleistozän und Holozän ein durchgehend guter Kenntnisstand für die einzelnen Teilgebiete bis in die jüngste großstädtisch geprägte Kulturlandschaftsgeschichte.
  • Engel, H.: Neue Erkenntnisse zum geologischen Werdegang des Saar-Karbons: 8-22, 12 Abb.
    Zusammenfassung
    Die bisher gebräuchlichen Modelle zur paläogeographischen Entwicklung des Saarkarbon werden erweitert und abgewandelt. Die wichtigste neue Erkenntnis ist, dass das saarländisch-lothringische Karbon nicht in einem intramontanen Becken zur Ablagerung kam. Die kohleführenden Sedimente des gesamten Oberkarbon sind die Ablagerungen eines Deltas, das sich - mit einer breiten Flussniederung im Hinterland - in einen Meeresarm verbaute, der die Senke erfüllte. Hier fanden auf Flächen von vielen Quadratkilometern Kohlebildungen statt, die keinen marinen Einfluss erkennen lassen. Die weiten Flächen wurden von einem Flusssystem durchflossen, das periodisch eine große Sedimentfracht transportierte und eine entsprechende Erosionskraft aufwies.
  • Engel, H. & Tilly-Balz, L.: Detailkarte der Inkohlung des Saargebietes: 23-30, 9 Abb.
    Zusammenfassung
    Die Inkohlungskarte des Saarkarbon wird anhand der vorhandenen Daten üherarbeitet mit dem Ziel, eine Detailkarte des Westfal und des Stefan zu erstellen. Die Flöze des Westfal und des Stefan werden getrennt dargestellt, da zwischen den beiden Unter-Stufen des Oberkarbon eine große zeitliche Lücke vermutet wird, die dazu geführt hat, dass die Westfalkohlen zu Beginn des Stefan ein fortgeschritteneres Inkohlungsstadium erreicht haben. Die detaillierte Ausarbeitung der Inkohlungskarte soll in Zusammenhang mit der Tektonik gebracht werden.
  • Tilly-Balz, L.: Fluoreszenz und Reflexion der Exinite als Inkohlungsparameter des Saarkarbons: 31-44, 6 Tab., 9 Abb.
    Zusammenfassung
    Die Saarkohlen sind reich an großen und gut ausgebildeten Exinitmazeralen. Jedes Flöz enthält eine ausreichende Anzahl zur Fluoreszenzmessung geeigneter Sporen, Kutikulen, Sporangien oder unfigurierter Exinite. Reflexion und Fluoreszenzintensität - heide Analysen wurden durch monochromatische Messung hei einer Wellenlänge von 546nm ermittelt - zeigten ein unterschiedliches Teufenverhalten in Westfal- und Stefankohlen. Die Exinit-Reflexion nimmt im Westfal in Abhängigkeit von der Teufe schneller zu als im Stefan. Der Unterschied im Teufenverhalten der Fluoreszenzintensität zwischen beiden Niveaus ist noch deutlicher: im Westfal nimmt die Intensität mit zunehmender Teufe ab, im Stefan dagegen kann eine gegenläufige Tendenz festgestellt werden. Diese Veränderung kündigt sich bereits in den Heiligenwalder Schichten an (Oberes Westfal D). Gleichzeitig vollzieht sich ein Wechsel in der Ausbildung und der Zusammensetzung der Exinite, besonders gut an den Sporen zu beobachten. Dieser Wechsel im pflanzlichen Ausgangsmaterial muss als ein bedeutsamer Grund für die Veränderung im Teufenverhalten der Fluoreszenz der Exinite an der Grenze Westfal/Stefan angesehen werden.
  • Gregor, H.-J.: Ein bronzezeitlicher Henkelkrug von der Reisensburg bei Günzburg: 45-46, 3 Abb., 2 Taf. / Kurzmitteilung 1

Zeitschrift Documenta naturae, Band 45 (dn045-1988-1)

München 1988 (1. Auflage); ISBN 3-86544-045-2
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  • Brinkmann, W.: Zur Fundgeschichte und Systematik der Ornithopoden (Ornithischia, Reptilia) aus der Ober-Kreide von Europa: 1-157, 14 Abb., 4 Tab., 8 Taf.
    Zusammenfassung
    Erstmals seit dem Erscheinen des Ornithischia-Handbuchs von STEEL (1969) wird das aus der Ober-Kreide von Europa bekannte Material der Unterordnung Ornithopoda umfassend dargestelit und ein Abriss der Fundgeschichte sowie ein Vorschlag zur Systematisierung dieser Fossilien gegeben. Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass nach dem derzeitigen Kenntnisstand nur drei der zahlreichen beschriebenen Binomina sicher abgegrenzt werden können, da sie auf Material errichtet wurden, von dem Art-diagnostische Merkmale bekannt sind. Bei diesen drei Taxa handelt es sich um: Rhabdodon priscus MATHEROM, 1869 (Hypsilophodontidae), Craspedodon lonzeensis DOLLO, 1883 (Iguanodantidae) und Telmatosaurus transsylvanicus (NOP-CSA, 1900) (Hadrosauridae). Alle anderen Namen müssen vorläufig eingezogen werden, da das Material, auf dem sie errichtet wurden, zur Zeit aus unterschiedlichen Gründen bestenfalls siner Ornithopoden-Familie als nicht näher bestimmbar zugeordnet werden kann. Die beiden häufigsten Probleme sind, dass die vorhandenen Skelettelemente (1) entweder tatsächlich keine Merkmale auf Art- bzw. Gattungsniveau besitzen oder (2) noch nicht eingehend genug untersucht wurden. Zu den unsicheren Taxa gehören: Anoplosaurus curtonotus SEELEY, 1819, "Anoplosaurus major" SEELEY, 1819, "Eucercosaurus tanyspondylus" SEELEY, 1819, Syngonosaurus macro-cercus" (SEELEY, 1869), "Orthomerus dolloi" SEELEY, 1883, "Orthomerus weberi" RIABININ, 1945, "Trachodon cantabrigiensis" LYDEKKER, 1888 und "Iguanodon hillii" NEWTON, 1892, sowie die Varietäten von Rhabdodon MATHERON, 1869 und Telmatosaurus NOPCSA, 1903, Diese Trinomina sind taxonomisch bedeutungslos. Vor allem einige der zu Rhabdodon MATHERON, 1869 gestellten Skelettelemente zeigen eine beträchtliche morphologische Varianz, so dass durch weitere Untersuchungen geklärt werden muss, (1) ob bei Rhabdodon priscus, wie F. NOPCSA meinte, tatsächlich ein Sexualdimorphismus nachweisbar ist oder (2) ob innerhalb dieser Gattung eventuell eine zweite Art abgegrenzt werden kann. Das Material von "Albisaurus albinus" (FRITSCH, 1893) und "Procerosaurus exogirarus" (FRITSCH, 1818) ist keiner der beiden Dinosaurier-Ordnungen sicher zuzuweisen und muss deshalb als Reptilia indet. klassifiziert werden.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 46 (dn046-1989-1)

München 1989 (1. Auflage); ISBN 3-86544-046-0
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Cavallo, O., Gregor, H.-J. & Knobloch, E.: Erstnachweis der Gattung Xanthium LINNÉ (Compositae) im europäischen Jungtertiär (Messiniano, Italien): 1-21, 14 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus dem evaporitischen Messinium von NW-Italien (Mba) wird der erste Nachweis der Gattung Xanthium LINNE im europäischen Jungtertiär erwähnt, zusammen mit der Begleitflora (Diasporen) und ökologisch-klimatologischen Überlegungen Am nächsten verwandt zu unserer fossilen Form sind amerikanische Arten wie X. pungens, X. leptospermum und X. pennsylvanicum.
  • Apostolikas, A.: Die Xylithe der miozänen Braunkohle von Aliveri/Euböa (Griechenland): 22-33, 2 Abb., 4 Tab.
    Zusammenfassung
    Die vorliegende Arbeit versucht einen Einblick in die Vegetation zu geben, die an der Bildung der Braunkohle von Aliveri auf Euböa beteiligt war, um Rückschlüsse auf die paläoökologischen Bedingungen des ehemaligen Moores ziehen zu können. Aus diesem Grund sind die Xylite aus der Untermiozänen Kohle holzanatomisch untersucht worden; es fanden sich: Taxodioxylon germanicum, T. cryptomerioides, Glyptostroboxylon tenerum.
  • Gregor, H.-J.: Versuch eines neuen Klima-Modells für die Zeit der Oberen Meeres- und Süßwassermolasse in Bayern: 34-47, 2 Taf., 19 Abb.
    Zusammenfassung
    Es wird versucht, die klimatischen Gegebenheiten der Molasse-Phytozonen nicht nur in Form von Klimadiagrammen, sondern auch mit Isolinien verschiedener Temperaturen, Niederschlags- und anderer Daten darzustellen
  • Gregor, H.-J.: Eine miozäne Florula aus dem Schwerfener Ton (Rheinland): 48-52, 3 Abb., 1 Taf. / Kurzmitteilung 1
  • Trautwein, J. & Gregor, H.-J.: Erstnachweis von Eucommia europaea MÄDLER in der Oberen Süßwasser-Molasse in Bayern (Hilpoldsberg, Krs. Augsburg): 52-54, 1 Abb., 2 Taf. / Kurzmitteilung 2

Zeitschrift Documenta naturae, Band 47 (dn047-1989-1)

München 1989 (1. Auflage);
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Unger, H.-J.: Boden- und Bazarfunde aus dem afghanisch-pakistanischen Raum - Keramik, Glas, Schmuck und Bauteile: 1-161, 4 Abb., 1 Tab., 12 Taf.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 48 (dn048-1989-1)

München 1989 (1. Auflage); ISBN 3-86544-048-7
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  • Schönberger, G.: Die rezenten Riffe der Pangasinan-Halbinsel/N-Luzon/Philippinen - Entwicklung, Verbreitung, Aufbau und Fazieszonierung von Terrassenriffen und Rampenriffen und ihre Beziehung zum Saumriff: 1-150, viele Abb., 7 Taf., Anhang.
    Zusammenfassung
    Es werden Entwicklung, Verbreitung, Aufbau und Fazieszonierung der rezenten Riffe der Pangasinan-Halbinsel beschrieben. Die aus Übersichts- (14 UW-Beobachtungsstellen vor den Küsten der Halbinsel) und Detailstudien (Hundred Islands District, 13 UW-Profile/"transect lines", UW-Kartierung der Inselsäume) in den rezenten Riffen, sowie aus einer Übersichtskartierung des Festlandes (Satellitenbildauswertung, 40 Aufschluss-Beschreibungen), gewonnenen Ergebnisse sind dargestellt. Obwohl im gesamten Arbeitsgebiet eine reiche Korallenfauna angetroffen wurde (z.B. 37 Korallengattungen innerhalb von ca. 600 Transectmetern im Hundred Islands District), dominieren vor den Küsten der Pangasinan-Halbinsel solche Rifftvpen, denen eine wellenbrechenden Riffkante fehit, nämlich Rampenriffe und Terrassenriffe. Terrassenriffe sind schmale Karbonatkörper aus massivem Rotalgen/Korallenfels. Sie sind hochgradig wellenresistent und besitzen eine ausgeprägte, stets mehrere Meter unter dem Meeresspiegel gelegene, Riffkante. Rampenriffeund Terrassenriffe. Terrassenriffe sind schmale Karbonatkörper aus massivem Rotalgen/Korallenfels. Sie sind hochgradig wellenresistent und besitzen eine ausgeprägte, stets mehrere Meter unter dem Meeresspiegel gelegene, Riffkante. Rampenriffe fallen ohne nennenswerten Gefälleknick flach vom Ufer zum Becken hin ab. Sie bestehen größtenteils aus Riffschutt-Sedimenten und besitzen daher nur eine geringe Wellenresistenz. Aktiver Gerüstbau ist auf Fleckenriffe beschränkt, die sich über die Rampe erheben. Die vorwiegend tektonisch geprägte Schelfmorphologie (Einfallswinkel und Breite) und die an den Küsten der Halbinsel vorherrschenden Wellenenergien sind die wichtigsten steuernden Faktoren der Riffbildung. Die Sedimentbelastung des Meerwassers war dagegen nur von erstaunlich geringer Bedeutung. Terrassenriffe erwiesen sich als tvpische Hochenergie-Riffe, die dem schmalen, steil abfallenden Schelf der Westküste auflagern. Rampenriffe sind dagegen in ihrer Verbreitung auf das meist wenig bewegte Schelfmeer (Golf von Lingayen) vor der Ostküste der Halbinsel beschränkt. Nur in einem (räumlich und energetisch) schmalen Übergangsbereich an der Nordküste der Pangasinan-Halbinsel konnten sich Saumriffe entwickeln. Die genannten Rifftypen gehen kontinuierlich ineinander über. Neben den "normalen", d.h. über längere Perioden hinweg wirksamen, Wellenenergien, prägen die regional sehr häufig auftretenden Taifune die Riffbildung, indem sie, insbesondere in den an hohe Wellen nicht angepaßten Rampenriffen, typische Faziesmuster erzeugen. Hierzu zählt die starke Dominanz von Riffschutt, die geringe Verbreitung größerer Korallengerüste und das Auftreten der Taifun-Riff-Fazies. Diese besteht aus zerbrochenen, jedoch nicht vollständig abgestorbenen Korallenkolonien, welche ihre Fähigkeit zum aktiven Gerüstbau behielten. Die Abwesenheit eines wellenbrechenden Riffsaumes bei den Terrassen- und Rampenriffen läßt sich mit der, ökologisch bedingten (hier: zu hohe oder zu niedrige Wellenenergie), geringen Verbreitung von rasch wachsenden Korallen der Gattungen Acropora und Pocillopora in diesen Riffen erklären. Da diese Vergesellschaftung nur in einem engen energetischen Spektrum vorkommt, erst seit dem Pleistozän bekannt ist und andere (such fossile) Korallen nicht in der Lage sind (waren) hochgradig wellenresistente Riffsäume zu bilden, sind Saumriffe in ihrer Verbreitung auf energetisch besonders begünstigte Küstenabschnitte (hier: Nordküste der Pangasinan-Halbinsel) beschränkt und aus der Erdgeschichte kaum bekannt. Um fossile Riffe besser verstehen zu können, ist es deshalb notwendig, aktualistisch orientierte Studien vorwiegend an solchen modernen Riffen durchzuführen, in denen die genannte, typisch moderne Korallenvergesellschaftung ohne Bedeutung ist: an den Terrassen- und Rampenriffen. Da beide Rifftypen normalerweise weder im Luft- noch im Satellitenbild zu erkennen sind, ist es durchaus möglich, dass sie wesentlich weiter verbreitet sind als bisher angenommen wird.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 49 (dn049-1989-1)

München 1989 (1. Auflage); ISBN 3-86544-049-5
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Martinetto, E. & Gregor, H.-J.: The first occurrence of Sinomenium cantalense (REID) DOROFEEV in the Italian Neogene with special remarks on the villafranchian stage: 1-11, 6 figs., 1 pl.
    Zusammenfassung
    Aus dem "Villafranchiano" nördlich Turin (Oberitalien) werden makroskopische Pflanzenreate kurz erwähnt: Erstnachweis von Sinomenium cantalense im italienischen Jung-Neogen und Glyptostrobus europaea sowie monocotyle und dicotyle Blätter, Fruktifikationen von Toddalia, Eurya, Styrax usw.
  • Gregor, H.-J. & Bogner, J.: Neue Untersuchungen an tertiären Araceen: 12-22, 4 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden einige fossile Araceenfunde kritisch behandelt: Aracistrobus-Funde sind Reste von Platanus-Fruchtständen, Areceites hungericus sind entnadelte Pinus-Zweige. Weiterhin wird karpologisches Material von Cytisus reniculus zu Epipremmites reniculus neukombiniert, ebenso wie Scindepsites salzhausensis. Urospethites avimontenus und U. visimensis. Die Fossilien stammen aus dem Jungtertiär der Bundesrepublik Deutschland, der DDB, Ungarns, Dänemarks und Sibiriens.
  • Gregor, H.-J., Gürs, K., Meller, B. & Schwarz, R.: Eine oberpliozäne Karpoflora von Mainflingen bei Seligenstadt: 24-30, 2 Tab., 3 Abb. / Kurzmitteilung 1
  • Gregor, H.-J., Knörzer, V. & Seidenschwann, G.: Eine neue Frucht- und Samenflora aus dem Pliozän von Mühlheim bei Frankfurt a. Main: 31-35, 2 Tab., 2 Abb. / Kurzmitteilung 2
  • Hildenbrandt, K.-D.: Ringingen, eine neue untermiozäne Fundstelle in der Brackwassermolasse bei Ulm: 36-45, 4 Abb., 2 Taf. / Kurzmitteilung 3
  • Givulescu, R.: Several remarks concerning the origin of the coal in the Pliocene Rio Maior Field (Portugal): 46-50, 2 pls. / Kurzmitteilung 4
  • Gregor, H.-J.: Neufunde fossiler Fruktifikationen in Molasseablagerungen Süddeutschlands: 51-52./ Kurzmitteilung 5

Zeitschrift Documenta naturae, Bände 50-1 bis 50-12 (dn050-1989ff)

München 1989-2004
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Günther, Th. & Gregor, H.-J.: Computeranalyse neogener Frucht- und Samenfloren Europas
    Zusammenfassung
    Es wird eine Änalyse neogener Frucht und Samenf1oren Europas vorgenommen, um sie ökologisch-stratigraphisch einengen und auf diese Weise eine Phytozonierung vorlegen zu können. Die  Ergebnisse der Analyse wurden in 12 Einzelbänden veröffentlicht:

    Band 50-1. Fundorte und deren Florenlisten: 1-180, 3 Abb., 5 Tab.
    München 1989 (1. Auflage); ISBN 3-86544-050-9
    Zusammenfassung
    Es wird eine Änalyse neogener Frucht und Samenf1oren Europas vorgenommen, um sie ökologisch-stratigraphisch einengen und auf diese Weise eine Phytozonierung vorlegen zu können. Die Ergebnisse der Analyse werden in mehreren Bänden veröffentlicht.
    Im vorliegenden Band 1 werden die analysierten Fundorte mit ihren Florenlisten vorgestellt. Pro Fundort werden folgende Angaben gemacht: Geographie: Land, Region, Ort, Lokalität, geographische Länge und Breite; Fundort: Aufschluss, Schicht, Horizont, Probe, Sediment, Lithologie, Stratigraphie; Bearbeitung:Aufsammlung, Aufbewahrung, Bearbeitung, Literatur; Fossilien: Florenliste. Ausführliche Adress- und Literaturverzeichnisse sind beigefügt.

    Band 50-2. Florenmerkmale und ihre stratigraphisch-geographischen Abhängigkeiten: 1-159, 50 Abb., 23 Tab.
    München 1991 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    Es werden eine Reihe allgemein gültiger Begriffe für Pflanzenmerkmale (z.B. paläotropisch) definiert und besprochen. Für die Gattungen der untersuchten Florenlisten werden diese Pflanzenmerkmale angegeben. Mittels der Pflanzenmerkmale errechnen sich für die Fundorte Florenmerkmalswerte (prozentualer Anteil eines Pflanzen-merkmals innerhalb einer Florenliste). Es wird gezeigt, daß zwischen Sediment/Lithologie und Florenliste eines Fundorts Abhängigkeiten vorliegen. Die Vegetationstypen las-sen sich mit bestimmten Sediment-Lithologie-Kombinationen korre-lieren (z. B. Mastixioideen-Floren mit schlämmbar und Sand). Die Länge der Florenliste ist vom Sediment/Lithologie abhängig. Die Untersuchungen berücksichtigen folgende Sediment-Lithologie-Kombinationen: schlämmbar und Ton/Mergel (81 Fundorte) schlämmbar und Kohle (64 Fundorte) schlämmbar und Sand (48 Fundorte) spaltbar und Ton/Mergel (48 Fundorte). Die Florenmerk-malswerte der Fundorte werden in ihrer zeitlichen und geographischen Abhängigkeit untersucht, wobei eine ausgeprägte Abhängigkeit zum Sediment/Lithologie vorliegt. Die Ergebnisse werden graphisch und tabellarisch dargestellt und interpretiert. Florenmerkmalswerte und ihre stratigraphische Abhängigkeit: Es liegen zum Teil ausgeprägte Trends vor. So sinken bzw. steigen z. B. die Baumanteile im Schlämmbaren bzw. Spaltbaren mit abnehmendem Alter der Fundorte. Florenmerkmalswerte und ihre geographische Abhängigkeit: Es werden 14 Gebiete festgelegt. Für diese werden die jeweils vorliegenden Florenmerkmalswerte errechnet. Ausgleichsrechnungen berücksichtigen die Abhängigkeiten von Stratigraphie und Sediment/Lithologie Dadurch werden die Florenmerkmalswerte der Gebiete vergleichbar und es können Gemeinsamkeiten / Unterschiede erkannt werden. Es werden 4 Gebietsgruppen mit jeweils hoher Ähnlichkeit der Florenmerk-malswerte erkannt. Bemerkenswert ist, dass nicht immer nahe beieinander liegende Gebiete, sondern auch weiter entfernte ähnliche Werte aufzeigen können. Altersbestimmung mit Florenmerkmalswerten: Es werden Tabellen und Graphiken vorgelegt, mit deren Hilfe eine Altersbestimmung mit Florenmerkmalswerten (exotisch, paläotropisch, Mixwert u. a.) vorgenommen werden kann. In diesem Zusammenhang wird ein geographischer Korrekturfaktor eingeführt. Die mathematischen Ansätze für alle erfolgten Rechenoperationen werden vorgelegt.

    Band 50-3. Übereinstimmungen von Florenlisten und ihre stratigraphisch- geographischen Beziehungen: 1-244, 4 Abb., 224 Tab.
    München 1992 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    Es wird eine Formel für die Übereinstimmung zweier Florenlisten vorgelegt und aus-führlich diskutiert: Übereinstimmung = 2 . k / l1 + l2 (l1 Anzahl Arten der Florenliste 1; l2 Anzahl Arten der Florenliste 2; k = Anzahl Arten, die in beiden Florenlisten vorkommen). Mit Hilfe dieser Formel werden für jeden Fundort, dessen Florenliste mindestens 4 Arten umfaßt, eine Liste ähnlicher Fundorte ermittelt und ausgewertet.
    Korrelierbarkeit: Die Korrelier bar ist gut, wenn viele Fundorte mit hoher Übereinstimmung vorliegen, die möglichst einheitliches Sediment/Lithologie und lange Flo-renlisten aufweisen. Außerdem sollten die Florenmerkmalswerte gering streuen. Jede Fundortliste wird auf Korrelierbarkeit in regionaler/überregionaler, stratigraphischer, ökologischer und pflanzengeographischer Sicht bewertet.
    Regionale Beziehungen: Für jeden Fundort wird untersucht, in welchen Regionen Europas die ähnlichsten Fundorte liegen. Es zeigen sich typische regionale und überregionale Beziehungen.
    Stratigraphische Beziehungen: Für einen Fundort kann man anhand seiner ähnlichsten Fundorte das Alter bestimmen. Auf diese Weise wird die Alterseinstufung für 25 Fundorte eingeengt (z. B. Auenheim 1-1 laut Literatur Pliozän, anhand der ähnlichsten Fundorte U-Pliozän) und für 36 revidiert (z. B. Ampflwang 1-1 laut Literatur U-Pliozän, anhand der ähnlichsten Fundorte O-Miozän). Sediment/Lithologie: Die Fundorte einer Liste weisen häufig gleiches Sediment/Lithologie auf. Es wird nachgewiesen, daß hier Gesetzmäßigkeiten und nicht Zufälle, vorliegen.

    Band 50-4. Carpofloren, Carpofloren-Komplexe und Carpofloren-Phasen: 190 S., 20 Abb., 221 Tab.
    München 1993 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    193 Taphozönosen aus Europa, die bereits in den Bänden 1-3 der Documenta naturae 50 behandelt wurden, werden in Hinblick auf ihre Ähnlichkeit miteinander verglichen. Daraus ergeben sich größere Einheiten, die zu Carpofloren und Carpofloren-Komplexen verbunden werden. Es zeigt sich eine Abfolge von Carpofloren-Kornplexen, die stratigraphisch, regional und ökologisch interpretierbar ist. Es sind eindeutige Abhängigkeiten der altersdifferenten Carpofloren-Komplexe von der Fazies (Trocken, Sumpf, usw.) und vom Sediment (schlämmbar- spaltbar) zu verzeichnen. Die Carpofloren-Komplexe wurden zu Carpofloren-Phasen verändert. Dadurch erhält man Zeiteinheiten, die zwar relativ zueinander fassbar, aber chrono- oder biostratigraphisch noch nicht korreliert sind. Es wird ein Zeitraum vom Oligozän bis zum Pleistozän abgedeckt, eine Region, die ganz Mitteleuropa sowie alle Faziesbereiche vom offenen Wasser bis zum mesophytischen Trockenwald umfasst.

    Band 50-5. Artennachweise und stratigraphische Problematik: 150 S., 2 Abb., 11 Tab.
    München 1997 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    Die für den Carpofloren-Komplex D definierte Abfolge wird verworfen. Für die Carpofloren-Komplexe A, B, C, E, F und G wird eine vollständig revidierte Abfolge vorgelegt, für den Carpofloren-Komplex D eine unvollständig revidierte Abfolge. Die stratigraphische Problematik dieser Abfolge wird diskutiert und faziell interpretiert, wobei die spaltbaren Schichten des Carpofloren-Komplexes D mehr Elemente aus den Auewäldern bzw. aus der Feuchtfazies aufweisen. Anschließend wird eine Liste aller Arten vorgelegt. Pro Art sind die korrespondierenden Fundorte mit ihren Abfolgewerten angegeben. Diese Angaben sind noch stratigraphisch zu interpretieren.

    Band 50-6: Temporale, regionale und ökofazielle Bewertung von Arten: 154 S., 1 Fig., 13 Tab.
    München 1998 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    Im Gegensatz zu paläozoologisch fassbaren "Leitfossilien" stellen wir Temporal-, Regional- und Biotop-Indikatoren bei neogenen Karpofossilien vor. Ausgewählte Kombinationen dieser Indikatoren können als Äquivalente von Leit- und Zonenfossilien gelten.

    Band 50-7: Berichtigung der Datenbasis und neue Fundorte: 175 S., 6 Tab.
    München 1999 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    Die Datenbasis der Computerarbeit von 283 Fundorten wird berichtigt (vorläufige Listen werden entfernt) und durch neue Fundorte aus jüngster Literatur erweitert. Einige Arten werden ebenfalls revidiert und neue hinzugefügt. Die Entfernungsangaben von Fundorten werden revidiert, da sich ein systematischer Fehler eingeschlichen hat. Mischfloren werden eliminiert, Farnsporen wie Azolla oder Selaginella entfernt (aber im Appendix zusammengestellt), problematische Reste wie Spirellea ebenfalls.

    Band 50-8: Revision und Update von Florenmerkmals-Werten, Abfolge-Werten, Carpofloren und Carpofloren-Komplexen: 266 S., 503 Tab.
    München 2000 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    In diesem Band werden alle Fundorte und damit deren Floren mit ihrem Übereinstimmungswert zu anderen (den ähnlichsten) Lokalitäten vorgelegt. Die wichtigsten zugehörigen Daten wie Carpofloren-Komplex, Abfolgewert, geographische Fundortzuordnung. Sediment, Lithologie etc. werden jeweils angegeben.

    Band 50-9: Revision und Update der Übereinstimmungs-Tabellen von Fundort-Florenlisten: 208 S., 126 Tab.
    München 2001 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    Es werden zunächst einige Berichtigungen zu früheren bänden angegeben. Anschließend werden die Florenmerkmalswerte (Artenzahl, Trockenfaziesm paläotropisch u. a. Parameter in % sowie der Schlämmfaktor) aller Fundorte neu berechnet und aufgelistet. Die Abfolgewerte der Floren werden auf jeweils 5 Schritte für Oberoligozän, Untermiozän, …, Oberpliozän, Unterpliozän eingeengt. Der Wertebereich umfassst damit das Neogen (6-30) und darüber hinaus Paläogenfloren (1-5) und Quartärfloren (31-35) im alten Sinne. Diese Florenabfolge zeigt keine Brüche, weswegen wir von einer Abfolgeserie, die alle Carpofloren des gesamten Neogen umfasst, sprechen können. Die neuen Carpofloren-Komplexe A-S und Z ersetzen frühere und ergeben ein dichtes Netz von floristisch gur fassbaren Komplexen. Sie sind stratigraphisch, ökologisch-faziell und geographisch aufgliederbar. Ein Überblick mit Graphiken ergänzt die Daten in einer strtigraphischen Abfolge, gekoppelt mit der Fazies.

    Band 50-10: Revision und Update der Artennachweise: 181 S., 2 Tab.
    München 2002 (1. Auflage)
    Zusammenfassung
    Es wird eine vollständig revidierte Artenliste vorgelegt. Für jede Art werden die Fundorte, an dnen die Art nachgewiesen wurde, aufgelistet. Die ergänzte Fundortinformation besteht aus Fundortnamen, Land Region, revidiertem Abfolgewert, Carpofloren-Kommplex und Sediment.

    Band 50-11: Revision und Update von Biotop-Indikatoren für Fundorte und Carpofloren sowie Temporal- Indikatoren für Arten: 78 S., 8 Tab., 1 Fig.
    München 2003 (1. Auflage); ISBN 3-86544-474-1
    Zusammenfassung
    In diesem Band haben wir Updates der Biotop-Indikatoren von Fundorten gebracht. Aus den Biotopmerkmalen Wasser (W), Sumpf (S) und Trocken (T) der Florenpunkte haben wir den Biotop-Indikator (BI) abgeleitet und in einer Liste aller Fundorte vorgelegt. Dasselbe haben wir für die Carpofloren und Carpoflorn-Komplexe unternommen. Auf Basis der neu definierten Fundort-Abfolgewerte haben wir eine Liste aller Arten mit ihren jeweiligen Abfolgewerten erstellt. Damit ist eine erste stratigraphische Aussage für alle erwähnten Arten und damit auch Floren und deren Fundorte gegeben.

    Band 50-12: Die Regionen und ihre stratigrafische Bedeutung: 208 S., 21 Tab.
    München 2004 (1. Auflage); ISBN 3-86544-473-3 
    Zusammenfassung
    In dieser Arbeit beweisen wir, dass die Leitformen der Dux und Ind regional unterschiedlich reagieren, d. h. sie sind in verschiedenen Regionen Mitteleuropas stratigraphisch unterschiedlich ausgeprägt. Dies steht im Widerspruch zu den stratigraphischen Daten der marinen Leitfossilien oder zur Zonierung mit Kleinsäugern. Als Beispiel werden die Rutaceen mit diversen Zanthoxylum- und Toddalia-Arten näher untersucht.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 51 (dn051-1989-1)

München 1989 (1. Auflage); ISBN 3-86544-051-7
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Topitsch, W. M.: Geochemie und Petrographie der mesozoischen Ophiolithe des Appennins und der Tethys, Vergleich mit Referenzwerten definierter petrogenetisch-tektonischer Umgebung, Geologische, geodynamische und lagerstättenkundliche Implikationen: 1-952, Anhang I-IV.
    Zusammenfassung
    Die vorliegende Abhandlung befaßt sich mit dem Themenbereich Ophiolithe, zuerst mit klassischen geowissenschaftlichen Methoden in einem begrenzten Gebiet; darüberhinaus werden in einem größeren Rahmen Daten und Ergebnisse aus der Literatur ausgewertet, mit vereinheitlichten und übergreifenden Verfahren dargestellt und interpretiert.Selbst erarbeitete und der Literatur entnommene geologische, geochemische und petrologische Erkenntnisse werden mit konventionellen und mit statistischen Methoden verarbeitet auf petrogenetische, geodynamische und lagerstättenkundliche Aspekte hin untersucht und diskutiert.
    Im ersten Hauptteil werden die apenninischen Ophiolithe mit Schwerpunkt auf Basaltgängen und Gabbrokomplex bearbeitet.Die Problematik und die zahlreichen Eigenheiten der apenninischen Ophiolithe werden zusammengefaßt, und insbesondere Aspekte der räumlichen - zeitlichen Entwicklung des Ophiolithereignisses erörtert.Die Magmaetwicklung im Apennin wird somit von triassischen Alkalibasalten zu den Basaltgängen immer subalkalischer, Mitte der Kreide erfolgt ein Sprung zu sporadischen Basaniten, während erst im Tertiär kalkalkalische Andesite extrudieren.
    Der zweite Hauptteil der Abhandlung stützt sich. vor allem auf Literaturdaten.Bei der Auswertung der geochemischen Hauptelemendatenbanken (OPHRA, PETROS und ,,KOMA") zeigte sich, dass diese wegen unpräziser Gesteinsklassifikationen und wegen des Fehlens wichtiger Magmatittypen nur bedingt verwendbar sind.Die Rohdaten wurden in einheitlicher Weise weiterverarbeitet, und mit Hilfe zahlreicher Variationsdiagramme und mit statistischen Methoden ausgewertet.Als Basis für die weiteren Untersuchurigen werden weitgehend gesicherte Erkenntnisse zur Petrogenese dargelegt und ein Klassifikationsschema dargestellt. Danach lassen sich alle Mantelrnagmatite einteilen in ein Spektrum unterschiedlicher Primärschmelzen, deren Alkali-der Lithosphärendicke korreliert ist.Kritisch werden die häufig zur Klassifikation von Magmatiten verwendeten Variablen (Elemente und Elementverknüpfüngen) und Variationsdiagramme untersucht und mittels zahlreicher Gruppen von Referenzwerten auf Anwendbarkeit für Gesteine aus bekannter geotektonischer Umgebung überprüft.Zusammenfassend muss leider festgestellt werden, dass wegen überraschender Überlagerungen und Streuungen eine allzu genaue plattentektonische Unterscheidung und Einteilung von Magmatiten fragwürdig bis sinnlos erscheintIn den Kurzbeschreibungen der tethyschen Ophiolithprovinzen sind jeweils zuerst die wichtigsten Literaturdaten zusammengefaßt. Dabei werden Wiederholungen ähnlicher Beobachtungen weitgehend vermieden und nur wesentliche Oder aullergewohnliche Untersuchungsergebnisse ausgewählt.Anschließend werden die Ergebnisse der eigenen geochemisch - petrologischen Interpretation der magmatischen Gesteine, die nach einheitlichen Methoden unter Berücksichtigung der zahlreichen Referenzwerte vorgenommen wurde, in knapper Form zusammengefaßt.
    Mit Methoden der Clusteraralysis wird versucht, die neu eingeteilten und transformierten Datensätze der tethyschen Ophiolithe, der Referenzwerte und beider Gruppen zusammen hierarchisch zu gliedern. Im Diskussionskapitel werden zuerst verschiedene Aspekte zur Petrologie und Genese erörtert und schließlich mit den Ergebnissen der geochemischen Einenzelbearbeitungen verknüpft.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 52 (dn052-1989-1)

München 1989 (1. Auflage); ISBN 3-86544-052-5
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

 

  • Unger, H. J., Myat Htut & Einfalt, H. Chr.: Quartärgeologische Untersuchungen im Oberen Chindwin Distrikt (Sagain Division, Oberbirma): 1-110, 57 Abb., 23 Tab., 11 Taf., 1 Beil.
    Zusammenfassung
    Im Zuge quartärgeologischer Untersuchungen im Oberen Chindwjn Distrikt (Segaing Division,Ober-Birma), die sich entlang des Chindwin auf den Flussabschnitt zwischen Tetkon im Süden und Homalin im Norden erstreckten, wurden 5 pleistozäne Terrassen und eine holozäne Terrasse nachgewiesen, die sich mit den Terrassenniveaus am Irrawaddy perallelisieren lassen. Der Nachweis und die Korrelation dieser 6 Terrassen über eine Flußstrecke von 214 Kilometern gelang durch die Einmessung der einzelnen Terrassenhöhen zu beiden Seiten des Chindwin (40 Meßlinien mit 88 km gemessener Länge von 11 Basispunkten aus; Ausgangspunkt für die Einmessung war meistens der dry season level des Chindwin). Mit den Ergebnissen aus diesen Aufnehmen wurde die flächige Verbreitung der einzelnen Terrassen im Flussabschnitt zwischen Tatkon und Homalin kartenmäßig dargestellt. Daraus konnte die Ausdehnung des mittelpleistozänen bis holozänen Chindwin Tales und die Verteilung der einzelnen Terrassen im heutigen Tal rekonstruiert werden. Der petrographische Aufbau der pleistozänen Terrassen unterscheidet sich grundlegend von dem der holozänen Terrasse:
    - die pleistozänen Terrassen bauen sich aus einem unteren, grobklastischen Teil von 3 bis 6 m Mächtigkeit und einem feinklastischen oberen Teil, drem Overburden, 10 bis 14 m mächtig, auf. Den grobklastischen Teil rapräsantieran Sande, Kiese, Schotter und Boulder (bis maximal 50 cm Durcheesser) in lateral wie vartikal rasch wechselnder Folge, den feinklastischen Tail bauen Fein-bis Feinmittalsande bis Schluffe auf. Eine bis zu 4 m mächtige, intansiv rot gefärbte Lage (red soil) kann die pleistozänen Terrassen nach oben hin abschließen.
    - die holozäne Tarrasse, die sich in einen älteren (qhä) und einen jüngeren (qhj) Tail unterteilen läßt, wird ganz oder zum überwiegenden Teil von lose gelagerten, abschnittsweise kreuzgeschichteten Fein-bis Grobmittelsanden aufgebaut, die lagenweisa schluffig sein können. Der Schluffgahalt nimmt generell nach oben hin zu. Eingelagerte Fein-bis selten Grobkiese in Lagen oder Linsen wurden, ragellos im feinkörnigen Sediment verteilt lagernd, verschiedentlich beobachtet.
    Die holozäne Terrasse liegt 4 bis 15 m über dem dry season level des Chindwin. Sie wird während der Regenzeit in weiten Teilen noch überflutet. Die pleistozänen Terrassen liegen 24,8 m (T4), 41,2 m (T3), 56,6 m (T2), 74,8m (T1) und 118,8 m (T0) Über dem dry season level des Chinwin.
    Durch die auch heute noch andauernde Hebung des Untergrundes war der Chindwin im fortschreitenden Pleistozän gezwungen, sich epigenetisch in das sich hebende Tertiär einschneiden. Härtere Schichten des Tartiärs konnten dabei wegen des offensichtlich über längere Zeiträume zu geringen Energieangabotes des Flusses nicht erodiert werden, blieben als Härtlinge im Strombett stehen und beeinflussten in zunehmendem Maße das Sedimentationsgeschehen. Dadurch entstanden parallel zu den pleistozänen Akkumulationstarrassen (T0-T4) zeitgleiche Erosionsverebnungen ((T0)-(T4)) im sich hebenden Tertiär, die mit Resten von Terrassenschottern, versteinertem Holz und feinkörnigem Overburden-Material bedeckt sein können.
    Die pleistozänen Terrassen T0 bis T4 wurden im Mittleren-und Oberen Pleistozän, etwa im Zeitraum zwischan 800 000 bis 10 000 Jehren vor heute abgelagert, die holozäne Terrasse des Postglazials ist jünger als 10 000 Jahre vor heute anzusetzen.
    Bei den Aufnahmearbeiten konnten erstmals im Oberen Chindwin Distrikt paläolithische Steinwerkzeuge innerhalb der Terressenschotter der pleistozänen Terrassen T2 bis T4 gefunden werden. Da bis jetzt zu wenige Artefakte entdeckt wurden, können sie im Moment noch nicht für eine Datierung der Terrassen herangezogen werden. Parellelisierungen mit den entlang des Irrawaddy gefundenen steinzeitlichen Kulturrelikten gestatten eine vorläufige Einstufung in die paläolithischen Stufen des Early Anyathian und des Late Anyathian.
    Ein geologisch-stratigraphischer Überblick und Bemerkungen zur Tertiär-Stratigraphie des Chindwin Backens orientieren sich hauptsächlich an der Literatur, doch konnte in Korrelation mit den Faunen des westlich gelegenen Paratethys-Bereich, des Sedimentationsende der Irrawaddy Gruppe faunistisch mit dem Ende des Pliozän festgelegt werden.
    Grundrisse und Profile aller vermessenen Profillinien werden vorgelegt. Im Zuge der Aufnahme wurden nördlich von Homelin auch Tertiär-Sandsteine beprobt, die auf ihren Schwerminaralanteil und den Tongehalt hin untersucht wurden. Ihr Schwermineralspektrum ähnelt dem der grobkörnigen pleistozänen Terrassensedimente, allerdings führen sie bis zu 77% Keolinit als toniges Bindemittel.
    Da Birma im östlichen Teil der Tethys liegt erschien es vertretbar, die weiter im Westen für den Tethys/Paratethys-Bereich chronostratigraphisch ermittelten absoluten Zeitmarken zu übernehmen, die allerdings durch die Faunanvergleiche ebenfalls untermauert werden. Danach liegt die Grenze Miozän zu Pliozän bei 5,4 Mill.Jahran vor heute, des Pleistozän beginnt bei etwa 1,8 Mill.Jahren vor heute und endet gegen 10 000 Jahren vor heute. In das Untere Pleistozän wurden die Boulder Konglomerate Birmas (in Analogie zu den Boulder Konglomeraten der Siwaliks in Indian) gestellt. Zu dieser Zeit dürfte das Quellgebiet des Ur-Chindwin noch im tibetischen Hochland gelegen haben und der heutige Tsangpo sein Oberlauf gewesen sein. Bis Ende der Sedimentation der Irrawaddy Gruppe, spätestens bis nach der Ablagarung der Boulder Konglomarate gab es nur ein einziges großes Stromsystem im westlichen Birma, nämlich das Ur-Chindwin-System. Mit dem Einsetzen der großen Vereisungen im Himalaya im Mittleren Pleistozän dürfte die Abkoppelung des Ur-Chindwin vom Tsangpo erfolgt sein, Chindwin und Irrawaddy werden zu eigenständigen Flusssystemen, es begann die Gaschichte der Flussterrassen an beiden Strömen. Detailprofile aus Goldfeldern und Aufschlüssen werden vorgelegt. Petrographische Garöllanalysen von Terrassenschottern ergaben neben einer Dominanz von weißtrübem Quarz, höhere Anteile von Sandsteinen, Radiolariten und quarzitischen Sandsteinen, sowie geringe Prozentsätze von sauren Magmatiten und intermediären bis basischen Gesteinen. Aus den Schwermineralanalysen an Kies-und Sandproben aus den pleistozänen Terrassanschottern unterschiedlicher Niveaus lassen sich folgende Schlußfolgerungen ziehen:
    - eine Unterscheidung der einzelnan pleistozänan Terrassen mittels signifikanter Schwermineral-Assoziationen ist nicht möglich,
    - alle untersuchten grobklastischen Terrassensedimente führen geringe Gehalte an vulkanischem Glas (ebenso eine tertiär-Probe), was als Indiz für eine vulkanische Tätigkait auch während des Mittleren-und Oberen Pleistozäns in der Umgebung des Chindwin Beckens gewertet wird.
    Die einzelnen Terrassen werden in ihrer ursprünglichen und heutigen Verbreitung dargestellt und die Hauptströmungsrichtungen im pleistozänen Tal ausgewiesen. Bei der Auswertung zeigte sich, dass der Zwischenrücken, Nwetemon Taungdan, nordöstlich von Homalin gelegen, ursprünglich westlich und östlich vom Ur-Chindwin umflossen wurde, d.h., dass der Uyu-River frühestens ab der T4-Zeit, wahrscheinlich erst ab dem Holozän als eigenständiger Fluss vorlag.
    Abschließende Bemerkungen zum Sedimentationsablauf und der Tektonik zwischen dem Obermiozän und dem Holozän im Oberen Chindwin Becken beschließen den petrographisch-stratigraphischen Teil. Die Untersuchungen des vorausgegangenen Abschnitts hatten als Zielvorgabe, die Ausdehnung Gold-prospektiver Terrassenflächen, die Zuordnung von Goldfeldern zu einzelnen Terrassen und eventuelle Gesetzmäßigkeiten der Goldführung in den Terrassenschottern aufzuzeigen. Das Gold in den Terrassenschottern am Chindwin dürfte sowohl primären (Wuntho-Massiv) als auch sekundären oder tertiären Quellen (u.a. miozäne Sedimente) entstammen und eine stufenweise Anreicherung erfahran haben. Dieselbe Aussage gilt für die Platin-Gruppen-Minerale, die vergesellschaftet mit dem Gold auftreten. Mögliche Zusammenhänge zwischen Liefergebieten und Seifenvorkommen im Chindwin Gabiet und einige wesentliche Kennzeichen der Chindwin-Seifen (Korngrößen, ihre Anreicherung und ihre Lagerung, regellos verteilt in Lagen oder Linsen in den Schotterabfolgen) werden dargelegt. Die Goldführung tritt regellos verteilt, linsig oder lagig, in den Grobsedimenten der pleistozänan Terrassenschotterabfolgen auf. Allgemeingültige Varteilungsschemata für die Goldführung in den Schotterlagen lassen sich nicht erkennen. Die heute bekannten Goldabbau-Felder verteilen sich hauptsächlich auf die plaistozänen Terrassen T3 (37%) und T4 (40%), untergeordnet auf die Terrassen T2 (11,4%) und T1 (11,4%). Die Chindwin-Seifen gehören zum Typus der ellochthonen Gold-Seifen. Für jede der 5 pleistozänen Terrassen werden, nach Auswertung der Lagerungs-und Verbreitungskarten, die Häufigkeitsgebiete ausgewiesen, d.h. Gebiete, die vermutlich einen hohen Prospektionswert heben und die sich für eine weiterführende Exploration anbieten. Das weite Gebiet südlich von Homalin dürfte auf Grund des wahrscheinlich großen Gesamtvolumens der Terrassensedimente und seiner Staubackenfunktion vor der Flussverengung nördlich von Ton-ha für weitere Prospektions- und Explorationsarbeiten prädestiniert sein. Im Anhang wird von der frühneuzeitlichen Eisenverhüttung zwischen Ta-nga und Thaungdut berichtet, deren Spuren gefunden wurden. Dabei wurde in einem primitiven Schmelzverfahren aus den am Top des Tertiärs lagernden Eisenkrusten und hämatitischen Eisenkonkretionen ab 1797 n.Chr.(unter der Agide der Herrschar von Thaungdut IV) Eisen erschmolzen. Zusammen mit den Schlacken fanden sich auch viele Keramikreste von Gebrauchsgeschirr.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 53 (dn053-1989-1)

München 1989 (1. Auflage); ISBN 3-86544-053-3
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Fechner, G.: Palynologische Untersuchungen im Alb/Cenoman-Grenzbereich von Rüthen (NW-Deutschland) und La Vierre (SE-Frankreich): 1-136, 27 Abb., 34 Taf.
    Zusammenfassung
    Die vorliegende Arbeit liefert eine palyno-sedimentologische und quantitativ-stratigraphische Gesamtdarstellung von zwei Profilen mit sehr unterschiedlichen geologisch-sedimentologischen, ökologisch-faziellen sowie palaogeographischen Parametern. Die dabel gewählten Profile aus der mittleren Kreide (Alb/Cenoman-Grenzbereich) liegen heute mehr als 800 km in Nord-Süd-Richtung voneinander entfernt. Das ca. 4 m mächtige Profil Ruthen befindet in NW-Deutschland (boreale Provinz) und ist in einer transgressiv-neritischen Fazies ausgebildet, während sich das gut 12 m umfassende Profil La Vierre in SE-Frankreich am Nordrand der Tethys befand und in hemipelagischer Fazies vorliegt. Mit Hilfe mehrerer, zum Tell parallel und unabhängig voneinander angelegter palynologischer Arbeitsansätze wird versucht, die Zusammenhänge von Palynologie, Sedimentologie, Ökologie, Provinzialismus und Stratigraphie zu klären und Probleme sowie Möglichkeiten palynologischer Untersuchungen aufzuzeigen. Insgesamt wurden 198 Taxa identifiziert; sie verteilen sich auf 76 Dinoflagellaten-Zysten, 25 Acritarchen, 3 Angiospermenpollen, 15 Gymnospermenpollen, 79 Sporen. Außerdem enthielt das Marerial 3 Formen von Foraminiferen-Innentapeten und 1 Scolecodonten. In einem kurzen systematischen Anhang werden einige ausgewählte Taxa (3 Angiospermenpollen, 5 Dinoflagellaten-Zysten und 1 Mikroproblematikum) ausführlich beschrieben und ihre systematische Stellung diskutiert. Für die quantitative Auswertung der Palynomorphen-Assoziation (198 Taxa!) wurde die Zahl der erfassten Formen auf eine praktikable Anzahl von 74 Zählgruppen reduziert. Diese Zählgruppen werden kurz definiert und sind zusätzllch mit Differentialdiagnosen versehen. Die Ergebnisse der quantitativen Analyse sind in mehreren Tabellen in Prozent dargestellt. Ferner sind in zwei Grafiken die Karbonat- und C -Gehalte, der org. "terrigen-Index" und ausgewählte, auf der quanitativen Analyse basierende palyno-sedimentologische Daten zusammengestellt. In der ausführlichen Diskussion der quantitativen Dinoflagellaten-Zysten-Daten unter Eibeziehung von palyno-sedimentologischen Erkenntnissen wird exemplarisch gezeigt, dass solche Daten oft schwer zu Interpretieren sind und insgesamt auch nur eine relativ grobe stratigraphische Korrelation zulassen, besanders wenn die Profile in verschiedenen Floren-Provinzen liegen. Deshalb wurden versuchsweise die quantitativen Daten von drei, weitgehend faziesunabhängigen Dinoflagellaten-Zysten-Taxa direkt ins Verhältnis gesetzt, wobei hier zwischen diesen Dinoflagellten-Taxa markante, wahrscheinlich Klima-induzierte Häufigkeitsschwankungen zu beobachteten sind. Möglichweise lassen sich diese recht gleichmäßigen rhythmischen Häufigkeitsschwankungen für eine palynologische Korrelation von etwa gleichalten Profilen auch über größere Distanzen nutzen. Weiter wird gezeigt, dassa auch quantitativ erfasste Pollen- & Sporen-Assoziationen für eine palynostratigrapische Korrelation der beiden Profile völlig ungeeignet sind. Eine Rekonstruktion der Landflora ist in der mittleren Kreide anhand von Pollen- & Sporen-Assoziationen aus marinen, zum Teil relativ landfernen Ablagerungen ebenfalls nur mit einigen Einschräkungen möglich. Abschließend werden Lage und Grenzen von möglichen Paläo-Florensubprovinzen in der mittleren Kreide von Europa diskutiert.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 54 (dn054-1989-1)

München 1989 (1. Auflage);
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Meller, B.: Eine Blatt-Flora aus den obermiozänen Dinotherien-Sanden (Vallesium) von Sprendlingen (Rheinhessen): 1-109, 8 Abb., 2 Tab., 26 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Dinotheriensandflora aus Sprendlingen (Rheinhessen) stelit die erste Flora aus den obermiozänen Dinotheriensanden des Mainzer Beckens dar. Die in der älteren Literatur (z.B. LEPSIUS 1883; WENZ 1921) erwähnte Dinotheriensandflora von Laubenheim stammt sicher nicht aus den Dinotheriensanden. Das Material besteht aus ca. 1000 Blättern und Blattfragmenten (von denen mehr als 50% zur Bearbeitung herangezogen wurden) und vereinzelten Samen- und Fruchtresten, die alle in Abdrucken vorliegen, so dass die Bestimmunmg allein nach morphologischen Kriterien erfolgen musste. Insgesamt wurden 29 Blatt- und 17 Fruktifikations-Taxa unterschieden, ausführlich beschrieben und ihre taxonomisch-systematische Zugehörigkeit diskutiert. Die pflanzensoziologische und -ökologische Auswertung der Fossilien anhand pflanzengeographischer und floristischer Rezentvergleiche läßt eine Auwald-Gesellschaft aus Ulmen und Weiden erkennen, vergesellschaftet mit Zelkoven und Birkengewächsen. Die Kombination aller sicher nachgewiesenen Genera deutet darauf hin, dass die fossile Flora einen Ausschnitt eines Mixed Mesophytic Forests bildet, wie er rezent z.B. in bestimmten Regionen Chinas und im östlichen Nordamerika vorkommt, in einem warmgemäßigten Regenklima mit einer mittleren Jahrestemperatur von 11 - 15°C und jährlichen Niederschlägen von 1000 - 1200mm.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 55 (dn055-1989-1)

München 1989 (1. Auflage);
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Gregor, H.-J., Hottenrott, M., Meyer, K.-J. & THIELE-PFEIFFER, H.: Neue geologisch-paläontologische Ergebnisse aus den Tagebauen der "Oberpfälzer Braunkohle" (Naab-Molasse, Miozän): 1-78, 15 Abb., 10 Taf.
  • Knobloch, E.: Die biostratigraphische Stellung der tertiären Blattflora von Seussen und Wackersdorf (Oberpfalz): 79-89, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Von der Blätterflora von Seussen bei Arzberg werden bisher nicht veröffentlichte Funde mitgeteilt (Ulmus sp., cf. Zelkova sp., Acer dasycarpoides, Cyclocarya cyclocarpa, Carya serraefolia), die die früher vom Verfasser ausgesprochene Ansicht bekräftigen, dass diese Flora mit Floren aus den vulkanogenen Ablagerungen West- und Nordböhmens verglichen werden muss.
  • Dehmer, J. & Wolf, M.: Petrographie und organische Geochemie eines Flözprofiles aus dem Unterflöz der Oberen Braunkohle: 90-99, 4 Abb., 3 Tab.
  • Fahlbusch, V.: Die Dorcatherien von Wackersdorf: 100-101
  • Gregor, H.-J. & Gregor, U.: Lebensbilder der Oberpfälzer Braunkohlenbiotope: 102-197, 2 Taf.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 56 (dn056-1989-1)

München 1989 (1. Auflage); ISBN 3-86544-056-8
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Brinkmann, W.: Vorläufige Mitteilungen über die Krokodilier-Faunen aus dem Ober-Jura (Kimmeridgium) der Kohlengrube Guimarota bei Leiria (Portugal) und der Unter-Kreide (Barremium) von Una (Provinz Cuenca, Spanien): 1-28, 4 Abb., 1 Tab., 6 Taf.
    Zusammenfassung
    Die amphibischen bis terrestrischen Krokodilier-Faunen („Metamesosuchia", sensu BUFFETAUT 1982a) aus der ,,Braunkohle" von Guimarota (Kimmeridgium, Portugal) und Una (Barremium, Spanien) sind in ihrer Zusammensetzung sehr ähnlich und bilden eine typische Vergesellschaftung des Jura und der Kreide von Europa. Charakteristisch für diese weit verbreitete Lebensgemeinschaft ist vor allem das gemeinsame Vorkommen von kleinen, fortschrittlichen Gattungen, wie Theriosuchus und/oder Bernissartia, mit großwüchsigen, evoluierten Räubern, wie den Goniopholididen. Außer dieser Theriosuchus-Bernissartia-Assoziation existierte im Jura und in der Kreide unseres Kontinents eine weitere Charakterfauna, bestehend aus den morphologisch relativ einheitlichen ,,Plattenkalk"-Atoposauriden "Atoposaurus", Alligatorellus, Alligatorium und/oder Montsecosuchus. Diese Vergesellschaftung von kleinen, fortschrittlichen, terrestrisch lebenden Krokodiliern ist weitgehend an laminierte Kalksteine („Plattenkalke") gebunden. Während die Untersuchungen des Krokodiller-Materials aus Guimarota noch nicht abgeschlossen sind und die kleinen Formen dieser Lokalität deshalb vorerst nur als Theriosuchus- und Bernissartia-ähnlich bezeichnet werden, können in Una die Taxa Theriosuchus nov. sp., Bernissartia sp. und Goniopholis sp., sowie mit der durophagen Una-Form (nov. sp., nov. gen., nov. fam.) eine bisher unbekannte Krokodilier-Familie nachgewiesen werden.
  • Kohring, R.: Megarhynchaenus schalowae n. g. et sp., ein neuer Curculionide (Insecta: Coleoptera) aus dem Pannonium von Rumänien: 29-32, 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus dem Pannonium (Obermiozän) von N-Rumänien wird ein sehr gut erhaltener Rüsselkäfer der Subfamilie Rhynchaeninae beschrieben und abgebildet. Seine Merkmale stellen ihn in die verwandtschaftliche Nähe der rezenten Gattung Rhynchaenus. Die Größe des Megarhynchaenus schalowae n. g. n. sp. genannten Fossils rechtfertigt jedoch die Aufstellung einer neuen Gattung.
  • Kohring, R. & Schlüter, T.: Historische und paläontologische Bestandsaufnahme des Simetits, eines fossilen Harzes mutmaßlich mio/pliozänen Alters aus Sizilien: 33-58, 13 Abb., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Das fossile Harz Siziliens, der Simetit, wird vorgestellt. Nach einigen historischen Anmerkungen wird durch einen Vergleich der bisherigen Fundortangaben, gekoppelt mit den stratigraphischen Verhältnissen in Sizilien, ein obermiozänes bis unterpliozänes Alter für den Simetit angenommen. Bei der physikalischen und chemischen Charakterisierung wird auf eine violettfarbene Fluoreszenz und spezifische IR-Spektrogramme hingewiesen, die den Simetit deutlich vom Baltischen Bernstein unterscheiden. Die zwei neuen Arten Microlynx franzbesucheti n. g. n. sp. und Platypodidarum ferrarae n. sp. (Coleoptera) werden aufgestellt. Den größten Anteil der Entomofauna stellen die Dipteren und Hymenopteren. Einige Floreneinschlüsse und Faunenelemente machen wahrscheinlich, dass die Stammpflanze des Simetits eher bei den Angiospermen als bei den Gymnospermen zu suchen ist.
  • Schlüter, T.: Neue Daten über harzkonservierte Arthropoden aus dem Cenomanium NW-Frankreichs: 59-70, 5 Abb., 6 Taf.
    Zusammenfassung
    Durch Röntgen- und Rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen konnte die Kenntnis harzkonservierter Arthropoden aus dem Cenomanium der Tongruben von Bezonnais (Dept. Sarthe) und Durtal (Dept. Maine-et-Loire) am Rand des Pariser Beckens erweitert werden. Zwei neue Taxa, Lutetiatermes prisca nov. gen., nov. spec. und aff. Mastotermes sarthensis nov. spec. (Isoptera) werden errichtet und diskutiert. Die ehemalige Biozönose umfasst Vertreter der folgenden Ordnungen: Phalangiida (?), Araneae, Acari, Blattariae, Isoptera, Psocoptera (?), Heteroptera, Planipennis, Coleoptera, Hymenoptera und Diptera. Die in Jüngster Zeit debattierte Hypothese, dass Luft früherer geologischer Epochen unverändert in fossilen Harzen überliefert werden konnte, wird mit Hinweis auf die Erhaltungszustände der Inklusen in den französischen Harzen skeptisch beurteilt.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 57 (dn057-1990-1)

München 1990 (1. Auflage);
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  • Geissert, F., Gregor, H.-J. & Mai, D. H. (mit Beiträgen von Boenigk, W. & Günther, Th.): Die "Saugbagger-Flora" - Frucht- und Samenflora aus dem Grenzbereich Miozän-Pliozän von Sessenheim im Elsaß (Frankreich): 1-207, 47 Abb., 17 Tab., 35 Taf.
    Zusammenfassung
    Die fossile "Saugbaggerf lora" von Sessenheim im Elsaß wird hier beschrieben. Sie wird so genannt, weil sie aus einer Kiesgrube in ca. 20 m Tiefe von einsm Saugbagger abgesaugt und dann vom Rohr auf Halde geschüttet wird. Die Flora ist obermiozänen-unterpliozänen Alters und weist 157 Arten auf, wovon über 70% Pflanzen trockener Standorte sind (15% Sumpfflora, 11% Wasserflora), was sich auch an einem Anteil von 70% Baumartiger (30% Krautartiger) ablesen läßt. Pflanzengeographisch gesehen liegen 70% arktotertiäre Elemente vor (30% paläotropisch), 57% native (43% exotische) und von den anderen Verteilungen 22% Elemente der ASA-GRAY-Disjunktion, 30% holoarktische Foreen, 16% tropisch-subtropische, 7% disperse und 25% Kosmopoliten; 4% der ganzen Flora sind als ausgestorbene Formen zu betrachten. Die Flora zeigt gute Übereinstimmungen mit weiteren elsässer (Auenheim, Kaltenhausen), den Wetterauer (Dorheim etc.), niederrheinischen (Düren) und einigen polnischen Floren (Kroscienko). Früher wurden diese Ablagerungen als Pliozän angesehen während wir sie heute ins Oberstmiozän an die Grenze zum Pliozän legen. Eine neue Computerauswertung erlaubt die Einordnung der Saugbaggerflora in verschiedene Vegetationsränge und geographische Florenräume. Wir können die Mixed Mesophytic Forests und Deciduous Broad-leaved Forests Chinas, Japans und des Südostens von Nordamerika in unsere Vergleiche mit einbeziehen, aber ebenso gemäßigte Buchenwäler Europas und Kleinasiens. Neue Arten sind: Carpolithus alsaticus, Acer gerberi, Corylus acuminata, Leitneria flexuosa, Menispermum reidii, Pulmonaria gossmannii, Sapium maedleri, Schizandra kirchheimeri, Symphytum bottii, Ternstroemia dorofeevii, Ziziphus noetzoldii, (Epipremnites reniculus nov. comb.).

Zeitschrift Documenta naturae, Band 58 (dn058-1990-1)

München 1990 (1. Auflage);
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Pletzer, G.: Die mittelalterliche Keramik von Regensburg: 1-58, 5 Tab., 70 Taf.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 59 (dn059-1990-1)

München 1990 (1. Auflage); ISBN 3-86544-059-2
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Givulescu, R.: Zwei neue Bennettiteenblüten aus dem unteren Lias von Anina (Banat, Rumänien): 1-7, 2 Taf.
  • Givulescu, R. & Czier, Z.: Neue Untersuchungen über die Floren des unteren Lias Rumäniens: 8-19, 3 Taf., 2 Tab.
  • Holleis, P.: Toneisensteinknollen und Kalkkonkretionen aus dem Lias delta (Amaltheenton): 20-29, 1 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    In der Literatur finden sich in den Beschreibungen zum Unteren Jura, hier Lias δ (= Amaltheenton), immer Hinweise auf Konkretionen verschiedener Art, die Fossilien wie auch Mineralien, im speziellen Calcite, enthalten können. Beim Bau des Main-Donau-Kanals im Bereich der Scheitelhaltung bei Bachhausen (OPf.) finden sich im Lias δ Kalkgeoden enormen Ausmaßes und mit Calcit verheilten Schrumpfungsrissen.
  • Gregor, H.-J.: Der Erstnachweis von Mastixien in den neogenen Sedimenten von Kaltennordheim/Rhön: 30-33, 1 Taf., 2 Tab.
  • Vavra, N. & Becker-Platen, J. D.: Eine Bryozoenfaunula aus dem Tertiär der Türkei (Känozoikum und Braunkohlen der Türkei. 27): 34-42, 2 Abb., 1 Tab.
  • Unger, H. J.: Die Bentonite in Ostniederbayern: 43-57, 8 Abb., 5 Tab.
  • Givulescu, R.: Le genre Arctopteris SAMYLINA 1964 dans la flore du Lias inférieur d’Anina, Roumania: 58-62, 1 fig., 1 pl.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 60 (dn060-1990-1)

München 1990 (1. Auflage); ISBN 3-86544-060-6
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Zolitschka, B.: Spätquartäre jahreszeitlich geschichtete Seesedimente ausgewählter Eifelmaare: 1-226, 48 Abb., 18 Tab., 29 Taf.
    Zusammenfassung
    Sedimentprofile aus drei rezenten Maarseen der Vulkaneifel wurden mikrostratigraphisch analysiert. Mit sedmnentologischen, diatomologischen und palynologischen Methoden konnten die feinen Laminationen der organischen Sedimente aus den eutrophen Seen Holzmaar und Meerfelder Maar als jahreszeitlich geschichtet nachgewiesen werden. Für die Sedimente des oligotrophen Gemündener Maares ist Jahresschichtung nur in wenigen Abschnitten belegbar. Diese Sedimente bestehen zu 40 % aus Turbiditen, deren hoher Anteil an litoralen Komponenten auf Sedimentfokussierung zurückgeführt wird.
    Die Jahresschichten ermöglichten für die Sedimente des Holzmaares und des Meerfelder Maares den Aufbau einer Warvenchronologie, die mit 12.800 Jahren das Holozän und das Spätglazial umfasst. Die Entwicklungsgeschichte der eutrophen Seen, die Besiedlungsgeschichte der Einzugsgebiete und die Klimageschichte konnten basierend auf der absoluten Datierung anhand der Sedimentprofile rekonstruiert werden. Für das Spätglazial und das beginnende Holozän bis 9000 VT (=Warvenzeit in Jahren vor 1984) wurden neben dem kalt/trockenen Klimarückschlag der Jüngeren Dryas drei weitere trockene Klimaphasen zur Zeit der Älteren Dryas, des Präboreals und des Boreals ausgeschieden. Im Sediment sind sie durch vermehrten klastischen Eintrag und dadurch erhöhte Sedimentationsraten erkennbar.
    Seit 9000 VT dominieren rein organogene Sedimente, die in einem 1000-jährigen Zyklus kräftige Diatomeenblüten mit gesteigerten Sedimentationsraten aufweisen. Spektralanalytische Untersuchungen dieser Sedimente zeigen Spektren, die für Sonnenfleckenzyklen und astronomische Periodizitäten typisch sind. Diese Ergebnisse sind nur durch klimatische Einflüsse auf die Sedimentgenese zu erklären.
    Ab 7100 VT sind die Folgen menschlicher Rodungen im Sediment belegbar. Im Neolithikum fallen sie zeitlich mit den warm/feuchten Klimaphasen zusammen, die wahrscheinlich das Vordringen der Menschen in die höheren Regionen der Vulkaneifel begünstigten. Erst mit Beginn der Bronzezeit können die Folgen anthropogener Aktivitäten auch während kühl/feuchter Klimaphasen im Sediment nachgewiesen werden. Die deutlich erhöhten Sedimentationsraten seit der Jüngeren Eisenzeit (Latène) um 2300 VT werden auf verstärkte Bodenerosion durch intensivierte Landnutzung und Bergbau zurückgeführt.
    Klima- und Besiedlungsphasen spiegeln sich im Trophiegrad der Seen wider. Der Anstieg der Nährstoffgehalte über mesotrophe zu schwach eutrophen Verhältnissen vom Bölling bis zum Alleröd und der Rückgang der Trophie in der Jüngeren Dryas war klimatisch verursacht. Zu Beginn des Präboreals erfolgte innerhalb weniger Jahrhunderte der Wechsel von Mesotrophie zu Eutrophie. Ab 5400 VT wirkten sich die Folgen der menschlichen Besiedlung durch ansteigende Nährstoffgehalte im Sediment aus.
    Das Klima wurde im Verlauf des Holozäns durch Zunahme des kulturellen Einflusses auf die Prozesse im Einzugsgebiet der Seen aus seiner Rolle als dominierender Faktor der Sedimentgenese verdrängt.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 61 (dn061-1990-1)

München 1990 (1. Auflage); ISBN 3-86544-061-4
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Fechner, G.: Dinoflagellaten-Zysten aus dem Oligozän der "Seekuhschicht" von Bottrop, NW-Deutschland: 1-5, 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Eine Sedimentprobe aus oligozänen Ablagerungen in der Knochenfragmente einer Seekuh gefunden wurden, ist palynologisch untersucht worden. Neben wenigen Pollen und Sporen enthielt die Probe zahlreiche Dinoflagellaten-Zysten. Aufgrund der Mikroplanktonflora kann die Fundschicht vorläuflg in die Wetzeliella symmetrica-Zone (nach BENEDEK 8 MOLLER, 1976), bzw in die Wetzeliella gochtii-Zone (nach COSTA & DOWNIE, 1976) - in beiden Fällen ins oberste Latdorf an der Grenze Unter/Mittel-Oligozän - eingestuft werden.
  • He Xilin & Shen Shuzhong: A research into the biotic alternation near the Permo-Triassic boundary in Zhongliang Hill of Chogging City and its vicinity: 6-14, 3 figs., 1 tab.
  • Knobloch, E. & Zahn, H.: Die Blattflora aus der Oberen Süßwassermolasse von Ebing (Waldkraiburg) - im Vergleich mit der Flora von Aubenham: 15-21, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Flora aus dem Sandstein von Ebing am Inn enthält u.a. Ostrya(?) kvacekii und Carpinus(?) kryshtofovichii - beide typisch auch für Aubenham. Ein stratigraphischer Vergleich wird hiermit wahrscheinlich (Pannon-Pont-Grenze).
  • Velitzelos, E.: Neue paläofloristische Daten zur Entwicklungsgeschichte der Pflanzen im Ägäisraum, insbesondere der Paläoflora von Thera (Santorin): 22-28.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 62 (dn062-1990-1)

München 1990 (1. Auflage);
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Kühne, W. G.: Paleontology and Dialectics: 1-168, 19 figs.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 63 (dn063-1991-1)

München 1991 (1. Auflage); ISBN 3-86544-063-0
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Salvermoser, St.: Lithofaziesbereiche fluviatiler Sedimente der Oberen Süßwassermolasse in Bayerisch Schwaben: 1-34, 10 Abb.
    Zusammenfassung
    Die fluviatilen Sedimente der Oberen Süßwassermolasse in Bayerisch-Schwaben können aufgrund ihrer sedimentären Schichtungsstrukturen gegliedert werden. Zur faziellen Aufnahme werden standardisierte Lithofaziestypen (MIALL 1985) herangezogen, mit denen der variable Internaufbau der Sedimente systematisiert und einer statistischen Bearbeitung zugänglich gemacht werden kann. Die auftretenden Standardfaziestypen werden zu übergeordneten, neu eingeführten Lithofaziesgruppen zusammengefasst.
    Die statistische Auswertung (Q-Modus Clusteranalyse, Markovketten-analyse) zeigt, dass plausible räumliche Verteilungsmuster existieren. In horizontaler Richtung können Faziesbezirke, die fluviatilen Teilbereichen entsprechen, kartenmäßig dargestellt werden. In modellhaften Vertikalprofilen können innerhalb dieser Teilbereiche sedimentäre Zyklen festgestellt werden. Fazielle und hydrodynamische Aussagen aufgrund der Analyse des sedimentären Gefüges werden durch granulometrische Untersuchungen gestützt.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 64 (dn064-1991-1)

München 1991 (1. Auflage);
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Rosselet, C.: Die Fauna der Spaltenfüllungen von Dielsdorf (Eozän, Kanton Zürich): 1-177, 23 Zeichn., 30 Fig., 26 Tab.
    Zusammenfassung
    Die Dielsdorfer Fauna (gesamtes Material) umfasst zeitlich die Säugetierzonen MP 13 bis MP 22 (spätes Eozän / frühestes Oligozän), wobei 2 Schwerpunkte, der eine im Marinesium (MP 16), der andere im mittleren bzw späten Ludium (MP 18-20), erkannt werden. Eine klare zeitliche Unterscheidung der einzelnen Spalten ist nicht möglich. Die Dielsdorfer Fauna ist artenreich (42 verschiedene Formen). Der Lebensraum von Dielsdorf wechselt während des späten Eozäns zwischen einer bewaldeten Umgebung in feucht-warmem Klima und einer tropisch- bis subtropisch-baumbestandenen Savanne.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 65 (dn065-1991-1)

München 1991 (1. Auflage); ISBN 3-86544-065-7
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Gregor, H.-J.: Ein neues fossiles Seegras - Posidocea frickhingeri nov. gen. et spec. im Paläogen Oberitaliens (Verona): 1-11, 4 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird ein fruchtendes Büschel von Seegräsern aus den Eozän des Bolca-Gebietes (Oberitalien) beschrieben und als Posidocea frickhingeri nov. gen. et spec. bezeichnet. ökologisch passen dazu sehr gut Rhizome von Posidonia parisiensis aus den benachbarten San Floriano. Beide Fundstellen liegen in oberitalienischen Eozän nordwestlich Verona.
  •  Givulescu, R.: Zwei neue Pflanzen aus dem unteren Lias von Anina, Rumänien: Baiera polymorpha SAMYLINA und Pseudotorellia nordenskjoeldii (NATHORST) FLORIN: 12-17, 4 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Anhand einer Kutikularanalyse führt der Verfasser aus dem unteren Lias von Anina (Banat) zwei für Rumänien neue Pflanzen vor: Baiera polymorpha SANYLINA und Pseudotorellia nordenskoeldii (NATHORST) FLORIN.
  • Hildenbrandt, K. D.: Ein neuer quarzithaltiger Kohlehorizont aus der Unteren Süßwassermolasse (Unter-Miozän) von Einsingen bei Ulm: 18-27, 5 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Die im folgenden Aufsatz beschriebene Fundstelle in Ulm-Einsinqen liegt im nördlichen Randbereich des Molassetrogs. Nach einer kurzen Beschreibung der im Ulmer Raum über Tage verbreiteten Faziesbereiche der unteren Süßwassermolasse (USM) wird auf die an der Fundstelle aufgeschlossenen kalkigen Gesteine und Mergel sowie auf die hierin gefundene Gastropodenfauna eingegangen. Näher beschrieben wird ein geringmächtiger Braunkoblenquarzit, der durch inkohlte Pflanzenreste schwarz gefärbt ist und in der Ulmer Region erstmals aufgeschlossen ist.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 66 (dn066-1991-1)

München 1991 (1. Auflage); ISBN 3-86544-066-5
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Palamarev, E., Usunova, K. & Bojanova, I.: Fossil Plants of Class Pinopsida from the Neogene Sediments of Satovca Graben in Rhodopes Region (Southwest Bulgaria): 1-17, 1 fig., 1 tab., 4 pls.
    Zusammenfassung
    Die fossilen Koniferen von Satovca Graben im Rhodopen Gebiet (Südwestbulgarien) werden hier beschrieben und besprochen. Die fossilführenden Ablagerungen sind wahrscheinlich mittel- bis obermiozänen Alters und weisen 14 Arten auf, die zu den Gattungen Pinus, Tsuga, Sequoia, Cryptomeria, Sciadopitys, Tetraclinis, Libocedrites, Thuja und Amentotaxus gehören.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 67 (dn067-1991-1)

München 1991 (1. Auflage); ISBN 3-86544-067-3
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Schütt, H. & Velitzelos, E.: Mollusken aus dem verkieselten Wald von Kerassia im Nordteil der Insel Euböa /Griechenland: 1-19, 2 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Fossilfundstelle Kerassia auf N-Euböa führt zusammen mit verkieseltem Holz eine ausgezeichnet erhaltene Molluskenfauna. Der gute Erhaltungszustand der Fossilien ermöglicht eine exakte Bestimmung der darin enthaltenen Arten, die teilweise identisch und zeitgleich mit solchen aus dem Wiener Becken sind, wodurch eine Einstufung in den Zeitraum des Pontien, etwa der Zone H im Wiener Becken, möglich wird, also ca. 7 Mill. Jahre.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 68 (dn068-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-068-1
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Niemeyer, A. H. B. & Unger, H. J.: Lagerung, Ausbildung und stratigraphische Einstufung einiger Bentonite Südostkoreas: 1-31, 25 Abb., 2 Tab.
    Zusammenfassung
    Zwischen 1984 und 1989 wurden in Südostkorea bei Explorations-und Produktionsarbeiten Bentonite erschlossen, deren Lagerung, Ausbildung und stratigraphische Einstufung beschrieben werden. Es handelt sich um die Bentonite in den Aufschlüssen Ulsan 41 und Garmpo 35. Die Bentonite des Aufschlusses Gampo 35 entstammen Aschen und Tuffen des trachytischen, tiefstuntermiozänen Hyodongri Vulkanismus. Die Bentonite des Aufschlusses Ulsan 41 werden dem andesitischen Haseori Vulkanismus mitteluntermiozänen Alters zugeordnet. Beide Bentonite lagern im unteren Teil des Untermiozäns, in der Janggi Serie.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 69 (dn069-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-069-X
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Givulescu, R.: Eine mittel- und obermiozäne Blattflora aus Tiefbohrungen des Boroder Beckens, Kreis Bihor (Rumänien): 1-22, 3 Abb., 2 Tab., 8 Taf.
  • Monnet, B.: Organische Komponenten der Zystenwand von Praecalcigonellum polymorphum (KEUPP 1910) (Calciodinelladeae, Orthophithonelloideae) der Unterkreide NW-Deutschlands: 22-26, 1 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Transmissionselektronenrnikroskopische Untersuchungen an zuvor entkalkten Zysten von P. polymorphum zeigten organische Strukturen, die Formen von Kristallumhüllungen auf einer geschlossenen Basislage entsprechen. Aufgrund dessen können die Kristalle der Außenwand dieser Art erstmals als genettisch gesteuerte Biomineralisate definiert werden.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 70 (dn070-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-070-3
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Pingen, M.: Die Makrofloren von Kreuzau und Probleme ihrer stratigraphischen Einordnung: 1-5.
  • Knobloch, E.: Charakteristik und gegenseitige Beziehungen einiger Floren aus dem Obermiozän und Pliozän von Europa: 6-29, 7 Tab.
    Zusammenfassung
    Als für das Obermiozän charakteristisch werden die Floren aus Aubenham, Achldorf, Wischgrund, Sprendlinqen, Laaerberq, Vösendorf und Moravská Nová Ves angegeben. Ruszów und Domanski Wierch in Polen werden gegenüber der bisherigen Ansicht (Pliozän) für obermiozän gehalten. In das Mlittelpliozän werden die Floren von Reuver, Willershausen, Chiuzbaia d Berga gestellt. Alle Floren werden anhand ihrer gemeinsamen Arten miteinander verglichen.
  • Holleis, P.: Kieselhölzer aus randlichen Ablagerungen der Oberen Süßwassermolasse (südliche Frankenalb): 30-35, 1 Abb., 2 Tab.
  • Knobloch, E., Kvacek, Z. & Gregor, H.-J.: Neue Pflanzenfossilien aus dem Niederrheinischen Tertiär VII. Pliozäne Blätter und Früchte aus dem Tagebau Hambach: 36-53, 2 Abb., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Funde von fossilen Blättern bekräftigen die Einstufung des sog. Rottons der Grube Hambach bei Köln in das Reuver. Dies geht aus morphologisch identischen Fagus- und Betula (cf. pubescens)-Resten mit der Lokalität Reuver hervor. Demgegenüber ist die fossile Eichen-Art nicht mit der Art aus Reuver, sondern mit der aus den Klärbecken von Frankfurt identisch. Erstmalig wird die Gattung Hedera aus den Rotton nachgewiesen, die in Frankfurt und Reuver fehlt, jedoch in Willershausen (Pliozän) anwesend ist. Aus der sog. Tonschicht 13, deren Alter Oberstpliozän ist (non Pleistozän), wird Betula henningli n. sp. beschrieben.
  • Striegler, U.: Bemerkungen zu den Eichenblättern des Blättertons von Wischgrund (Miozän, Niederlausitz) - Vorläufige Mitteilung: 54-61, 2 Abb., 3 Tab.
  • Gregor, H.-J. & Planderova, E.: The ages of two problematic open pits in Southern Germany by means of palynological records: 62-70, 4 figs, 3 pls.
    Zusammenfassung
    Es werden 2 Palynoproben von 2 problematischen Fundstellen beschrieben und mit den makrofloristischen Befunden verglichen: Sandgrube Ettelried bei Dinkelscherben: Phytozone OSM 2/3a umgelagert in OSM 3b -brackischer Einfluss; Kiesgrube Wörth a. Rhein: Oberpliozän - mesophytische Vegetation.
  • Planderova, E. & Gregor, H.-J.: Correlation of two Mediterranean fossil sites with those of the Paratethys region by the aid of palynology: 71-82, 4 figs., 1 tab.
    Zusammenfassung
    Es werden zwei palyonologische Proben aus dem Mediterrangebiet beschrieben: eine aus dem Obermiozän von St. Bauzile (Frankreich), eine aus dem Oberstpliozän vom Stirone (Italien). In beiden Fällen war eine Korrelation der Tehys-Proben mit solchen von Paratetys-Stufen möglich, bei St. Bauzile mit dem Pontian, beim Stirone-Material mit dem Reuver bzw. Rouman.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 71 (dn071-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-071-1
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Abusch-Siewert, S.: Die Anchitherium-Reste aus dem Naturmuseum Augsburg (OSM, Süddeutschland): 1-12, 1 Taf.
  • Gregor, H.-J., Knobloch, E., Schötz, M. & Unger, H.-J.: Geisenhausen - eine neue Blattfundstelle aus der Oberen Süßwassermolasse Bayerns: 13-26, 2 Abb., 2 Tab., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Die fossile Blattflora von Geisenhausen wird beschrieben, wobei die Komposition mit Platane-Pappel-Ulme als typisch für den Zeitraum Ober-Baden bis Sarmat gelten kann. Ökosoziologisch und klimatologisch passt die Flora in den Intermediären Florenkomplex (sensu KNOBLOCH) und zeigt ein eindeutiges Cfa-Klima (sensu KÖPPEN).

Zeitschrift Documenta naturae, Band 72 (dn072-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-072-X
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Oschkinis, V. & Gregor, H.-J.: Paläontologische Funde aus der eozänen Braunkohle des Untertagebaus Stolzenbach (PreußenElektra) in Niederhessen. I. Die Flora: 1-31, 9 Abb., 4 Tab., 8 Taf.
    Zusammenfassung

    Es wird eine eozäne Frucht- und Blattflora aus dern Untertagebau Stolzenbach im Borkener Braunkohlenrevier (Bez. Kassel) beschrieben. Auffällig ist die Dominanz von Doliostrobus taxiformis und das fast völlige Fehlen von Dryophyllum-Blättern. Das massenhafte Vorkommen von Cladiocarya europaea weist u.a. auf eine Riedfazies hin.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 73 (dn073-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-073-8
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Mader, H.: Neue Überlegungen zur Abstammung der permokarbonischen Edestiden (Chondrichthyes, Elasmobranchii): 1-22, 5 Abb., 2 Tab.
    Zusammenfassung
    An den bislang als bilateralsymmetrisch angesehenen symphysialen Zahnspiralen der Edestiden werden in ihrer Bedeutung bislang nicht erkannte, charakteristische Asymmetrien verschiedener Art beschrieben und interpretiert. Eine daraus abzuleitende neue Theorie deutet die symphysialen Zahnspiralen der Edestiden als Resultat einer ursprünglich alternierenden Zahnbildung zweier symphysialer Zahnfamilien cladodontider Vorfahren.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 74 (dn074-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-074-6
Druckausgabe verfügbar >zum Geoshop

  • Popa, M.: The early Liassic of Anina: new paleobotanical aspects: 1-10, 4 figs, 3 pls.
  • Velitzelos, E., Buzek, C. & Kvacek, Z.: Contributions to the lower Miocene flora of Aliveri (Island of Evia, Greece): 10-23, 9 figs., 4 pls.
    Zusammenfassung
    Eine kleine Kollektion fossiler Blätterreste aus dem untermiozänen Komplex über dem Kohleflöz wird beschrieben und mit der kleinen Flora verglichen, die anhand von Schlämmproben aus dem liegenden Ton der gleichen Grube bei Aliveri (Griechenland) gewonnen wurde. Die Früchteflora repräsentiert einen sumpfigen Biotop, wogegen die Blätterflora einem wärmeren, temperierten subhumiden mesophytischen Wald entspricht. Die Waldzusammensetzung im Untermiozän von Griechenland unterscheidet sich grundsätzlich von gleichalten Wäldern Mitteleuropas, was auf eine allmähliche Entwicklung der Klimazonen in Neogen von Europa hinweist.
  • Gregor, H.-J.: Ginkgo geissertii nov. spec. aus dem Pliozän des Elsaß, der Erstnachweis von Ginkgo-Samen im mitteleuropäischen Neogen: 26-31, 2 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus dem Pliozän der Sandgrube Kaltenhausen wird eine neue Ginkgo-Art - Ginkgo geissertii - beschrieben, mit der rezenten Ginkgo biloba verglichen.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 75 (dn075-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-075-4
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  • Bollinger, Th.: Kleinsäugerstratigraphie in der miozänen Hörnlischüttung (Ost-Schweiz): 1-296, 106 Abb., 23 Tab.
    Zusammenfassung
    Im verhältnismäßig gut aufgeschlossenen Hörnli-Schuttfächer (Obere Meeresmolasse, OMM und Obere Süsswassermolasse, OSM) lassen sich terrigene, fluviale und Iimnlsche mittelmiozäne Sedimente im Detail studieren. Paläontologische, sedimentologische und Isotopengeologische Daten lieferten Beiträge zur Stratigraphie, aber auch zu den im nördlichen Alpenvorland zur Miozänzeit herrschenden ökologischen, klimatischen und geographischen Gegebenheiten.
    Kleinsäugerfunde legten den Grundstein zu einer detaillierten nordalpinen Säugerstratigraphie. Dazu wurden in einer gesicherten relativen Altersabfolge 6 regionale Referenzfaunen-Vergesellschaftungen definiert. Diese Biostratigraphie wurde mit den europäischen MN-Zonierungen (MEIN 1975, 1989) sowie den Faunen der benachbarten Bayerischen Molasse korreliert und ansatzweise mit radiometrischen Isotopendatlerungen aus Mineralien von vulkanischen Ascheablagerungen der distalen Hörnlimolasse geeicht. Eine Verbreitungstabelle der Kleinsäuger zeigt den aktuellen Kenntnisstand der Faunen der alpennahen Hörnlischüttung. Das 1900m mächtige Profil reicht von MN3 bis MN7 und erstreckt sich somit über einen Zeitraum von rund 8 Millionen Jahren. Von 75 Fundstellen konnten über 3700 Kleinsäugerzähne isoliert werden. Dabei wurden gegen 6t Mergel und Siltsteine aufbereitet. Neben der Beschreibung von zahlreichen bekannten sowie einigen mangelhaft belegten, noch unidentifizierten Arten wurden drei neue Spezies, Plesiodimylus helveticus n. sp., Keramidomys reductus n. sp. und Anamalamys minutus n. sp. neu aufgestellt.
    Das im Süden 1900m mächtige, vom Goldinger Tobel bis zum Hörnli und nördlich bis zum Bodensee reichende lithologische Sammelprofil ließ die im Zeitverlauf vorkommenden Schüttungsverändemngen nachweisen. Diese äußern sich in der variierenden Kornverteilung der Sedimente, die durch Klimaschwankungen oder tektonische Ursachen bedingt ist. Grobe, chaotisch geschüttete Konglomerate repräsentieren relativ kurze Zelt andauernde Flutkatastrophen. Die viel häufigeren, gewöhnlichen Nagelfluhen mit gleichkörnigen und oft deutlich dachziegelartig eingeregelten Geröllen sind im Gegensatz dazu aus ganz gewöhnlichen Fluss-Sedimenten hervorgegangen. Knollige Kalke werden als "calcicrust-ähnlich" angesehen und entstanden somit durch Kalkfällung unter warmen Klimabedingungen in bodennahen Schichten unter wechselnden Grundwasserständen und pH-Werten. In den südlichen Anteilen der Oberen Süsswassermolasse des Hörnligebietes belegen Landschnecken, dass hier nur an wenigen Orten stehende Gewässer längere Zeit vorhanden waren.
    Die Obere Meeresmolasse ist eine 0-500m mächtige marine Sequenz, deren heterogene Sedimente von raschen Veränderungen, wie sie auf Gezeitenplattformen, in Ästuaren und bei Flussdeltas vorkommen, zeugen. In den alpennahen Molasseschichten sind terrestrische und fluvio-limnische Sedimente ausgebildet, die zeitlich der OMM entsprechen.
    Es wurde ein Versuch unternommen, Isotopendaten (d18O, d13C) von miozänen Landschnecken auszuwerten. Diese konnten jedoch nicht zufriedenstellend interpretiert werden, da zuviele Faktoren das lsotopenverhältnis beeinflussen konnten. Der Versuch, saisonale Klimavariationen an Landschneckenschalen mittels Sauerstoff- und Kohlenstoffisotopen sicher zu belegen, war nur teilweise erfolgreich. Die von VINCENT & BERGER (1985) gemessene abrupte Änderung der Kohlenstoff-Isotopenverhältnisse, sowie die postulierte nachfolgende, globale, kurzfristig verstärkte mittelmiozäne Abkühlungsphase konnte im Hörnli-Schuttfächer nicht nachgewiesen werden. Es gibt lediglich einige Indizien für eine allmähliche Abkühlung des Klimas des Hörnligebietes während des Mittelmiozäns. Die vorliegenden Isotopendaten lassen aber Möglichkeiten einer stratigraphischen Verwendung in der Molasse erahnen.
    Darstellungen zur paläogeographischen Entwicklung sowie ein Abriss der Subsidenzgeschichte runden die Arbeit ab.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 76 (dn076-1992-1)

München 1992 (1. Auflage); ISBN 3-86544-076-2
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Palamarev, E., Petrova, A. & Gogov, D.: Die Palmen in der alttertiären Flora vom Rhodopen-Massiv in Bulgarien:1-9, 5 Taf., 1 Abb.
    Zusammenfassung
    Aus verschiedenen paläogenen Ablagerunqen bzw. Formationen sind im Rhodopen Massiv zahlreiche Palmen-Reste festgestellt worden. Ihre taxonomische Auswertung ergibt das Vorhandensein der Vertreter der Unterfamilien Coryphoideae und Phoenicoideae. Insgesamt sind 7 Taxa der Gattungen Trachycarpus, Sabal, Palmophyllum und Phoenicites analysiert worden.
  • Bozukov, V. & Palamarev, E.: Taxonomische Zusammensetzung der Gattungen Populus L. und Alnus GAERTN. in der fossilen Flora von Satovca Graben in West-Rhodopen (Bulgarien): 10-19, 7 Taf., 1 Abb.
    Zusammenfassung
    Aus den neogenen Ablagerungen des Satovca Grabens im Rhodopen Gebiet (Sudbulgarien) werden Blattformen von Populus und Alnus analysiert Die taxonomische Auswertung der Fossilien von Populus ergibt das Vorhandensein von Vertretern der Sektionen Tacamahaca (P. balsamoides, P. zaddachil) und Aigeiros (P. populina). Die Variabilität der Blattformen wird aufqezeigt. Die Gattung Alnus ist durch die Subgenera Alnaster (A. crebrinervis, A. palaeorhodopaea sp. n.) und Gymnothyrsus (A. ducalis, A. subcordata foss.) vertreten.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 77 (dn077-1993-1)

München 1993 (1. Auflage); ISBN 3-86544-077-0
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

Kohring, R. & Schlüter, T. (Hrsg.): Current Research at the Department of Geology, Makarere University, Kampala, Uganda.

 

  • Barifaijo, E., Hampton, C. M., Schlüter, T. & Bethlem, H.: Meteorite Fall at Mbale, Eastern Uganda, 14th August 1992, a preliminary report: 1-5, 2 pls.
    Zusammenfassung
    On August 14th, 1992, at approximately 15.40 hours East African time, a meteorite fell at Mbale town, E Uganda. About 45 impact localities were traced during a subsequent survey carried out one week later, but their majority was already withont fragments. The collected particles range from 3 g to 20 kg, with the trend of smaller fragments NWW and larger S of Mbale. Their strewn field indicated a NWW to SEE movement of the meteorite. On the basis of morphology, mineralogy, density and the presence of chondrules, the Mbale meteorite can be placed in group L of WASSON's classification system, tentatively belonging to the L6 chondrite group, the most common type of meteorite.
  • Sinabantu, S.: Variations in Petrography of Rubanda. Chitwe and Masha-Kibaran Granites and its Genetic Significance: 7-13.
    Zusammenfassung
    Petrographic characteristics of W-bearing, Sn-bearing and barren syn- and posttectonic granites are subtly different. The minerals present are common for die three types of granites but their modal abundance is variable. The granites consist essentially of quartz, microcline, orthoclase, albitic plagioclase, biotite and minor muscovite. Accessories include tourmaline, zircon, apatite, and allanite. The secondary minerals are epidote, sericite, chlorite and claH85H86H90H88y minerals. The rocks have a porphyritic texture and are commonly foliated at die periphery of die plutons. Phenocrysts are mainly K-feldspars. Myrmekitic and perthitic intergrowths are common in die granites The modal composition of die three types of granite differs. The youngest (W-bearing) granites are mostly alkaline and syenogranite, some tending to quartz granites; Sn-bearing granites vary between compositions of monzogranite, syenogranite and quartz granite. The oldest barren granites are mostly granodioritic. The difference in age, stages of alteration, modal composition and type of associated mineralization may indicate different sources of their parent magmas.
  • Hampton, C. M.: Unusual Source of Carbonate for Speleothem at Nyakasura, W-Uganda: 15-21.
    Zusammenfassung
    The speleothems formed at caves near Nyakasura, Fort Portal are unusual in that the carbonate used for their formation originated from an igneous lava. Estimates of growth rates suggest that die larger speleothems took between 2.000 to 20.000 years to form. The combination of carbonatite lava overlying soft clay, in close proximity to a stream produce conditions for speleothem formation at Nyallasura, that may be rarely occur at other carbonatite localities.
  • Biryabarema, M.: Influence of Geologic Structure and Lithology on the Drainage System of Bunyoro, Western Uganda: 23-30.
    Zusammenfassung
    Qualitative and limited quantitative drainage analysis of Bunyoro (Masindi and Hoima Districts) was carried out. The objective was to establish the degree of geological control on the drainage patterns and drainage densities of the area. Data were collected from a drainage map of a scale 1:250,000, compiled from topographic map sheets of a scale 1:50.000. The geology of the area has appreciably affected the drainage system although the regional slope is still the major controlling factor in flow directions of the main channels. NE trending geologic structures parallel to the present rift have affected die drainage more than structures in other directions.
  • El-Etr, H. & Biryabarema, M.: Statistical Evaluation of Geologic Control of the Shape, Size and Orientation of some Isolated Hills in Southern and Western Uganda: 31-40.
    Zusammenfassung
    Statistical methods of die student's t-test and azimuth analysis were employed in studying the influence of geology on die evolution of landforms in W and S Uganda. In the student's t-test comparisons of average hill shape and average hill size were carried out between areas covered by various rock types to find out whether both or one of the parameters may be directly dependent on the geologic factor. It was found out that the shape of hills in this region is highly influenced by the geology while size is largely affected by the denudation history of the areas. The azimuth analysis of hills showed striking parallelism between orientation of hills and structural orientations especially where the denudational history is not very advanced.
  • Vaidyanadhan, R., Dixit, P. C. & Schlüter, T.: Geomorphology and Sedimentology of Lake Manyara Environs, Tanzania, East Africa: 41-62, 5 pls.
    Zusammenfassung
    An area of about 2000 km² around Lake Manyara and Lake Burungi, in NW Tanzania, was geomorphologically mapped using aerial photographs on a scale of 1:42.250. Field traverses were made to check the interpretation and collect samples of rocks and sediments, with special emphasis on the phosphorites of Minjingu, ca. 5 km E of Lake Manyara. Lake Manyara is situated along the 5 Part of the Eastern or Gregory Rift in the depression of its W shoulder. The area consists of late Proterozoic metasediments, Neogene volcanics, and Plio-Pleistocene and Holocene lake beds. There are plateaus, rolling plains, and features like alluvial fans, scree, migrating deltas, besides various others usually found in a fluvial and lacustrine terrain. A few faults and fractures within the lake beds have been recorded from lineaments on the aerial photographs as well as during the subsequent field traverses. Also evidence for neotectonics is cited as reflected in the morphological changes of features Associated with stream terraces and lacustrine ridges. Macroscopic and microscopic studies of rock samples from the lake beds indicate the following rock types: 1. coarse fragmented carbon ate rocks, 2. stromatolitic and oncolitic rocks, 3. oolitic rocks and 4. dolomitic rocks. Some of them are closely interbedded with volcanic debris. lt. is inferred that the lakes should have occupied a much wider area and periodically shrunk to give rise to sub-parallel ridges close to the present shorelines; a majority of the sediments is of chemical origin. The phosphorites of Minjingu represent a guano deposit with bone bed features.
  • Schlüter, T.: The East African Copal - an almost forgotten Fossiliferous Resin: 63-72, 1 pl.
    Zusammenfassung
    An extensive exudation of resin from trees of the Leguminosea-species Hymenaea verrucosa is responsible for die formation of fossil and recent copal in E Africa. A model of its depositional environment is presented: The resin is found in the soils around die particular tree (primary deposition), in die sandy-clayey soils of an estuarine environment (secondary deposition) or along die coastal shorelines (tertiary deposition). The stratigraphic age of fossil copal in E Africa is still uncertain, presumably ranging down to the Pliocene. In its abiotic properties die copal shows many similarities with other known fossil resins and ambers. The organic inclusions are normally in an excellent mode of preservation. Several species of Arachnida, Insecta and Retilia have been described, predominantly already in die beginning of die 20th century. They indicate a highly diversified paleobiocenosis, most likely not much different from the conditions of today.
  • Schlüter, T.: Geological Development and Economic Significance of Lacustrine Phosphate Deposits in Northern Tanzania: 73-79
    Zusammenfassung
    Phosphate bearing Pliocene or Pleistocene sediments at Minjingu, N Tanzania, host one of the few commercially exploitable reserves of this essential fertiliser material in E Africa. However, contrary to the formations of large deposits in Morocco, Algeria, Tunisia, Egypt and the Western Sahara, the geological origin of theses resources in N Tanzia is completely different and locally restricted. The phosphorites of Minjingu are mainly formed by bone fragments of birds (Phalacrocorax kuehneanus) and fishes (cf. Tilapia sp.), indicating a former lacustrine environment with an increased paleoalkalinity up to 40 meq/l HCO3- + C03--. The reserves of these phosphorites, commercially exploited since 1983 are limited for approximately 20 years (production target: 100.000 t/y). However, they are one of the overall objectives to advance the agricultural production in Tanzania by building up its own fertiliser.
  • Muwanga, A.: Some Index and Engineering Properties of a Hydrothermally Altered Granite from St. Austell, Cornwall, SW England: 81-89
    Zusammenfassung
    The results of field and laboratory studies of a hydrothermally granite from St. Austell, Cornwall, SW England, are presented. The materials are classified into six decomposition grades on the basis of field indices, particularly the N-Schmidt hammer rebound value and the slake test were used. Interrelationships between N-Schmidt hammer rebound value, point load strength and uniaxial compressive strength are evidently linear. This indicates that N-Schmidt hammer rebound value and point load strength can form a reliable basis for a quick assessment of material strength.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 78 (dn078-1993-1)

München 1993 (1. Auflage); ISBN 3-86544-078-9
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Velitzelos, E.: Neue paläofloristische Daten zu känophytischen Floren Griechenlands: 1-17, 11 Taf.
    Zusammenfassung
    The Cainophytic floras of Greece are under research, from poor Cretaceous leaf remains to Oligocene-Miocene silicified forests and Mio-Pliocene rich leaf and fruit floras up to Pleistocene peats, the latter in comparison to Recent greek swamp environments. The pines are under special studies, also silicified woods from Lesbos etc. and some important fruits like an extant drifter along the coast (Pirgosia mitzopoulosi). The floras show a warm-temperate humid climate throughout the Neogene - without any salinity crisis or similar arid phase, but with rich mesophytic forests until the Pleistocene peat formation. New research is necessary to solve the question of the vegetational history of this southern country in comparison with all other European floras.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 79 (dn079-1993-1)

München 1993 (1. Auflage); ISBN 3-86544-079-7
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Rummel, M.: Neue fossilführende Karstfüllungen der Schwäbisch-Fränkischen Alb: 1-32, 14 Abb.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 80 (dn080-1993-1)

München 1993 (1. Auflage); ISBN 3-86544-080-0
Druckausgabe nicht mehr lieferbar

  • Gregor, H.-J.: Wutzlers Amberbaum - ein neues exotisches Element aus dem Obermiozän von Hambach (Rheinbraun, Köln): 1-9, 8 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Liquidambar wutzleri nov. spec. aus dem Obermiozän der Inden-Schichten im Rheinbraun-Tagebau Hambach bei Niederzier wird vorgestellt und mit der heute lebenden L. formosana HANCE aus SE-Asien verglichen. Letztere lebt in "Mixed mesophytic"- und "Evergreen broad-leaved forests" in China, auf Taiwan und in Indochina.
  • Givulescu, R., Petrescu, J. & Barbu, O.:Vorläufige Mitteilung über die Blattfloren von Cornesti Aghires (Bezirk Cluj, Rumänien) an der Wende Rupel/Chatt:11-19, 5 Abb.
  • Gregor, H.-J.: The Plio-Pleistocene Megaflora from Bobila Ordis near Lake Banyoles (Gerona, NE Spain) - a preliminary report: 20-31, 2 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Eine plio/pleistozäne Makroflora aus der Ziegelei Bobila Ordis nahe Gerona am Lac Banyoles hat einheimische Elemente wie Quercus cf. pubescens, Ceratophyllum demersum, Cladium mariscus, Carpinus betulus, aber auch exotische wie Zelkova ungeri, Pyracantha acuticarpa und Tilia tomentosa aufzuweisen.
  • Brodt, St., Gottwald, H. & Gregor, H.-J.: Verkieselte Hölzer aus dem Känophytikum der Sahara Libyens: 32-38, 2 Abb., 8 Taf.
    Zusammenfassung

    Es werden erste verkieselte Hölzer aus dem Känophytikum der libyschen Wüste S' Benghazi beschrieben, wobei jeweils die Hälfte den dicotylen und die andere Hälfte den monocotylen Pflanzen angehört.
  • Hildebrandt, K.-D.: Fossile Neufunde aus den Kirchberger Schichten der Westmolasse bei Ulm-Eggingen: 39-49, 3 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Die über mehrere Jahre dauernde Fossilaufsammlung in der am Ortsrand von Ulm-Eggingen gelegenen Sandgrube SCHWER erbrachte ein umfangreiches Fundgut an Pflanzenresten, Muscheln und wenigen Wirbeltierresten aus den Kirchberger Schichten, das beschrieben wird und mit Fossilien anderer Fundstellen aus diesen Schichten verglichen wird.
  • Gregor, H.-J. & Haberda, H.: Ein Palmenholz aus der Braunkohle der "Älteren Serie" am Südrand des Bayerischen Grundgebirges bei Deggendorf: 50-54, 1 Abb., 1 Taf.
  • Seehuber, U.: Die Fauna von Burtenbach: 55-56