Zeitschrift Documenta naturae, Bände 1 - 40


Zeitschrift Documenta naturae, Band 1 (dn001-1976-1)

Landshut 1976 (1. Auflage); ISBN 3-86544-001-0
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  • Unger, H. J.: Geologische und technologische Untersuchungen zum Kalkbrennofen am Stadtberg Pyrgos bei Hagia Marina (Kopais-Boiotien): 1-37, 14 Abb., 2 Taf.
  • Buttler, Karl P.: Die Flora vom Stadtberg Pyrgos bei Hagia Marina: 38-43.
  • Spitzlberger, Georg: Der Kalkbrennofen am Stadtberg Pyrgos bei Hagia Marina in archäologischer Sicht: 44-53, 3 Abb, 1 Taf.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 2 (dn002-1981-1)

München 1981 (1. Auflage); ISBN 3-86544-002-9
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  • Gregor, H.-J. (mit Beiträgen verschiedener Autoren): Neues aus dem Oberpfälzer Braunkohlen-Tertiär: 1-25, 6 Abb., 7 Taf.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 3 (dn003-1982-1)

München 1982 (1. Auflage); ISBN 3-86544-003-7
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  • Winkler, S.: Die Bromeliaceae vom Rio Grande do Sul, Südbrasilien: 1-80, 5 Abb.
    Zusammenfassung
    Die Bromeliaceenflora zählt durch die Besiedlung mannigfachster Biotope mit zu den artenreichsten Pflanzengruppen im neotropischen Florenreich. Überall, an trockenen terrestrischen, felsigen Standorten wie im feuchten, schattigen Regenwald, stoßen wir auf die verschiedenartigsten Vertreter dieser Pflanzenfamilie. Am auffallendsten aber ist wohl der epiphytische Lebensraum, den sich eine ganze Reihe von Arten erobert hat. Diese ökologische Vielfalt hatte SCHIMPER (1884, 1888) bei seinem Besuch von Fritz MOLLER in Blumenau -Santa Catarina, Brasilien, zu seinen Studien über die Bromeliaceae angeregt. Obwohl auch weiterhin eine große Zahl von morphologischen, anatomischen und ökophysiologischen Untersuchungen getätigt wurden, muss trotz der umfassenden monographischen Darstellung der Pitcairnioideae (SMITH und DOWNS 1974) und der Tillandsioideae (SMITH und DOWNS 1977) darauf hingewiesen werden, dass weiterhin systematische und vor allem pflanzengeographische Studien bei den Bromeliaceen in Brasilien als eine der wichtigsten Grundlagenuntersuchungen angesehen werden müssen. Wie notwendig solche Untersuchungen sind, zeigt sich sehr deutlich am Beispiel von Rio Grande do Sul, wo seit SELLOW ab dem Jahr 1821 intensiv gesammelt wurde und erst durch die vorliegende Untersuchung eine gewisse Vollständigkeit der systematischen Erfassung erzielt werden konnte. In diesem Zusammenhang ist besonders darauf hinzuweisen, dass nahezu die gesamte Fläche dieses südlichsten brasilianischen Staates anthropogen beeinflusst bzw. intensiv genutzt ist. Dies gilt vor allem für die Waldbiotope, welche heute nur noch reliktartig erhalten sind. Für das für Brasilien floristisch recht gut untersuchte Rio Grande do Sul wurde der Kenntnisstand über die Bromeliaceenflora seit MEZ (1891 -94) von 5 Arten ausgehend laufend erweitert. LINDMAN (1901) führt in seiner Vegetationsbeschreibung bereits 14 Arten auf. In seiner grossen Monographie über die brasilianischen Brorneliaceen gibt SMITH (1955) bereits 37 Arten für dieses Gebiet an. RAMBO war wohl der beste Kenner nicht nur der Bromeliaceen, sondern auch der übrigen Vegetation von Rio Grande do Sul. Er hatte 8 Gattungen mit 43 Arten in seinem Herbarium, 9 weitere Arten, die von Smith (1955) bereits' aufgeführt waren, hatte er nicht in seiner Sammlung. Seine Publikation erschien posthum (RAMBO, 1967). REITZ publizierte 1967 eine Übersicht der Arten in Südbrasilien ( Sao Paulo, Parana, Santa Catarina, Rio Grande do Sul) anhand von Belegen, die im Herbarium "Barbosa Rodriguez" von Itajai (Santa Catarina) deponiert waren. Von ihm werden für Rio Grande do Sul 7 Gattungen mit 42 Arten erwähnt. Da die Systematik, insbesondere bei einigen kritischen Gattungen wie z. B. Dyckia, noch stark im Fluss ist (durch die Neubearbeitung von SMITH und DOWNS 1974 wurden 3 Dyckia-Arten von Rio Grande do Sul eingeschmolzen) sind auch weiterhin kleine Anderungen in der Artengarnitur zu erwarten. Dies magvor allem auch für die Varietäten gelten, die in dieser Untersuchung nicht berücksichtigt wurden. Auffallend ist der Befund, dass 8 Arten nur noch in Herbarien zugänglich sind. Sie wurden von mir nicht in meiner Lebendsammlung erfasst und sind wahrscheinlich in Rio Grande do Sul nicht mehr vorhanden. Gefährdet ist die Situation auch für all die Arten, z. B. die Nidularium-Arten, welche in den tropischen Wäldern um Torres vorkommen. Durch die rasche Abholzung besteht die Gefahr, dass sie in kürzester Zeit ebenfalls verschwinden. Besonders bedroht ist Dyckia choristaminea, welche endemisch auf den Hügeln im Stadtbereich von Porto Alegre wächst. Durch die intensive Bautätigkeit dürften auch diese Vorkommen in absehbarer Zeit erloschen sein. Ziel der vorgelegten Studie ist es, die Bromeliaceen von Rio Grande do Sul an allen Fundorten so vollständig wie möglich zu erfassen. Damit ist ein Fundament gelegt, an welchem künftige Umweltveränderungen einerseits festgestellt werden können, von dem aber auch auf die Vegetationsgeschichte von Rio Grande do Sul geschlossen werden kann (WINKLER 1980).
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 4 (dn004-1982-1)

München 1982 (1. Auflage); ISBN 3-86544-004-5
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  • Unger, H. J.: Bemerkungen zur Gliederung der oberen Süßwassermolasse im Raum Mainburg: 1-17, 7 Abb.

  • Gregor, H.-J.: Zur Ökologie der jungtertiären Säugetier-Fundstelle Sandelzhausen: 18-26, / Kurzberichte/ I.

  • Gregor, H.-J.: Grabbauten und Kothäufchen aus jungmiozänen Mergeln von Stürming: 27, Taf, Fig. 1-4. / II.

  • Gregor, H.-J.: Neue Funde aus dem Miozän von Hitzhofen (Ingolstadt): 28. / III.

  • Gregor, H.-J.: Neufunde aus der Kiesgrube HUBER in Unterwohlbach (Allershausen): 28. / IV.

  • Gregor, H.-J.: Ein Samenfund aus der Kiesgrube Maßendorf (Dingolfing): 28. / V.

  • Gregor, H.-J.: Spreitenbauten aus dem Pannon von Aubenham (Ampfing): 29 / VI.

  • Gregor, H.-J.: Pflanzenreste aus der Brackwassermolasse von Türkenbach bei Marktl/ Inn: 29. / VII.

  • Heizmann, E-P. J.: Fund einer Anchitheriomys-Mandibel in Goldern (Niederbayern): 30, 31, 1 Taf. / VIII.

  • Holleis, P.: Neufunde von Dorcatherium aus dem Raum Wolznach: 31.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 5 (dn005-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-005-3
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  • Velitzelos, E., Krach, J. E., Gregor, H.-J. & Geissert, F.: Bolboschoenus vegorae - ein Vergleich fossiler und rezenter Rhizom-Knollen der Strandbinse: 1-31, 11 Abb., 7 Taf.
    Zusammenfassung
    Bei dem 1980 von VELITZELOS & GREGOR mitgeteilten problematischen Pflanzenfossil Nucopsis vegorae nov.gen.et spec. aus der neogenen Braunkohle von Makedonien (Griechenland) handelt es sich um wohlerhaltene Reste der Rhizomknollen von Bolboschoenus maritimus (L.) PALLA s.l. (= Scirpus maritimus L.), einer Cyperaceae. Die fossilen Reste werden untersucht und auch im Detail mit Rezentmaterial verglichen. Standortsbeschreibungen von verschiedenen europäischen Wuchsplätzen dienen als Hinweis für die Erstellung eines Modells der Wuchsbedingungen des fossilen Bolboshoenus im Obermiozän von Vegora. Neben der notwendig gewordenen Umkombination wird auch eine verbesserte Diagnose von Bolboschoenus vegorae gegeben.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 6 (dn006-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-006-1
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  • GREGOR, H.-J.: A miocene fruit and seed flora from the browncoal of Aliveri (Island of Evia, Greece): 1-26, 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Braunkohlengrube von Aliveri auf der Insel Euböa ( Griechenland) ergab eine kleine Frucht- und Samenflora, die in den unteren Teil des Miozäns gestellt werden kann. Die etwa 15 Taxa bestehen aus exotischen und paläotropischen Elementen (Waldfazies) und Kosmopoliten (Riedfazies). Die ökologischen Bedingungen zur Zeit der Aliveri-Flora zeigen Naßstandorte in einem möglicherweise trockengefallenen Sumpf und ein Klima, das als warmtemperiert und humid (Cfa-Klima) bezeichnet werden kann. Das Alter der Flora kann mit Unter-Miozän angegeben werden, speziell mit Ottnangium beziehungsweise der Säugerzone MN 4b.
  • GREGOR, H.-J.: Erstnachweis der Gattung Tacca FORST 1776 (Taccaceae) im europäischen Alttertiär: 27-31, 3 Abb.
    Zusammenfassung
    Zum ersten Mal können im europäischen Tertiär Samen der Gattung Tacca FORST (Taccaceae) nachgewiesen werden. Sie fanden sich in einem eozänen Pelosiderit-Handstück von Pocerna (CSSR) im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart.
  • GREGOR, H.-J.: Neue Pflanzenfossilien aus der niederrheinischen Braunkohle III. Myrica burghii nov. spec. - eine großkernige Myricaceae aus dem Miozän des Tagebaus Garsdorf: 32-41, 1 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus äolischen Sanden zwischen den Kölner und Ville-Schichten (Unter - bis Mittelmiozän) wird eine neue glattschalige großkernige Myricacee - Myrica burghii - beschrieben. Sie ähnelt den rezenten Arten M. rubra und M. sapida aus SE-Asien und stellt den ersten Hinweis auf diese Gruppe im europäischen Tertiär dar.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 7 (dn007-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-007-X
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  • Gregor, U. & Gregor, H.-J.: Zur Anthropologie des Friedhofes der Kirche St. Benedikt in Sandau (Stadtkreis Landsberg am Lech) - mit einem Vorwort von H. Dannheimer: 1-76, 2 Abb., 3 Tab., 6 Taf.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 8 (dn008-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-008-8
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  • Gregor, H.-J., Ferguson, D. K. & Fritz, A.: Ein pflanzenführendes Profil bei Markt Indersdorf - ein kleiner Beitrag zur spät- und postglazialen Vegetationsgeschichte des Glonntales bei Dachau (mit Beiträgen von P. de Bock, M. A. Geyh, R. Hantke, H. Muhle & H. P. Uenze): 1-30, 3 Taf., 4 Abb.
    Zusammenfassung
    Es wird ein pflanzenführendes Profil von Arnbach (Kreis Dachau) beschrieben. Das Alter der torfigen, sandigen und lehmigen Ablagerungen kann absolut und relativ als spät- und postglazial eingestuft werden (Zone Ib bis X nach FIRBAS). Es lassen sich je eine Samenflora aus dem Torf und aus dem Sand, eine Blattflora aus dem Sand und eine durchlaufende Pollenflora sowie eine Moosflora (Samenschicht) unterscheiden. Ökologisch handelt es sich um einen feuchten auenwaldartigen Stieleichen - Hainbuchenwald, auf eine frühere Vermoorung des Glonntal-Gebietes folgend.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 9 (dn009-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-009-6
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  • Schmotz, K., Gregor, H.-J. & Unger, H. J.: Zur Archäologie und Geologie des Gebietes Natternberg bei Deggendorf - vorläufiger Bericht: 1-15, 3 Ktn.
    Zusammenfassung
    Es wird ein vorläufiger Bericht über die archäologische Grabung und geologisch-paläontologische Untersuchungen des Gebietes Natternberg (Autobahntrasse A 3 Deggendorf -Straubing) gegeben. Es handelt sich um eine holozäne Fluß- bzw. Altwasserablagerung der Donau mit Auenwald, die bereits ab der mittleren Jungsteinzeit vom Menschen besiedelt war. Erst 2000 Jahre später, zur Urnenfelderzeit beginnt die zweite Besiedlungsepoche der Gegend, welche bis etwa zum 5. Jahrhundert andauerte.
  • Ferguson, D. K. & Bock, P. de: The Bryophyte and Angiosperm Leaf remains from the Holocene Sediments of Deggendorf: 16-53, 2 Taf.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 10 (dn010-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-010-X
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  • Gregor, H.-J.: Die miozäne Blatt- und Fruchtflora von Steinheim am Albuch (Schwäbische Alb): 1-45, 8 Abb., 4 Taf., 3 Tab.
    Zusammenfassung
    Es wird die Frucht- und Blatt-Flora von Steinheim a. Albuch beschrieben. Ökologisch handelt es sich um eine feuchte . Auenwald-Assoziation bzw. einen mesophytischen Waldtyp in einem feuchten warmgemäßigten (subtropischen) Klima. Stratigraphisch liegen die Ablagerungen in Säugetierzone MN 7, Phytozone OSM-3 b (brachysepala - Leguminocarpum Assoziation) bzw. im Ober-Badenium bis Unter-Sarmatium (Mittel-Miozän) der mittleren Serie DEHM´s. Es wird eine neue botanische Rekonstruktion der Vegetation vorgelegt.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 11 (dn011-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-011-8
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  • Schmotz, M.: Die Kiesgrube Maßendorf, eine miozäne Fossilfundstelle im Nördlichen Vollschotter Niederbayerns: 1-29, 2 Abb., 3 Tab.
    Zusammenfassung
    Die Fossilfundstelle Maßendorf (Lkrs. Dingolfing) wird mit einer vorläufigen Liste der Floren- und Faunenreste vorgelegt. Das Alter der Kleinsäugerfauna aus der wohl ehemals im Auen- bzw. Altwasserbereich eines Flusses gelegenen Fundstelle kann mit MN 5 (Säugetierzonen nach MEIN 1975) angegeben werden und liegt damit im Grenzbereich Orleanium / Astaracium (Säugetier-Stufen nach PAHLBUSCH 1976).
  • Gregor, H.-J.: Die Flora aus dem Mergel I der Kiesgrube Maßendorf: 30-47, 2 Taf., 1 Tab.
    Zusammenfassung
    Die Flora aus dem Mergel 1 von Maßendorf umfasst nur wenige Arten, wobei sowohl Koniferen (Tetradinis, Glyptostrobus) als auch Angiospermen (Nyrica, Toddalia, Decodon, Spirematospermum, Umbelliferopsis u.a.) vorliegen. Die Florula ist ins Karpat bzw. Untere Baden einzustufen (MN 5, OSM-2) und gehört zu einem ökologischen Sonderstandort auf der Landshut-Neuöttinger Hoch.
  • Unger, H. J.: Lithologie und Sedimentologie der Kiesgrube Maßendorf (Niederbayern): 48-59, 1 Abb., 4 Tab.
    Zusammenfassung
    Die Schichtenfolge der Kiesgrube Maßendorf wird untersucht und als zur Lithozone L2 gehörig eingestuft. Das sedimentologisch unruhige Bild der Schotter (mit Geröllgrößen bis 15 cm Ø) ist durch hohe Granatgehalte ( 78%) und (fast) fehlende Turmalin-, Apatit- und Hornblende bzw. Disthengehalte gekennzeichnet. Bei den Tonmineralien herrscht Montmorillonit vor.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 12 (dn012-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-012-6
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  • Fiest, W. & Gregor, H.-J.: Dattenhausen, eine neue untermiozäne Fundstelle in der westlichen Oberen Meeresmolasse Süddeutschlands (Situation, Geologie, Megafauna): 1-21, 5 Abb., 8 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine neue Fundstelle in der Oberen Meeresmolasse Bayers südlich der Klifflinie beschrieben, die Megafauna kurz dargestellt und daraus palökologische Gegebenheiten rekonstruiert. Stratigraphisch kann die Fundstelle auf das mittlere Ottnang eingeengt werden.
  • Wenger, W.: Die Foraminiferenfauna des Mittelottnang von Dattenhausen: 22-30, 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Durch einen Vergleich mit den Foraminiferenfaunen Niederbayerns und des Bodenseegebiets konnte der Aufschluss Dattenhausen dem Mittelottnang zugeordnet werden. Darüber hinaus ergaben sich Hinweise auf das Ablagerungsmilieu.
  • Burgh, J. v. d. & Gregor, H.-J.: Verkieselte Hölzer aus dem Untermiozän Süddeutschlands: 31-37, 1 Taf. / Kurzmitteilung I.
  • Gregor, H.-J.: Potamogeton eseri HEER - Turionen in Kirchberger Schichten HEER - Turionen in Kirchberger Schichten: 37-38, 1 Taf. / Kurzmitteilung II.
  • Gregor, H.-J.: Ein verkieselter Baumstamm aus den Ortenburger Schottern: 38-39, 1 Taf. / Kurzmitteilung III.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 13 (dn013-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-013-4
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  • Gregor, H.-J.: Neue Pflanzenfossilien aus der niederrheinischen Braunkohle IV. Magnoliaespermum geinitzii (ENGELHARDT) KIRCHHEIMER - eine Myricaceae: 1-18, 2 Abb., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Die bisher als "ausgestorben" angesehene Magnoliacee Magnoliae spermum geinitzii von vielen unter- und mittelmiozänen Braunkohlen-Fundstellen Europas konnte als polykarpidischer Vertreter der Myricaceen (Genus Myrica LINNE) erkannt werden.
  • Gregor, H.-J. & Hantke, R.: Eine untermiozäne Zanthoxylum-Art aus der Schweizer Molasse: 19-25, 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus dem Aquitan des Tunnel de Lausanne wurden Carpolithus-Samen beschrieben, die jedoch als Zanthoxylum tertiarjum (HEER) GREGOR & HANTKE neu zu kombinieren sind. Die begleitenden Pflanzenreste aus den fluviatilen Ablagerungen lassen einen Auenwald in einem warmgemäßigten Paläoklima rekonstruieren.
  • Gregor, H.-J.: Verholzte Birnenfrüchte - Pyrus knoblochii nov. spec. aus den untermiozänen Braunkohlen von Schwandorf: 26-33, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden verholzte Früchte einer neuen Birnenart - Pyrus knoblochii - aus den untermiozänen Sanden des Tgb. Oder der BBI Schwandorf beschrieben. Als rezente Vergleichsart kommt vor allem Pyrus pashia HAN.-BUCH. ex D. DON aus dem Himalaya-Gebiet in Frage. Beide Ökosysteme - das fossile und das rezente, zeichnen sich durch "Mixed-mesophytic" und "Evergreen broad-leaved Forests" aus, welche vor allem in einem warm-gemäßigten Cfa-Klima gedeihen.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 14 (dn014-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-014-2

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  • Velitzelos, E., Gregor, H.-J. & Jähnichen, H.: Fossile Vertreter der Roßkastanie (Aesculus LINNÉ) in der untermiozänen Flora von Kumi (Euböa, Griechenland): 1-23, 12 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden alte UNGER'sche Originale aus dem Untermiozän von Kumi (Kymi) auf Euböa untersucht, die zu Cussonia polydrys und Nephelium jovis gestellt worden waren. In Wirklichkeit handelt es sich nach einer Neuuntersuchung um Blatt- und Fruchtreste von Aesculus LINNÉ - erstmals somit im griechischen Tertiär nachgewiesen
  • Fiest, W.: Blattfunde aus der "Gosau": 25-27, 1 Taf. / Kurzbericht I
  • Burgh, J. v. d. & Gregor, H.-J.: Blähzellen in einem fossilen Holz von Aubenham: 28, 1 Taf. / Kurzbericht II.
  • Mohr, B.: Die Pollenflora aus dem Mergel I der Kiesgrube Maßendorf (Niederbayern): 28-33. / Kurzbericht III.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 15 (dn015-1983-1)

München 1983 (1. Auflage); ISBN 3-86544-015-0

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  • Schäfer, J. & Driesch, A. v. d.: Tierknochenfunde aus fünf frühmittelalterlichen Siedlungen Altbayerns: 1-78, 22 Tab., 2 Diagr., 9 Abb., 3 Ktn.
    Zusammenfassung
    Die vorliegende Arbeit beinhaltet die Auswertung von Tierresten aus archäologischen Grabungen in Kelheim (Niederbayern), Barbing-Kreuzhof, Wörth-Tiefenthal, Mintraching (Oberpfalz) und Kirchheim bei München. Die nachgewiesene Fauna umfasst vor allem Säugetiere, aber auch Vogel, Amphibien, Fische und Mollusken. Neben der tierartlichen Zusammensetzung des Fundguts lassen die Größe und Wuchsform, das Geschlechtsverhältnis und das Alter der Tiere Rückschlüsse auf die frühmittelalterliche Viehhaltung und Jagd zu.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 16 (dn016-1984-1)

München 1984 (1. Auflage); ISBN 3-86544-016-9

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  • Gregor, H.-J. (mit einem Beitrag von Mai, D. H.): Subtropische Elemente im europäischen Tertiär IV (Onagraceae, Rutaceae, Vitaceae, Theaceae, Elaeagnaceae): 1-37, 5 Taf., 2 Abb.
    Zusammenfassung
    Es werden folgende neue .Arten und Neukombinationen tertiärer Fruktifikationen in ihren ökologischen, stratigraphischen und klimatologischen Gegebenheiten dargestellt. Fagaropsis huardii und F. ornata, Zanthoxylum müller-stollii, Z. negrui und Z. schoetzii (Putaceae), Ampelocissus jungii (Vitaceae), Ludwigia ungeri (Onagraceae) und Polyspora lignitica (Theaceae) sowie Elaeagnus orchidioides (Elaeagnaceae).
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 17 (dn017-1984-1)

München 1984 (1. Auflage); ISBN 3-86544-017-7

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  • Klein-Reesink, J.: Stoffbestand und Genese der Braunkohle der Niederhessischen Senke mit vergleichenden Untersuchungen an Braunkohlen aus der Oberpfalz und Ost-Westfalen: 1-113, 46 Abb., 5 Taf.
    Kurzfassung
    In der vorliegenden Arbeit werden die Ergebnisse makro- und mikropetrographischer, physiko-chemischer und organisch-geochemischer Untersuchungen an tertiären Braunkohlen Niederhessens, der Oberpfalz und Ostwestfalens vorgestellt und diskutiert. Die alttertiären Kohlen zeichnen sich makropetrographisch durch das starke Vorherrschen von Grundmassenkohlen aus, die starke Helligkeitskontraste aufweisen. Die mikropetrographische Ausbildung dieser Kohlen ist streng mit der makropetrographischen korreliert. Schwarze Kohlen sind Densinit-betont, dunkle Attrinit-betont. Der dominierende Bestandteil der hellen Lithotypen ist die "stark fluoreszierende Grundmasse". In Richtung auf die hellen Kohlen nehmen die Humotelinit-Gehalte ab, der Destruktionsgrad zu. Als "stark fluoreszierende Grundmasse" wird ein Bestandteil bezeichnet, der grundmassebildend auftritt, extrem feinkörnig ist, schwach reflektiert und deutlich fluoresziert. Sie weist chemisch Merkmale von humosen sowie bituminösen Substanzen auf. Als grundlegender chemischer Baustein werden Phenol-Carbonsäure-Ester angenommen. Die "stark fluoreszierende Grundmasse" ist ein Produkt extrem starker, aerober mikrobieller Zersetzung. Mit abnehmendem Alter werden die Kohlen allgemein gewebereicher. Grundmassenkohlen treten immer mehr in den Hintergrund. Dafür nehmen Gewebegrundmassenkohlen, Gewebekohlen und Xylitische Kohlen an Bedeutung zu. Die Helligkeitsdifferenzierung zwischen den Lithotypen geht zurück. Im mikropetrographischen Bild verliert die "stark fluoreszierende Grundmasse" an Bedeutung. Der Humodetrinit wird grobkörniger; gleichzeitig nehmen die Anteile an Humotelinit zu. Mit der petrographischen Ausbildung ändern sich auch die chemischen Eigenschaften der Kohlen. Helle, stark detritische Lithotypen sind Kohlenstoff- und Wasserstoff-reich, Bitumen-reich und Huminsäure-arm. Dunkle und gewebereiche Lithotypen sind demgegenüber Sauerstoff-reich, Bitumen-arm und Huminsäure-reich. Das extrahierbare Bitumen ist im wesentlichen an die "stark fluoreszierende Grundmasse" und in geringerem Maße an den Attrinit gebunden. Es geht zum einen aus den ursprünglichen Pflanzenharzen und -wachsen und zum anderen aus Stoffwechselprodukten von Mikroben hervor. Durch die organisch-geochemischen Untersuchungen und durch Vergleiche mit den Verhältnissen in den Florida-Everglades kann belegt werden, daß der Destruktionsgrad der Lithotypen wesentlich von der Intensität der mikrobiellen Überarbeitung bestimmt wird. Ein Einfluß der torfbildenden Vegetation auf die Petrographie der Braunkohlen macht sich erst in zweiter Linie bemerkbar. Die mikrobielle Überarbeitung bewirkt, daß verschiedene Lithotypen innerhalb einer Lagerstätte unterschiedliche biochemische Inkohlungsgrade aufweisen. Diese Unterschiede lassen sich sowohl chemisch (C-Gehalt, HNO3-Reaktion, n-Alkan-Verteilung) als auch mikrophotometrisch (Fluoreszenzspektren der Sporinite) bestimmen. Als steuernde Faktoren für die mikrobielle Aktivität (und damit den Destruktions- und Inkohlungsgrad) werden die Redox- und die Klima- (Temperatur-) verhältnisse während der Torfbildung angesehen. Die Redoxverhältnisse bestimmen weitgehend die Unterschiede in der Ausbildung der Lithotypen innerhalb einer Lagerstätte, die Klimaverhältnisse die Untersclliede in der petrographischen und chemischen Ausbildung verschieden alter Flöze.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 18 (dn018-1984-1)

München 1984 (1. Auflage); ISBN 3-86544-018-5

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  • Bloos, G. & Gregor, H.-J.: Geologie und fossile Makroflora der "Älteren Fluviatilen Schichten" (Riß-Glazial) von Steinheim a. d. Murr: 1-9, 2 Abb., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird die Geologie der Fundstelle Grube SIGRIST in Steinheim a.d. Murr besprochen und die dort in den "Älteren Fluviatilen Schichten" gefundene Makroflora. Es handelt sich um Früchte und Samen eines Altwasserbereiches des Alt-Neckar mit Wasser,- Ried - und Auwaldfazies.
  • Mohr, B.: Die Mikroflora (Pollenkörner aus den "Älteren Fluviatilen Schichten" (Riß-Glazial) von Steinheim a. d. Murr: 10-11. 1 Taf.
  • Poschold, P.: Ein rezent-ökologisches Modell für die fossile Makroflora von Steinheim/Murr: 12-17, 2 Taf.Zusammenfassung
    Es wird ein rezentökologisohes Modell für die fossile Flora von Steinheim a.d. Murr vorgelegt. Es handelt sich bei den rißglazialen Ablagerungen der Fundstelle um Reste eines Altwasserbereiches des Alt-Neckars mit Wasserpflanzen-, Röhricht-, Großseggen- und Auewald-Zone.
  • Falkner, G.: Eine Molluskenfaunula aus den "Älteren Fluviatilen Schichten" der Neuen Grube SIGRIST von Steinheim a. d. Murr: 18-24, 1 Kt., 1 Tab.
  • Gregor, H.-J.: Die altpleistozäne Makroflora vom Uhlenberg bei Dinkelscherben: 25-27. / Kurzbericht I.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 19 (dn019-1984-1)

München 1984 (1. Auflage); ISBN 3-86544-019-3

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  • Gregor, H.-J & Bogner, J.: Fossile Araceen Mitteleuropas und ihre rezenten Vergleichsformen: 1-12, 6 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Vorläufige Ergebnisse einer geplanten Monographie fossiler Araceenreste sind hier vorgelegt. Drei neue Organgattungen Urospathites, Epiprannites und Scindapsites werden beschrieben. Die Neukombinationen der Typusarten Carpolithes dalgasii, Epipreninum ornatum und Epipremnum crassum zu Urospathites dalgasii, Epipremnites ornatus und Scindapsites orassus sind vorgenommen worden. Ökologie, Klimatologie und Stratigraphie der fossilen Arten im Vergleich mit den rezenten finden Berücksichtigung.
  • Frydas, D.: Kieseliges Phytoplankton aus der "Oceanic Formation" der Insel Barbados: 13-16, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Das kieselige Phytoplankton aus einer Probe der "Oceanic Formation" (Mitteleozän Spätoligozän) von der Insel Barbados im westlichen Atlantischen Ozean wurde auf seine Taxonomie und stratigraphische Verbreitung untersucht. Dies erfolgte hauptsächlich im Lichtmikroskop. Bei dieser Methode war es möglich, 17 verschiedene Arten von Phytoplankton studieren zu können. Die untersuchte Probe von Barbados wurde in die Corbisema hastata Zone-(Späteozän) eingestuft.
  • Frydas, D: Sur quelques Ébriédiens du Pliocène du l’Ile d’Egine et de la Crète (Grèce): 19-22, 4 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Ebriiden sind ausschließlich marine, planktisch lebende Flagellaten (zwei rezente Gattungen: Ebria und Hermesinum) mit kieseligem Innenskelett, zwei ungleichen Geißeln und einem Zellkern. Das sehr kompliziert gestaltete Skelett wird aus dichten Kieselstäbchen gebildet. Bei manchen Formen zeigt es große Ähnlichkeit mit gewissen Dinoflagellaten oder Radiolarien.
    Die Gruppe der Ebriiden erscheint plötzlich im Paläozan bei weltweiter Verbreitung und entwickelt sich rasch im Laufe des Tertiärs. Danach klingt die Evolution ab und lässt nur einige Gattungen zurück. Eine davon ist die Gattung Ebrin, die gegen Ende des Tertiärs erschienen ist. Fossile Ebriiden sind in Griechenland gefunden worden in diatomeenreichen mergeligen Schichten des unteren Pliozäns auf der Insel Ägina und in fein lamellierten Diatomiten des oberen Pliozäns vom Dorf Prassa bei Heraklion auf der Insel Kreta. In beiden Lokalitäten kommen sie vergesellechaftet mit Diatomeen und Silicoflagellaten vor.
  • Mai, D. H.: Neue Cyperaceen-Funde aus dem unteren Miozän von Delitzsch (DDR): 23, 1 Taf. / Kurzbericht I.

  • Gregor, H.-J. & Klein-Reesink, J.: Ein Massenvorkommen von Caricoidea jugata (NIK.) MAI im Tagebau Ostheim der PREAG Borken (Untermiozän): 24-25, 3 Taf. / Kurzbericht II.
    Zusammenfassung
    Aus dem unteren Miozän von Delitzsch (DDR) wird eine neue fossile Art aus der Familie Cyperacee - Caricoidea deiicata - beschrieben, die nahe mit C. angulata CHANDLER und C. jugata (NIK.) MAI aus England und Eurasien verwandt ist.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 20 (dn020-1984-1)

München 1984 (1. Auflage); ISBN 3-86544-020-7

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  • Antoniadis, P.: Ein Beitrag zur Biostratigraphie des Lias im nördlichen Oberostalpin (zwischen Tiroler Ache und Weißer Traun): 1-21, 1 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine Fossilliste gegeben, die ausschließlich aus Cephalopoden - die horizontbeständigsten Leitformen im Jura -besteht. Damit wird ein Beitrag, der zur Klärung der stratigraphischen Verhältnisse in diesem Gebiet des nördlichen Oberostalpin dient, geleistet. Eine detailierte Beschreibung erfolgt nur bei Exemplaren, deren Erhaltungszustand eine solche Behandlung erlaubt. Die aufgesammelte Ammonitenfauna wurde zum großen Teil horizontiert entnommen und gewinnt dadurch an Bedeutung. Die zahlreichen Ammonitenarten erlauben stellenweise eine lückenlose Zonengliederung der liassischen Gesteine, sowie Korrelationen der gleichen von verschiedenen Faziesarealen.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 21 (dn021-1984-1)

München 1984 (1. Auflage); ISBN 3-86544-021-5

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  • Lutz, H.: Beitrag zur Kenntnis der unteroligozänen Insektenfauna von Cereste (Süd-Frankreich): 1-26, 8 Abb., 9 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden Insektenfunde aus den feinplattigen, bituminösen Kalkmergeln des Unteroligozäns von Ceresté, Alpes de Haute-Provence, Frankreich, vorgestellt. Es handelt sich um 2.584 Exemplare aus 10 verschiedenen Ordnungen, die auf ihre ökologische Aussagefähigkeit hin untersucht werden, um eine erste, näherungsweise Rekonstruktion des damaligen Lebensraumes geben zu können. Dabei finden auch Pflanzenfunde, bzw. die Reste von anderen Invertebratengruppen (Schnecken, Krebse, Spinnen) und Wirbeltierfossilien (Fische und Vögel) Berücksichtigung, zumindest soweit sie z.Zt. interpretierbar sind.
    Alle Funde deuten auf ein flaches, stehendes Gewässer mit möglicherweise zeitweilig erhöhtem Salzgehalt hin. In seiner näheren Umgebung scheint eine eher offene Vegetation mit wenigen Büschen und Bäumen vorgeherrscht zu haben. Diese Interpretation der Fossilfunde steht im Gegensatz zur Auffassung von THEOBALD (1937), der glaubte, im Uferbereich der Seen feuchte, dichte Sumpfwälder nachweisen zu können.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 22 (dn022-1984-1)

München 1984 (1. Auflage); ISBN 3-86544-022-3

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  • Lienau, H.-W.: Die marinen Deckschichten (Mitteleozän-Unteroligozän) der Helmstedter Braunkohlen (Niedersachsen, BRD): 1-120, 23 Abb., 17 Tab., 12 Taf.
    Zusammenfassung
    Halokinetische Bewegungen führten im Helmstedter Raum zur Bildung eines Salzsattels und zweier Mulden beiderseits des Sattels. In diesen Becken wurden im unteren bis mittleren Eozän die Braunkohlensande abgelagert. Transgression des eozänen Nordmeeres führte zur Ablagerung der Annenbergschichten im höheren Mitteleozän und der Gehlbergschichten im Obereozän. Die ebenfalls marinen Silberbergschichten gehören ins Latdorfium, also ins unterste Oligozän. Überlagert werden diese marinen Grünsande von Quartär.
    Die Fossilführung der Annenbergschichten ist durch Mollusken in Kalkschalenerhaltung charakterisiert. Erstmals erwähnt werden Funde von Selachierzähnen und -wirbeln und von Otolithen und Wirbeln von Teleosteern. Demgegenüber liegen die Fossilien der Gehlbergschichten phosphoritisiert vor, Kalkerhaltung ist nicht möglich. Bekannt wurden sie durch ihre vielfältige Chondrichthyes-Fauna und gut erhaltene Decapodenfunde. In den Silberbergschichten ist wieder Kalkerhaltung möglich und es dominieren aufs neue Mollusken. Decapoden sind vorhanden, Vertebraten wurden noch nicht gefunden.
    Die Annenbergschichten sind nach schneller Transgression zum größten Teil bei Wassertiefen um 150 m abgelagert worden. In den Gehlbergschichten deuten die durch Sturmereignisse kondensierten Phosphoritlagen auf eine Verflachung des Meeres mit weniger als 100 m im oberen Bereich. Ruhigere Ablagerungsbedingungen zur Zeit der Silberbergschichten zeigen wieder Tiefen um 100 m und mehr an.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 23 (dn023-1985-1)

München 1985 (1. Auflage); ISBN 3-86544-023-1

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  • Gregor, H.-J.: Paläoethnobotanische Untersuchung eines mittelalterlichen Brunneninhaltes in Kehlheim: 1-26, 2 Abb., 1 Tab., 9 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird über eine paläoethnobotanische Auswertung von ca. 70 Arten aus einer Brunnengrabung in mittelalterlichen Schichten auf dem Gelände der alten Kannbenschule südlich der Stadtpfarrkirche- in Kelheim berichtet. Es liegen Funde sowohl aus einer Grube (SchichtenA-C),als auch aus Gefäßen vor. Es können Wald- und Wiesenpflanzen nachgewiesen werden (Wolliger Schneeball, Kriechender Hahnenfuß), als auch Unkräuter (Kornrade z.B.), Gewürzpflanzen (Koriander), Ölpflanzen (Hanf), Gemüsepflanzen (Gelbe Rübe), Mehlfrüchte (Hirse) und vor allem Obstsorten wie Kirschen, Zwetschen, Birne, Haselnuß, Wein, Walnuß, Brom- und Himbeeren, Hagebutten, Schwarzer Holun-der u.v.a. Es können auf diese Weise die ökologischen und ökonomischen Bedingungen der Zeit des Mittelalters ganz gut gefaßt werden: Vor allem das Stein-, Kern- und Beerenobst wurde zu dieser Zeit extensiv gesammelt und verwendet - auch der Weinbau war offensichtlich stark begünstigt. Als vermutliches Alter der Funde wird ein Zeitraum vor 1600 und nach 1200 angenommen (wohl um 1450), was sich durch archäologische Befunde präzisieren lassen wird.
  • Gregor, H.-J.: Mittelalterliche Pflanzenreste (Früchte und Samen) aus der Landshuter Altstadt: 27-41, 2 Abb., 3 Taf.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 24 (dn024-1985-1)

München 1985 (1. Auflage); ISBN 3-86544-024-X

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  • Minningerode, Ch.: Initiale Floren und deren Ökologie an der Basis der Rheinischen Braun-kohlenflöze aufgrund geologischer und paläobotanischer Untersuchungen: 1-235, 79 Abb., 9 Tab., 13 Taf.
    Zusammenfassung
    In der vorliegenden Arbeit wurden die Ergebnisse der sedimentologischen, palynologischen und wurzelholzanatomischen Untersuchungen in den Basisschichten des Rheinischen Hauptbraunkohleflözes bzw. der Hauptflözgruppe dargestellt und vergleichend diskutiert.
    Die korngrößenanalytisch ermittelten Unterschiede in der Ausbildung der direkten Liegendschichten der Kohleflöze ergaben erste Hinweise zur Deutung der faziellen Ausgangssituation, unter der es zur Anlage der Moorwaldvegetation kam. Aus der Bestimmung des palynologischen Inventars der klastischen Liegendsedimente sowie der basalen Schichten der Braunkohlen wurden Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der initialen Vegetationsvergesellschaftungen in den unterschiedlichen Faziesräumen gezogen. In einem weiteren Schritt wurden die Wurzelböden an der Basis der Flöze holzanatomisch untersucht, um die palynologisch gewonnenen Ergebnisse zu präzisieren.
    Aus der vergleichenden Betrachtung dieser drei Untersuchungsmethoden ergibt sich eine genaue Vorstellung über Zeitpunkt und Zusammensetzung der beginnenden pflanzlichen Besiedelung sowie die Vorgänge beim Wechsel zur moorbildenden Bruchwaldvegetation. Dabei zeigte sich, dass an der Basis des Hauptflözes sowie des Teilflözes Morken noch mit erheblichen Differenzen in der Zusammensetzung der initialen Vegetationsdecke zu rechnen ist. Im Verlauf der weiteren Entwicklung verringern sich diese Unterschiede jedoch. Während an der Basis von Flöz Frimmersdorf noch gewisse Sukzessionen in der Florenvergesellschaftung festzustellen sind, hat sich zu Beginn der Vermoorung, die zur Bildung von Flöz Garzweiler führte, eine recht einheitliche Vegetation entwickelt. Für diese frühen Moorwälder ist mit einer Angiospermen-bzw. Koniferen-Angiospermen-Vegetation zu rechnen, die den unterschiedlichen faziellen Bedingungen angepasst war. Reine Koniferen-Wälder sind von nur untergeordneter Bedeutung gewesen.
    Basierend auf den ermittelten Pflanzenassoziationen ergaben sich Hinweise auf die klimatische Situation im Miozän. Für diese Zeit ist mit einem warmgemäßigten Klima zu rechnen, wobei Temperaturen von 10°c nicht unterschritten, sowie Temperaturen von 18°C nicht überschritten wurden. Für die relativ hohen Niederschläge ist mit einer gleichmäßigen Verteilung über das ganze Jahr zu rechnen.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 25 (dn025-1985-1)

München 1985 (1. Auflage); ISBN 3-86544-025-8

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  • Velitzelos, E. & Gregor, H.-J.: Neue paläofloristische Befunde im Neogen Griechenlands: 1-4, 2 Abb.
    Zusammenfassung
    Es werden vorläufige floristische Ergebnisse von verschiedenen Fundorten in Griechenland vorgelegt, wobei die meisten Pflanzenreste auf eine Feucht-Fazies hinweisen. In einzelnen sind zu nennen: Aliveri (Untermiozän), Megara (Pliozän), Pikermi-ahounateri (Obermiozän), Kithira (Pliozän), Ahoreni, Thoknia und Kiparision (Pleistozän), Ptolemais-Kardia, Kariochori, Northern Field (Pliozän), Prevesa (?), Vegora (Obermiozän), Katouna (Plio-Pleisto-zän), Likudi (Obermiozän), Prosilion-Trigonikon (Obermiozän), Lava (Obermiozän-Pliozän), Komnina (Obermiozän), Koroni (Pliozän).
  • Mohr, B. & Redenius, M.: Pollenanalytische Untersuchungen an Neogen-Kalken bei Argalasti, Magnesische Halbinsel (Griechenland): 5-11, 2 Abb., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Auf der Magnesischen Halbinsel wurden Relikte laminierter Kalke in Karsttaschen und -Spalten von Oberkreide-Marmoren nachgewiesen. Aufgrund ihrer Pollenführung können sie eindeutig datiert werden. Ihr obermiozänes bis unterpliozänes Alter wird durch geologisch-sedinentpetrographische Untersuchungen in dieser Region bestätigt. Die Magnesische Halbinsel wird von Paläogen bis in das Obermiozän als Abtragungsgebiet mit Verkarstungserscheinungen angenommen.
  • Gregor, H.-J.: Vorläufiger Bericht über neue Pflanzenfossilien aus tertiären Sedimenten Süd-Frankreichs: 12-14, 2 Abb.
    Zusammenfassung
    Es werden neue Florenkomplexe (Blätter und Fruktifikationen) aus Frankreich mitgeteilt. Das oligozän von Ceresté (Kalkmergel), Miozän von Arjuzanx (Braunkohlen-Begleitsedimente) und Pliozän von Cessenon (Brackwassersedimente) lieferten u.a. Palmen von ersterer Fundstelle, Mastixioideen von der zweiten und Bumpibiotopformen von der dritten.
  • Goldacker, B., Jürgenliemk, P., Klümann, H., Woith, H. & Gregor, H.-J.: Paläoökologie und Stratigraphie des Agios Mamas-Beckens (Neogen) der Insel Kythira (Griechenland): 15-20, 2 Abb., 1 Tab., 1 Taf.

  • Velitzelos, E. & Gregor, H.-J.: Pflanzensoziologische Abfolgen und Ökologie der pleistozänen Braunkohlen des Tagebaues Choremi (Megalopolis, Peloponnes): 21-27, 4 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird eine Abfolge verschiedener soziologischer Gegebenheiten im Tgb.Choremi (Megalopolis) gebracht, wobei sich Wasser- und Ried-Fazies miteinander abwechseln und ein buntes Bild einer schnell wechselnden Vegetation zur Zeit des frühen Pleistozäns (?) geben. Prinzipiell ist die Makro-Flora als sehr gemäßigt zu betrachten und im Verlauf der Flöze sehr einheitlich.
  • Mohr, B.: Über eine pleistozäne Pollen-Florula aus dem Tagebau Choremi (Megalopolis, Peloponnes): 28-29, 4 Abb., 2 Tab.
    Zusammenfassung
    Die Bearbeitung einer Kohle-Probe aus einer Erosionsrinne im Basisbereich des Tagebaues Choremi westlich Megalopolis ergab Pollenfunde, die ein kühlgemäßigtes Klima anzeigen und auf ein altpleistozänes, möglicherweise auch jüngeres Älter hindeuten. Die meisten Pollen-und Sporen-Typen belegen eine Pflanzenvergesellschaftung des offenen bis verlandenden Ruhigwassers (z.B. Salvinia, Nymphaes) und dessen Rand- und Uferbereich (z.B.Typha, Salix).
  • Gregor, H.-J.: Vorbericht über neue jüngsttertiäre Pflanzenfunde aus Oberitalien: 30-33, 2 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden neue Pflanzenfunde aus Oberitalien besprochen, eine Blatt- und Fruchtflora aus St. Barbara (Florenz, Ober-Pliozän), eine arme, Daphnogene-führende Flora von Fornace di Baldichiere (Turin, Villafranca) und wichtige Piacenziano-Calabriano-Floren von der Stirone mit Blättern, Früchten und Samen.
  • Gregor, H.-J.: Pflanzenreste aus neogenen Braunkohlen der West-Türkei: 34-40, 3 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden makroskopische Pflanzenreste (Fruktifikationen) aus thrakischen (westtürkischen) Braunkohlen mitgeteilt, die es gestatten, ein Sumpfbiotop nahe Istanbul zur Zeit des Unter-bis Mittelmiozäns zu rekonstruieren.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 26 (dn026-1985-1)

München 1985 (1. Auflage); ISSN 0723-8428

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  • Gregor, H.-J. & Maisch, G.:  Die fossilen Fische aus der Kreide Brasiliens (Araripe): 1-23, 24 Abb., 12 Taf.
    Zusammenfassung
    Im Folgenden werden die bisher bekannten fossilen Fische aus der brasilianischen Kreide, die auf vielen Fossil-Börsen zu finden sind, aufgeführt und näher in ihren Gegebenheiten untersucht.Vor allem die Vergleiche mit heutigen Verwandten sollen helfen, den Sammlern solcher Stücke, zusammen mit Einblicken in Geologie, Paläogeographie, Alter und Ökologie der Ablagerungen von Araripe in Brasilien einen Eindruck von der Fundstelle zu geben.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 27 (dn027-1985-1)

München 1985 (1. Auflage); ISBN 3-86544-027-4

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  • Geissert, F.: Une faune malacologique du Quaternaire ancien dans les alluvions rhénanes d’Alsace septentrionale: 1-4, 1 Abb., 1 Taf.
  •  Knobloch, E.: Costatheca HALL und Spermatites MINER - weltweit verbreitete Gattungen in der Kreide und im Paläozän: 5-10, 1 Abb., 1 Taf.
  • Unger, H. J.: Die Bohrung Goldern GLA 15 - Lithologie und Stratigraphie: 11-19, 3 Abb., 3 Tab.
  • Butzmann, R.: Monokotyle Blattreste (Chamaerops helvetica HEER) aus Süßwasserkalken SW-Deutschlands: 19-20, 2 Taf. / Kurzbericht 1
  • Gregor, H.-J.: Fruktifikationen aus dem Jungtertiär von Wallensen: 21, 1 Taf. / Kurzbericht 2
  • Gregor, H.-J.:Ein durchbohrtes "Hirschgrandl" aus dem Magdalenien der Cueva de Tito Bustillo (Asturien, Spanien): 21-22, 2 Taf. / Kurzbericht 3
  • Gregor, H.-J.: Pflanzenreste aus der Brackwassermolasse E-Niederbayerns: 22, 1 Taf. / Kurzbericht 4
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 28 (dn028-1986-1)

München 1986 (1. Auflage); ISBN 3-86544-028-2

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  • Frydas, D.: Silicoflagellate Associations, Biostratigraphy and Paleoenvironmental Analysis of the Pliocene from section Aitania (Crete, Greece): 1-8, 2 Abb., 6 Taf., 3 Tab
  •  Kaouras, G: Coal-petrology and palynological investigation in the browncoal basin of Katouna/Greece: 9-10, 1 Abb., 1 Taf.
  •  Kaouras, G: Süßwassermollusken aus neogenen Ablagerungen NE-Euböas, Griechenland: 11-18, 2 Abb., 1 Taf.
  •  Gregor, H.-J.: Neue Pflanzenfossilien aus dem niederrheinischen Tertiär V. Nachweis von Punica natans in der oligo-miozänen Braunkohle von Niederpleis (Bonn): 19-22, 1 Abb., 1 Taf., 1 Tab.
  •  Gregor, H.-J.: Erstnachweis von Resedaceen im Jungtertiär Süddeutschlands - Resedopsis igeli nov. gen. et spec.: 23-25, 3 Abb., 1 Taf.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 29 (dn029-1986-1)

München 1986 (1. Auflage); ISBN 3-86544-029-0

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  • Knobloch, E.: Die tertiären Floren Griechenlands - eine erstrangige paläobotanische Forschungsaufgabe: 1-2.
  • Knobloch, E.:Bisherige paläobotanische Untersuchungen im Tertiär Griechenlands: 3-4
  • Velitzelos, E. & Knobloch, E.:Die pliozäne Flora von Skoura bei Sparta auf dem Peloponnes (Griechenland): 21-28, 1 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Blattflora von Likudi (5 Fundpunkte) wird durch eine Dominanz von Fagus gussonii MASS, charakterisiert. Wesentlich ist das Vorkommen der Eichen, nach deren unterschiedlicher artlichen Zusammensetzung zwei verschiedene Fundstellengruppen unterschieden werden konnten. Manche Arten (Quercus cf. drymeja, Zelkova zelkovaefolia, Alnus ducalis, Pterocarya paradisiaca, Acer tricuspidatum, A. integerrimum) weisen im Neogen eine gesamteuropäische Verbreitung auf. Andere Arten scheinen bisher nur auf das Neogen von Griechenland beschränkt zu sein (Quercus dubia sp. n., Qu. licudensis sp. n., Ostrya licudensis sp. n., Salix massalongii sp. n.). Likudi lieferte neben Vegora und Kumi (Kimi) eine der reichsten Blattfloren Griechenlands.
  • Knobloch, E. & Velitzelos, E.: Die obermiozäne Flora von Prosilion bei Kozani (Süd-Mazedonien, Griechenland): 29-33, 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Für die Flora von Prosilion ist die Dominanz von Quercus cf. mediterranea UNG. bezeichnend. Zu ihr gesellen sich vereinzelt Vertreter der Gattungen Pinus, Zelkova, Palaeocarya, Acer, Salix und Populus. Stratigraphisch wichtig ist die Anwesenheit der roburoiden Eichen. Ceratophyllum vösendorfense BERGER bildet eigenständige Lagen.
  • Velitzelos, E. & Gregor, H.-J.: Geologische Daten zu den fossilführenden Fundstellen Lava, Prosilion und Likudi (Griechenland) nebst Bemerkungen zu deren Frucht- und Samenfloren: 34-40, 4 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden drei pflanzenführende Fundorte in N-Griechenland vorgestellt und ihre Geologie und ihre fossilen Fruktifikationen besprochen. Die obermiozänen Schichten von Likudi erbrachten 2 interessante Leguminosen, darunter Cercis miochinensis HU & CHANEY.
     
  • Gregor, H.-J.: Gymnocladocarpum velitzelosii nov. gen. et spec. aus obermiozänen Diatomiten von Likudi (Griechenland): 41-43, 2 Taf., 1 Abb.
    Zusammenfassung
    Aus obermiozänen mergeligen Diatomiten von Likudi bei Elassone in N-Griechenland wird eine neue Leguminosenfrucht beschrieben, die mit der rezenten Gymnocladus dioicus (L.) K. Koch aus dem SE der USA zu vergleichen ist.
  • Burgh, J. v. d.: Neue Pflanzenfossilien aus dem niederrheinischen Tertiär VI. Cupressinoxylon rhenanus KILPPER: 44-45, 1 Tab., 1 Taf.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 30 (dn030-1986-1)

München 1986 (1. Auflage); ISBN 3-86544-030-4

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  • Unger, H. J.: Zur Geologie (Sedimentologie, Lithologie) des Obermiozäns von Achldorf /Niederbayern: 1-13, 7 Abb., 2 Tab.
  • Knobloch, E.: Die Flora aus der Oberen Süßwassermolasse von Achldorf bei Vilsbiburg (Niederbayern): 14-48, 20 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Flora von Achldorf (Kreis Vilsbiburg) lieferte die bisher reichste Flora aus der Oberen Süßwassermolasse in Niederbayern (quantitativ sowie qualitativ gesehen). An der Zusammensetzung dominieren Vertreter des mesophilen Laubwaldes (Fagaceae, Betulaceae, Aceraceae, Ulmaceae). Die Gattungen Pinus, Taxodium, Smilax, Daphnogene, Liquidambar, Parrotia, Salix, Myrica, Paliurus, Carya, Gleditsia sind selten bis wenig häufig. Die Blätter, die in der bisherigen Literatur zu Quercus (Castanea) kubinyi oder Castanea atavia gestellt wurden, werden in der Achldorfer Flora in 5 Arten eingeteilt: Quercus cf. kubinyi (KOVATS ex ETTINGSHAUSEN) BERGER, Qu. pontica-miocenica KUBAT, Qu. gregori sp. n., Qu. kucerae sp. n. und Qu. schoetzii sp. n. Als neue Arten wurden definiert: Cephalotaxus (?) stoeckleinae sp. n. und Crataegus (?) neckerae sp. n. Sorbus alnoidea wurde zu Alnus alnoidea (MENZEL) comb. nova und Koelreuteria oeningensis zu Dicotylophyllum oeningense (HEER) comb. nova gestellt. Die Kombinationen Zelkova praelonga (UNGER) BERGER und Quercus kubinyi (KOVATS ex ETTINGSHAUSEN) BERGER wurden mit entsprechendem Basionym und Typen versehen. Die Flora aus Achldorf wird in das Sarmat gestellt, wobei das Pannon nicht ausgeschlossen werden kann, aber auch wenig wahrscheinlich erscheint.
  •  Gregor, H.-J.: Die Früchte und Samen aus der Oberen Süßwassermolasse von Achldorf (Vilsbiburg, Niederbayern): 49-59, 1 Tab., 5 Taf.
    Zusammenfassung

    Von Achldorf bei Vilsbiburg werden aus der Blättermergelschicht der Kiesgrube SCHANDL fossile Früchte und Samen beschrieben. Es finden sich vor allem Hainbuchen- und Eichenarten, Zaubernußgewächse, Ulmenverwandte, Ahorne, Leguminosen, u.a. Neu für die Blattschicht ist der Nachweis von Seerosengewächsen, Him- bzw. Brombeeren, und vielleicht von Clematis. Die mesophytische Flora zeigt ein humides Klima des Virginia-Typs (Cfa) an. Stratigraphisch gehört die Fundstelle ins Obermiozän (Sarmat-Pannon).
  •  Schmitt, H.: Bemerkungen zu einer Zelkova-Fruktifikation aus dem Achldorfer Pflanzenmergel: 60-62, 1 Taf.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 31 (dn031-1986-1)

München 1986 (1. Auflage); ISBN 3-86544-031-2
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  •  Röhrs, J.: Sedimentations- und Eutrophierungsgeschichte der Salzburger Vorlandseen - sedimentchemische Untersuchungen für ein Sanierungskonzept und das Problem der Phosphor-Rücklösung: 1-105, viele Abb., 4 Taf.
    Zusammenfassung

    Die Sedimentationsgeschichte der Salzburger Vorlandseen beginnt mit dem Rückzug der Würmvereisung vor mehr als 15000 Jahren. Zuerst wurden fein laminierte Warventone abgelagert. Vor ca. 13000 Jahren begann die Sedimentation von Kalkmudden (Profundal) und Seekreide (Litoral). Die morphologische Differenzierung der Sedimentationsräume wurde durch den glazialen Untergrund (Moränenrücken) sowie verschiedene Seespiegelabsenkungen bestimmt.
    Während des Klimaoptimums im Atlantikum wurden in den Trumer Seen erstmalig vorübergehend Corg- und Pt-reiche Kalkgyttien abgelagert. Ein bereits zuvor infolge von Seespiegelabsenkungen abgeschnürter See im Bereich des heutigen Zellhofer Moores verlandete, die Trumer Seen und der Wallersee erhielten ihre heutige Form und Ausdehnung. Vor 1200 Jahren führte im Bereich der Trumer Seen eine starke Nährstoffzufuhr infolge von Rodungsmaßnahmen und Moordrainagen im Zuge der bajuwarischen Besiedlung zu einer ersten akuten Eutrophierungsphase, die jedoch von kurzer Dauer war und noch vom Sediment gepuffert werden konnte. Vor ca. 350 Jahren bewirkte eine zunehmende Besiedlung des Gebietes um die Trumer Seen sowie damit einhergehende infrastrukturelle Veränderungen (weitere Moordrainagen, intensivierter Landbau, Brauereigründungen, Kleingewerbe) einen zweiten akuten Eutrophierungsschub, der nicht mehr vollständig vom Sediment gepuffert wurde. Die Trumer Seen gelangten in den meso- bis eutrophen Zustand, während der Wallersee von dieser Entwicklung noch verschont blieb.
    Die stark expandierende Bevölkerung, ein exponentiell ansteigender Verbrauch von Phosphaten in den Haushalten (Waschmittel) und in der Landwirtschaft (Mineraldünger, Gülle-Wirtschaft) und eine rasch zunehmende Gewässerbelastung durch Kleingewerbe (Brauereien, Käsereien, Gaststätten, Metzgereien) im Einzugsgebiet der Vorlandseen führten nach dem II. Weltkrieg zu einem rasanten Voranschreiten der Eutrophierung. Erstmals wurden in den Seen schwarze Kalkgyttien abgelagert. im Hypolimnion war während der Stagnation H25 nachweisbar.
    Die Sedimente in den Vorlandseen bestehen überwiegend aus autochthonen Komponenten (Kalzit aus biogener benthischer und epilimnischer Entkalkung, organischer Detritus, biogen gebildetes SiO2 (Kieselalgen). Lateral und vertikal kb.nnen makroskopisch und geochemisch 6 Sediment-Fazies-Zonen unterschieden werden. Die Sedimentationsraten sind im Laufe der Seengeschichte zunächst langsam angestiegen. Seit dem Atlantikum und besonders seit dem Beginn der Eutrophierung ist eine starke Zunahme zu beobachten. In der jüngsten Zeit nehmen die Sedimentationsraten infolge von Karbonatrücklisung scheinbar ab.
    Mit fortschreitender Eutrophierung wurden im Sediment immer größere Mengen an Corg und Pt akkumuliert, Anhand der Pt-Verteilung im Oberflächensediment erkennt man deutlich die Orte der größten P-Einträge. Allein im Oberflächensediment (5 cm) der Seen sind große Nährstoffmengen gespeichert (Niedertrumer See: 12 t, Obertrumer See: 20 t, Grabensee: 5 t, Wallersee: 28 t).
    Anhand von P-Flux-Experimenten konnte gezeigt werden, dass die "seeinterne Düngung" durch R-Rücklösung aus dem Sediment maximal 5 - 10 % des P-Inputs während der Stagnation ausmacht, sehr wahrscheinlich jedoch noch wesentlich geringer ist. über das Jahr gemittelt wirkt das Sediment in allen Seen als P-Puffer. Für das Fehlen einer bedeutenden P-Rücklösung aus dem Sediment sind folgende Ursachen verantwortlich.
    - An der Sedimentoberfläche befinden sich stabile Bakterienmatten, die in der Tiefe rückgelösten Phosphor aufnehmen und selbst verwerten bzw. speichern.
    - Durch eine ausreichende Nitratversorgung des Hypolimnions bleibt an der Sedimentoberfläche eine Mikrozone erhalten, in der Fe(OH)3 nicht von fakultativ anaeroben Bakterien reduziert wird. Phosphor wird in dieser Mikrozone adsorptiv an Eisen-III-Hydroxid gebunden.
    Die Ca-Phasen im Sediment binden nachweislich ebensoviel Phosphor wie Fe-Phasen. Der an Kaizium gebundene Phsophor ist bei abnehmenden Redoxpotentialen jedoch weitaus weniger mobil als der an Eisen gebundene Phosphor. O2-Zehrungsversuche zeigten, dass bei einer Belüftung des Bodenwassers fakultativ anaerobe Bakterien auf einen anaeroben Stoffwechsel umschalten, sich stark vermehren und den gesamten zugeführten Sauerstoff zehren. Eine Belüftung des Tiefenwassers führt demnach nicht zu einer durchgreifenden Oxidation des Sediments und ist ohnehin nicht notwendig, da keine nennenswerte P-Rücklösung stattfindet. Die derzeitige Eutrophierungsdynamik in den Seen wird besonders durch einen "kurzgeschlossenen Nährstoffkreislauf" zwischen Plankton und Wasser aufrecht erhalten. Dieser Kreislauf kann nur durch eine weitere Reduzierung der punktuellen Nährstoffeinträge, die 1982 noch 80 % der externen P-Einträge ausmachten , erreicht werden. Des weiteren muss der diffuse P-Eintrag aus landwirtschaftlich genutzten Flächen und Moorgebieten im Einzugsgebiet der Seen drastisch reduziert werden. Eine konsequente Durchführung dieser externen Sanierungsmaßnahmen wird automatisch zu einer Verbesserung der limnologischen Situation in den Seen führen, seeinterne Restaurierungs-maßnahmen am Sediment sind nicht notwendig, weil an der Grenzfläche Sediment/Wasser eine gut funktionierende P-Pufferung ausgebildet ist. Die limnologische Entwicklung in den letzten zwei Jahren liefert eine erste Bestätigung dieser Auffassung. Die Sanierungsmaßnahmen (Ringkanalisaitonen, Kläranlagen) seit Beginn der 70er Jahre haben bereits zu einer Reduzierung der punktuellen Einträge von 50 % geführt und zeigen erste positive Wirkungen; sie müssen konsequent fortgeführt werden. Infolge der Sanierungsmaßnahmen kann es an der Kontaktzone Sediment/Wasser zu Veränderungen des bestehenden P-Gleichgewichts kommen, wenn sich die Sauerstoffversorgung des Hypolimnions nicht in dem Maße verbessert, wie die Nitratfracht abnimmt. Daher sind auch in Zukunft regelmäßige Messungen der Sauerstoff- und Nitratgehalte im Hypolimnion sowie des Redoxpotentials an der Grenzfläche Sediment/Wasser erforderlich.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 32 (dn032-1986-1)

München 1986 (1. Auflage); ISBN 3-86544-032-0
Druckausgabe nicht lieferbar      Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Gregor, H.-J. & Menke, B.: Die känozäne Makroflora (Fruktifikationen) von Lieth/Elmshorn: 1-6, 1 Tab., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird die Makroflora von der känozänen Lokalität Lieth bei Elmshorn beschrieben. Es finden sich bei den Pflanzenresten 9 Familien mit 13 Arten, darunter vor allem häufig Schoenoplectus lacustris, Menyanthes trifoliata, Potamogeton mit diversen Arten und Sparganium simplex. Brasenia purpurea und Najas flexilis deuten warm-ozeanische Klimabedingungen vor allem zur Zeit der Tornesch- und Uetersen-Thermomere an.
  • Gottwald, H. & Holleis, P.: Xenoxylon-Funde am Main bei Staffelstein in Oberfranken: 7-11, 1 Abb., 2 Taf.
    Zusammenfassung
    Zwei Holzreste aus dem Lias δ2 vom oberen Main wurden für diese Region erstmalig als Xenoxylon ellipticum SCHULTZE-MOTEL bestimmt. Es handelt sich um ein feinjähriges Stück Stammholz und ein fast homogenes Wurzelholz-mit Resten der Rinde. - Aufgrund der beobachteten Variation der Tüpfelmerkmale, letztere sind Basis der Gattungs- und Artendifferenzierung bei Xenoxylon, wird auf eine mögliche Überbewertung dieses Merkmals hingewiesen.
  • Unger, H. J.: Zur Gliederung der Oberen Süßwassermolasse in Ostniederbayern - Ein Zwischenbericht: 12-16.
  • Knobloch, E.: Bemerkungen zur paläobotanisch-stratigraphischen Interpretation einiger känophytischer Floren: 17-19, 1 Tab.
  • Kuhn, R.: Rotensohl, eine bedeutende Fundstelle in der schwäbischen Ostalb: 20, 1 Tab. / Kurzmitteilung 1
  • Geissert, F. & Gregor, H.-J.: Erstnachweis von Microdiptera parva CHANDLER im elsässischen Pliozän: 21-23, 1 Taf. / Kurzmitteilung 2
  •  Berger, J. P. & Velitzelos, E.: Charophyten aus dem griechischen Plio-Pleistozän: 24-26, 9 Abb. / Kurzmitteilung 3
  • Knobloch, E.: Carpinus parviflora (ETTINGSHAUSEN 1852) comb. nov.: 27-28. / Kurzmitteilung 4

Zeitschrift Documenta naturae, Band 33 (dn033-1986-1)

München 1986 (1. Auflage); ISBN 3-86544-033-9
Druckausgabe nicht lieferbar      Digitale Kopie nicht verfügbar

 

Vortragsmanuskripte (verändert, ergänzt):

  • Berdiek, F.-R.: Problematik der Palynologie an einem Erdfall: 8-10, 1 Tab.
  • Burgh, J. v. d.: Ökologische Interpretationen miozäner Floren des Niederrheinischen Braunkohlenreviers: 11-16, 6 Abb., 1 Taf.
  • Gregor, H.-J.: Rezente und känophytische Rhizome (speziell Angiospermen) und deren Biotopverhältnisse: 17-19, 1 Taf.
  • Mohr, B.: Palynologischer Nachweis eines Mangrovebiotops in der Südatlas-Randzone (Marokko) und seine paläoökologische Bedeutung: 20-28, 2 Abb., 1 Tab.
    Zusammenfassung
    Bei der palynologischen Bearbeitung von alttertiären Kalk-Mergel-Abfolgen westlich Boumalne du Dadès (Südatlas-Randzone, Südmarokko) wurden typische Mangrovenanzeiger gefunden (Nypa, Rhizophora, Browniowia). Diese, sowie die anderen nachgewiesenen Vegetationstypen (Salzmarsch, Hinterlands-Vegetation), die eintönige Dinoflagellaten-Vergesellschaftung und die sedimentologischen Befunde, gestatten eine Rekonstruktion der dort an der Wende Unter-Mittel-Eozän herrschenden Umweltbedingungen. Die Sedimente der Südatlas - Randzone dürften danach in einem flachen Golf des Atlantik abgelagert worden sein, an dessen Südküste sich Mangrovensümpfe und Salzmarschen ausdehnten. Die relative Verarmung des Pollenspektrums an Zeugen einer nicht von Salzwasser beeinflussten Hinterlandsvegetation, sowie erhöhte Gehalte an frühdiagenetischem Dolomit und Gips im Sediment deuten auf ein arides Klima. Phosphatvorkommen in Zentralmarokko machen eine Upwelling-Situation vor der Küste NW- Afrikas zur Untereozän-Zeit wahrscheinlich und lassen ebenfalls ein trockenes Klima vermuten.
  • Mosbrugger, V.: Zur Autoökologie der Psaroniaceae - eine funktionelle Betrachtung ihrer Wuchsform: 29-34.
  • Schulz, E.: Holozäne Vegetation der zentralen Sahara: 35-40, 3 Abb.
    Zusammenfassung
    Pollenanalytische Untersuchungen früh- und mittelholozäner Sedimente aus N-Mali, N-Niger belegen eine Nord-Verschiebung der Savannengrenze zwischen 8000-6000 B.P. um ca. 400 km im Vergleich mit der heutigen Vegetation. Die Gebirgsbereiche dürften dabei in unterschiedlicher Weise Savannenformationen bis weit nach Norden getragen haben. Holzkohlen-Funde belegen eine Ausstrahlung der sudan. Vegetation nach Norden.
  • Wehmeier, D, Apostolikas, A., Meineke, K., Riegel, W., Schwarz, G. & Velitzelos, E.: Ökologie und Fazies der miozänen Braunkohle von Aliveri / Euböa, Griechenland: 41-46, 2 Abb.
  • Givulescu, R. & Rüffle, L.: Zanthoxylon europaeum UNGER 1847 in der fossilen Flora Rumäniens: 47-49, 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wird ein äußerst gut erhaltener Zanthoxylan europaeum - Weinmannia europaea-Rest aus dem unteren Sarsat Rumäniens vorgeführt. Eine kritische Revision so der als W. europaea als auch der anderen Weinmannia-Blättchen der paläobotanischen Literatur wird weiter angebracht. Der Verfasser kommt zur Schlußfolgerung, dass phytogeographische Gründe bestehen, um wieder zur alten UNGER'schen Benennung zurückzukehren und auf die ausschließlich tropische Gattung zu verzichten.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 34 (dn034-1986-1)

München 1986 (1. Auflage); ISBN 3-86544-034-7
Druckausgabe verfügbar >Anfrage per Mail       Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Driesch, A. von den: Fische im alten Ägypten - eine osteoarchäologische Untersuchung: 1-33, 50 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Ein während archäologischer Ausgrabungen in Ägypten geborgenes Fischknochenmaterial wird osteoarchäologisch analysiert. Das Fundgut umfasst über 45.000 Fundstücke von mindestens 35 verschiedenen Arten und stammt aus 9 zeitlich unterschiedlich eingestuften altägyptischen Stationen. Die z. T. erheblichen Unterschiede in der Artenzusammensetzung lassen sich in den unterägyptischen Fundorten, von der prädynastischen Siedlung Maadi bei Kairo abgesehen, mit den ökologischen Gegebenheiten erklären. In an Seen gelegenen Stationen wie Minshat Abu Omar und Tell Maskhuta überwiegen Nachweise für Buntbarsche. In den Siedlungen und Städten, die an Nilarmen lagen, wie Merimde und Tell el-Dab'a, kommen als häufigste Fischgruppe die Raubwelse vor. In Maadi sammelte man Brustflossenstachel von Synodontis schall zur Pfeilspitzenherstellung, woraus das unnatürliche Überwiegen dieses Skeletteils dieser Fischart im Fundgut resultiert.
    Während die Fischfunde aus einem Tempel in Karnak bei Luxor teils Opfer-, teils Speisereste enthalten, ist die Zusammensetzung der Fischfauna in Elephantine bei Assuan zu einem nicht unerheblichen Teil kulturell bedingt. Im Satettempel, woher die meisten untersuchten Funde aus Elephantine stammen, wurden zum einen vorwiegend große Exemplare an Fischen für den Kult ausgesucht und zum anderen bestimmte Fischarten gemieden und daher nicht nachgewiesen. Buntbarsche, Kugelfische und möglicherweise auch Meeräschen unterlagen einem Verzehrverbot.
    Die Artenvielfalt ist schon in der ältesten durch uns untersuchten Station, in Merimde, das während des 5. vorchristlichen Jahrtausends besiedelt war, erstaunlich groß. Dies lässt auf differenzierte Fischfangmethoden und eine gute Kenntnis der Lebensweise der Fische bereits im Neolithikum schließen. Für die Pharaonenzeit ist dies dann auch durch Schrift und Bild belegt. Paläolithische Knochenfunde aus dem Niltal enthalten eine weit ärmere Fischwelt. Meist kommt als überwiegende Art bzw. Gruppe Clarias vor (z. B. GREENWOOD 1968, S. 108 ff.; CHURCHER 1972 S. 20 ff.; GREENWOOD und TODD 1976, S. 388; GAUTIER u.a. 1980, S. 28 ff.). Clarias lebte nach Rückgang der Überschwemmung in Massen in Teichen und Tümpeln und konnte dort leicht, gegebenenfalls auch mit der Hand, gefangen werden (vgl. auch VAN NEER 1984, S. 157). Erst im Neolithikum werden die Fangmethoden differenzierter und der Artenreichtum in den Funden größer.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 35 (dn035-1986-1)

München 1986 (1. Auflage); ISBN 3-86544-035-5
Druckausgabe nicht lieferbar      Digitale Kopie nicht verfügbar

  • Rauhe, M.: Ein Beitrag zur Palökologie und zum Paläoklima von Messel: 1-5, 1 Abb.
  • Gottwald, H. & Gregor, H.-J.: Treibhölzer aus dem marinen Pliozän - ein Beitrag zur Vegetationsgeschichte Ober-Italiens: 6-16, 5 Abb., 3 Taf.
    Zusammenfassung
    Es wurden aus mehreren pliozänen Fundplätzen Oberitaliens (Stirone, Buco del Diavolo, San Gimignano) 7 Treibhölzer untersucht und als Cupressinoxylon, Piceoxylon und Magnoliopsida bestimmt. Die mittlere Breite ihrer 106 Zuwachszonen ist mit 0,5 mm extrem gering.
  • Kott, R.: Fazielle Entwicklung des Cenoman/Turon-Grenzbereichs im Steinbruch Baddeckenstedt (Lichtenberger Höhenzug, E-Niedersachsen): 17-26, 5 Abb.
    Zusammenfassung
    Der Profilabschnitt vom Mittel-Cenoman bis Unterturon des Steinbruchs Baddeckenstedt wird auf fazielle Aussagen untersucht. Mit Hilfe geochemischer Kriterien lässt sich eine zunächst regressive Tendenz nachweisen. Ihr Maximum ist durch Aufarbeitung und Resedimentation gekennzeichnet. Im obersten Ober-Cenoman folgt ein kurzzeitiger transgressiver Einschub mit Ablagerung eines schwarzschieferähnlichen Sediments. Die weitere Entwicklung ist erneut regressiv; ihr Höhepunkt im Unter-Turon ist durch Tempestite dokumentiert. Die zur Eventstratigraphie herangezogenen Leithorizonte werden genetisch interpretiert. Ein Zusammenhang von Bathymetrie und Sedimentfarbe kann gezeigt werden.
  • Geissert, F., Gregor, H.-J. & Kaouras, G.: Die postglazialen Mollusken- und Wirbeltierreste sowie palynologische Befunde aus den Torfen des Donaumooses bei Deggendorf: 27-38, 2 Abb., 1 Tab., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Die in den Deggendorfer Fundschichten festgestellten Mollusken-Bestände sind mit wenigen Ausnahmen altholozän Alters, wie anhand der bezeichnenden Elemente - Orcula dolium plagiostoma, Vertigo geyeri, Discus ruderatus, Gyraulus acronicus - geschlossen werden kann. Auch die Vergesellschaftung derselben mit durchaus anspruchslosen Arten der offenen Landschaft können diese Datierung bekräftigen. Beschrieben werden die speziellen Formen von Orcula dolium sowie Gyraulus acronicus, zwei typische Vertreter dieser fossilen Bestände. Reste von Emys orbicularis (L.), der Sumpfschildkröte und von Esox lucius L., dem Hecht, ergänzen das Biotop. Die palynologischen Ergebnisse gestatten die Zuordnung der Torfe zum Präboreal bis Atlantikum mit Dominanz von Birke, ErIe, Kiefer, Gräsern und Rohrkolbengewächsen.

Zeitschrift Documenta naturae, Band 36 (dn036-1987-1)

München 1987 (1. Auflage); ISBN 3-86544-036-3
Druckausgabe nicht lieferbar      Digitale Kopie verfügbar (open access)

  • Gregor, H.-J. & Mehl, J.: Pflanzenreste und ein Massenvorkommen von Früchten der Trapa baasii nov. spec. im Plio-Pleistozän der Wetterauer Braunkohle: 1-10, 1 Abb., 5 Taf.
    Zusammenfassung
    Es werden einige fossile Pflanzen aus dem wetterauischen Braunkohle-Tagebau Heuchelheim III beschrieben: Kiefern-Zapfen (Pinus sp.) und Holz aus dem Pliozän des liegenden Braunkohielagers und Menyanthes trifoliata L. foss. und Trapa baasii nov. spec. aus dem Horloff-Interglazial (Mittelpleistozän).Die neue Trapa-Art ist mit pleistozänen Formen Japans zu vergleichen, nicht mit Trapa natans aus anderen pleistozänen Ablagerungen Mitteleuropas!
  • Frydas, D.: Über das plio-pleistozäne kieselige Phyto-Plankton der Inseln Ägina und Milos (Südägäisches Meer): 11-22, 2 Fig., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Diese Arbeit soll der Anfang einer biostratigraphischen Bearbeitung über das fossile kieselige Phytoplankton im vulkanischen Inselbogen des Südägäischen Meeres während des Neogens sein. Das untersuchte Material von zwei Profilen auf der Insel Ägina wurde in die Distephanus speculum- sowie in die Reticulofenestra pseudoumbilica (= NN 16)-Zone eingestuft (Unterpliozän), der Diatomit von Milos in die Mesocena quadrangula-Zone (Pleistozän). Eine reiche, kieselige Schwammnadelassoziation wurde eingehend untersucht und auf zwei Tafeln abgebildet.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 37 (dn037-1987-1)

München 1987 (1. Auflage); ISBN 3-86544-037-1
Druckausgabe nicht lieferbar      Digitale Kopie verfügbar (open access)

  • Günther, Th.: Paläontologische Untersuchungen der Sedimente des Stirone (Provinz Parma, Italien): 1-63, 18 Fig., 7 Tab., 1 Kte.
    Zusammenfassung
    Der Stirone-Fluss schneidet in seinem Mittellauf eine über 1000 m mächtige Folge miozäner bis pleistozäner Ablagerungen an. Bergseits (im SW), wo die ältesten Schichten liegen, wird zunächst eine allochthone Schalle des Traktandums durchflössen Die anschließenden Ablagerungen des Messiniums beschließen das Miozän. Der größte Teil des Pliozäns (Stufen Zanclium und Piscenzium) wird durch Schotter überlagert. Lediglich das oberste Piscenzium ist vom Fluss freigelegt und bildet zusammen mit dem zum Pleistozän gehörenden Calabrium einen einzigartigen Aufschluss. Diese Folge im Wesentlichen mariner bis brackischer Sedimente wird durch limnich-fluviatile Ablagerungen abgeschlossen, die Jünger als das Calebrium sind. Die Stufen werden lithologisch, paläokologisch, paläontologisch, paläomagnetisch und stratigraphisch beschrieben und im überregionalen Zusammenhang diskutiert. Eine 500 Arten umfassende Fossilliste und zahlreiche Abbildungen von Fossilien von vollständigen die Ausführungen.
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 38 (dn038-1987-1)

München 1987 (1. Auflage); ISBN 3-86544-038-X
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  • Geissert, F.: Soufflenheim, berceau de la Paléontologie du Pliocène Alsacien: 1-11, 1 Abb., 4 Taf.
    Zusammenfassung
    Die Sufflenheimer Umgebung ist die Wiege der elsässischen Pliozänpaläontologie. Die ersten karpologischen Fossilien wurden 1930 gefunden, ihre Zahl ist inzwischen auf ca. 200 Arten angewachsen. Hinzu kamen Mollusken- und Großsäugerfunde, die ebenfalls die Bedeutung der elsässischen Fundstellen für das Pliozän-Studium bezeugen können. Als besonderes Merkmal sind die wohlerhaltenen Blätter von den in der Rheinniederung gelegenen Fundstellen Sufflenheim und Auenheim zu nennen, von welchen bisher ca. 2000 Belege präpariert worden sind. Diese sowie die meisten anderen Fossilien befinden sich in der Sammlung des Autors.
  • Gregor, H.-J.: "Seltsame Fossilfunde": 12-17, 1 Abb., 1 Taf.
    Zusammenfassung
    Aus verschiedenen tertiären und quartären Schichten Mitteleuropas werden problematische Funde mitgeteilt, wobei es sich z. T. um rezente Verunreinigungen handelt, z. t. um umgelagertes Material bzw. Problematika.
  • Gregor, H.-J.: Revision of two Rutacean taxa (Zanthoxylum negrui GREGOR and Zanthoxylum kristinae (HOLY) nov. comb.): 18-19, 10 Taf. / Kurzmitteilung 1
  • Gregor, H.-J.: Treibhölzer aus dem Dogger von Sengenthal: 20, 1 Taf. / Kurzmitteilung 2
  • Gregor, H.-J.: Ein Nypa-Rest aus dem Eozän von Kiew (Rußland) in der Sammlung des Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart: 21-22, 1 Taf. / Kurzmitteilung 3
  • Schötz, M. & Gregor, H.-J.: Ein Massenvorkommen von Erbsen im Neolithikum Niederbayerns: 22-26, 1 Taf. / Kurzmitteilung 4
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Zeitschrift Documenta naturae, Band 39 (dn039-1987-1)

München 1987 (1. Auflage); ISBN 3-86544-039-8
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  • Engel, H.: Charakterfauna des Saarkarbons: 1-42, 8 Abb., 7 Taf.
    Zusammenfassung
    In der großen intramontanen Senkungszone des Saarbeckens kam eine mächtige Folge limnisch fluviatiler Sedimente des Oberkarbons und Rotliegenden zur Ablagerung. Die weiträumigen Flözbildungen des Oberkarbons setzen eine reiche Pflanzenwelt voraus. Tierische Reste sind sehr selten. Gegenüber der Fauna sind die Pflanzenreste von größerer Wichtigkeit. Die stratigraphische Bedeutung der tierischen Fossilien tritt hinter ihrer faziellen Bedeutung zurück. Die limnischen Ostrakoden und Conchostraken sind die einzigen unter diesen Fossilien, die stratigraphischen Wert besitzen. Eine feinstratigraphische Zuordnung bestimmter Schichtglieder ist bisher erst im eng begrenzten Bereich möglich: zwischen den Flözen Grangeleisen und Schwalbach. Reste von Fischen sind in Stefan recht häufig. Arthropoden (Arthropleuriden, Xiphosuren, Anthraconarten und Insekten) sind immer selten.
  • Kuhn, R.: Neufund eines obermiozänen Primatenzahnes aus dem Günzburger Raum: 45-46, 1 Taf. / Kurzmitteilung 1
  • Givulescu, R.: Bemerkungen zur Art Carpinus parvifolia (ETTINGSHAUSEN 1852) KNOBLOCH 1986 und ihrem Verwandtschaftskreis: 46-49, 1 Tab., 1 Taf. / Kurzmitteilung 2

Zeitschrift Documenta naturae, Band 40 (dn040-1987-1)

München 1987 (1. Auflage);
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  • Reitner, J.: Mikrofazielle, palökologische und paläogeographische Analysen ausgewählter Vorkommen flachmariner Karbonate im Basko-Kantabrischen Strike Slip Fault-Becken-System (Nordspanien) an der Wende von der Unterkreide zur Oberkreide: 1-238, 120 Abb., 50 Taf.
    Zusammenfassung
    Das mesozoische Basko-Kantabrische Becken ist eingelagert zwischen die paläozoischen Massive des kantabrischen 6ebirge im Westen und der paläozoische Massive der Pyrenäen im Osten. Das Becken ist gebunden an große Lateralverschiebungen (Strike slip faults), die Transcurrentstörungen darstellen, die sich aus Transformstörung des Biskaya-Ozeans entwickelt haben. An ihnen vollzog sich die Rotation der Iberischen Platte nach NE. Von Unteralb bis ins Oberalb sind Karbonatplattformen mit marginalen Riff-Zonen und Mud Mound-Strukturen häufig. Es werden Gesamtmächtigkeiten von bis zu 2500m erreicht. Es lassen sich prinzipiell drei Plattformentwicklungen beobachten:
    1. Im Unterapt finden sich Barriere-Riffartige Rampen mit folgenden Fazieszonen:
    a, Eine siliziklastoische küstennahe Fazies mit Nerineen und Orbitolinen,
    b, hypersaloine Lagunen mit einer Monopleura-Rudisten-Gemeinschaft,
    c, Biostrome mit requieniden Rudisten, wenigen Scleractiniern und Dasycladaceen,
    d, Riff-Framestones mit großen Korallen, einigen corallinen Algen und Stromatoporen. Diese Unterapt-Plattformen verschwinden während des Gargas weitgehend (Gargasian-Events). Als Folge dieser Ereignisse, die auf die Öffnung des Nordatlantiks zurückgeführt werden, kommt es zu einer Neugestaltung der Biozönosen. Wichtige Beispiele sind die erhöhte Diversität coralliner Rotalgen, neue benthonische Foraminiferen Gemeinschaften und die Acanthochaetetes-Gemeinschaft, die heute noch in den Indopazifischen Riffen zu finden ist.
    2, Die Oberapt und Albriffe sind meistens an Basement-Hochs gebunden und sind von der Struktur her vergleichbar mit der Bahama-Plattform. Es lassen sich folgende Hauptfazieszonen unterscheiden:
    a, Hypersaline Lagunen mit monopleuriden Rudisten und Milioliden,
    b, monopleuride und requienide Rudisten in einer Mud Mound Fazies vergesellschaftet mit Dasycladaceen,
    c, intertidale Grainstone-Shoal Fazies, oft verbunden mit einer Grapestone-Fazies,
    d, eine Reef Flat Fazies mit capriniden Rudisten und einer Gemeinschaft aus dendroiden corallinen Rotalgen,
    e, eine Coralgal Fazies mit großen Korallen krustosen corallinen Rotalgen und innerhalb von Riffhöhlen eine kryptische Gemeinschaft (Acanthochaetetes-Gemeinschaft),
    f, Eine Microsolena Biofazies, z. T, verbunden mit Vorriff Mud Mound, die häufig aus Cyanophyceen, Acanthochaeteten, Stromatoporen und lithistide Demospongier bestehen.
    g, Im tiefen Vorriff tritt eine reine coralline Spongien-Gemeinschaft auf, die der moderen Acanthochaetetes-Gemeinschaft besteht,
    3, Neben den Basement-Hoch Plattformen werden kleine Diapir-Atollriffe beobachtet ("Sigibee-Knolls"), z. B. an den Diapiren von Villasana de Mena und Murguia. Die Oberalb Riff-Plattformen sterben durch die Veränderungen in den ozeanischen Systemen des Nordatlantik und der Biskaya durch Einfluß von kühlen Wasser ("Upwelling") ab. Im Cenoman entwickeln sich erneut Karbonatplattformen, die sich grundlegend von den Alb-Plattformen unterscheiden. Die Karbonatplattformen des Cenomans sind Produkt der Cenomantransgression auf die spanische Meseta.