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Die Lagune von Brunn - Jurassic Park in Ostbayern
Martin Röper, Monika Rothgaenger, Stephan Gregor & Günter Schweigert
EUR 25,00 inkl. MwSt. 7%, zzgl. Verpackungs- & Versandkostenpauschale
30 Jahre nach einer ersten Übersicht über die 1991 neuentdeckte Fossillager-stätte Brunn ("Die Plattenkalke von Brunn") erscheint nun im Februar 2026 eine reich bebilderte Zusammenfassung der Ergebnisse der seitherigen Grabung und Forschung: "Die Lagune von Brunn - Jurassic Park in Ostbayern".
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Band 2 (2019/21)
Ammonitenfauna, Biostratigraphie und lithologische Abfolge der Arietenton-Formation (Sinemurium) in der Tongrube Hottenrode, Niedersachsen
Bork Ilsemann
EUR 54,50 inkl. MwSt. 7%, zzgl. Verpackungs- & Versandkostenpauschale
Kurzfassung
Die Tongrube erschließt Schichten des oberen Hettangium, Unter-Sinemurium und Ober-Sinemurium. In zwei nebeneinander liegenden Gruben ist übergreifend die komplette und im Profil rund 80 m mächtige Schichtenfolge der Arietenton-Formation aufgeschlossen. Sie beinhaltet eine Wechselfolge aus Mergeln und mächtigen Tonstein Horizonten mit darin eingeschalteten laminierten Ölschiefer und harten siltigen Bänken.
Im Liegenden stehen zudem 13,5 m Angulatenton sowie im Hangenden 11,5 m Obtususton an. Somit besitzt das Profil eine Gesamtmächtigkeit von rund 105 m mit einem Schichteinfall von 40-45° S-SE. Neben der detaillierten lithologischen Aufnahme und Beschreibung des Arietenton-Profils wird deren Ammonitenfauna intensiv studiert anhand deren Erkenntnisse eine biostratigraphische Einteilung in Zonen und Subzonen erstellt werden konnte.
Durch die oftmals unzureichend publizierten Speziesbeschreibungen bezüglich innerartlicher Variation und jugendlicher Entwicklungsstadien wurde bei den Beschreibungen besonderer Wert gelegt. Dazu wurde als zusätzliches Hilfsmittel eine differenzierende Lobenlinien-Analyse auf Basis der Arbeiten von WEDEKIND und DIETZ entwickelt, um ein weiteres Instrument neben morphometrischer und skulptureller Merkmale zu besitzen, das eine korrekte und nachvollziehbare abgrenzende Bestimmung gewährleistet. Für eine präzise lithologische Ansprache wurde zudem der Gehalt an organischem und anorganischem Kohlenstoff gemessen.
Schlüsselwörter
Lobenlinie, Obtususton-Formation, Angulatenton-Formation, Euagassiceras, resupinatum, Arnioceras, bucklandi, Arnioceras semicostatum.
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Die vergessenen Karten des Nördlinger Rieses:
geologische Kartenwerke bis 1880 und ihre Beziehung zu den frühesten Entstehungstheorien
The forgotten maps of the Nördlinger Ries:
geological mapping up to 1880 and its relationship to the earliest theories of the formation of the Ries
Oliver Sachs
Zusammenfassung
Das Gebiet des Nördlinger Rieses wurde vor fast genau 200 Jahren auf der ersten überregionalen geologischen Karte von Deutschland und auf der ebenfalls im Jahre 1821 erschienenen bayerischen geologischen Landeskarte durch Christian Keferstein (1784-1866) dargestellt. Auf beiden Karten war das Gebiet des Rieses völlig unauffällig, der Höhenzug der Schwäbisch-Fränkischen Alb verlief noch ohne Unterbrechung. Doch bereits auf der 1822 erschienenen geologischen Landeskarte des Königreiches von Württemberg und dem Großherzogtum Baden wurde die Unterbrechung des Schwäbisch-Fränkischen Jurazuges erkannt und in der Umgebung von Nördlingen als eine nach Norden offene, hufeisenförmige Einbuchtung eingezeichnet. Von da an fand in den folgenden Jahrzehnten eine rasante geologische Erforschung des Gebietes um und im Nördlinger Ries statt. Diese Entwicklung hat sich unter anderem in den verschiedenen geologischen Überregionalen-, Landes- und Regionalkarten sowie beim ersten klein räumigen geowissenschaftlichen Situationsplan widergespiegelt. Die vorliegende Studie will einen Überblick darüber geben, welche Vorleistungen in Bezug auf Geografie, Geologie und Kartografie geleistet werden mussten, damit um 1870 die Geologen überhaupt die frühesten ausführlichen Entstehungstheorien zum Nördlinger Ries formulieren konnten, wodurch das Ende der Pionierzeit und gleichzeitig der Beginn der frühmodernen Riesforschung eingeleitet wurde. Als Grundvoraussetzung waren hierfür mehr als 100 Jahre geologischer Beobachtung und mehr als 50 Jahre Pionierarbeit in der Erstellung und Entwicklung geologischer Kartenwerke notwendig. Auf diese Weise stellen die frühen bildlich-geologischen Darstellungen einer Landschaft ein herausragendes Dokument ihrer jeweiligen Zeit dar. Dabei darf nicht übersehen werden, dass Karten zu allen Zeiten Gebrauchsgüter waren und damit häufig wegen Veraltung, ihrer Sperrigkeit (größte Verluste gab es bei den großen Wandkarten), durch Kriegseinwirkungen, Brände oder feuchte Lagerung vernichtet wurden. Folglich sind viele der frühen Karten sehr selten geworden und dadurch in Vergessenheit geraten. Für das Gebiet des Nördlinger Rieses sollen diese verlorenen und trotzdem sehr wichtigen historischen Quellen von den Anfängen bis zum Jahr 1880 in den geologischen und drucktechnischen Kontext der Zeit gebracht und hier als Entwicklungsreihe systematisch von den überregionalen Kartenwerken bis zu den ersten detaillierten geologischen Situationsplänen vorgestellt werden.
Summary
The area of the Nördlinger Ries was first represented by Christian Keferstein (1784-1866) on a supraregional geological map of Germany almost exactly 200 year ago and also on the Bavarian geological map that appeared in the year 1821. On both maps the Ries was completely inconspicuous, as the Swabian and Franconian Alb mountain ranges were portrayed as continuous. Nevertheless, in the 1822 national geological map of the Kingdom of Württemberg and Grand Duchy of Baden, the disruption of the Swabian-Franconian Alb ranges was recognized and charted in the vicinity of Nördlingen as a horseshoe-shaped indentation open towards the north. From that point onward, fast-paced geological research of the area in and around the Nördlingen Ries continued into the subsequent decades. This development was reflected in various geological supraregional, state and regional maps, as well in the first small-scale geoscientific position map, among others. This current study provides an overview of the advance works in geography, geology and cartography that were required before geologists around 1870 could even draft the earliest comprehensive theories of the formation of the Nördlinger Ries. This also triggered the end of the pioneering days and, simultaneously, the beginning of early modern Ries research. More than 100 years of geological study and more than 50 years of pioneering work in the preparation and development of geological map series were needed as a basic prerequisite for this. In this way the early visual-geological representations of a landscape constitute an important document of their respective period. At the same time, it should not be overlooked that in all periods the maps were consumer goods and therefore often were destroyed due to obsolescence, their bulkiness (resulting in the biggest losses of large wall maps) or through the effects of war, fire or damp storage. Consequently, many of the early maps have become very rare and thus forgotten. For the region of the Nördlinger Ries, these lost and nonetheless very important historical sources from the beginning up to 1880 should be placed in the geological and typographical context of the period and presented here as a development series of supraregional maps up to the first detailed geological position maps.
Ausgewählte Abbildungen der Publikation zur Ansicht:
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Abbildung 12: Die Farbgebung der im Jahre 1869 von Dechen erstellten „Geologische Karte
von Deutschland“ ist zwar für heutige Verhältnisse ungewohnt, trotzdem erscheint das
Nördlinger Ries schon fast wie ein Krater mit einer Auswurfdecke (DECHEN, 1869a).
Auffällig ist, dass die Bezeichnung „Nördlingen“ bewusst oder unbewusst außerhalb
des Nördlinger Rieses gesetzt wurde. Die Karte wurde in 12 Teilen auf Leinen aufgezogen,
das Format mit dem äußeren Kartenrahmen beträgt 80 x 93 cm (Gesamtgröße 87 x
100 cm). Sammlung O. Sachs.
Figure 12: The “Geologische Karte von Deutschland” was produced by Dechen in 1869.
The color scheme may be unusual by today’s standards, yet the Nördlinger Ries appears
almost as a crater with an ejecta blanket (DECHEN, 1869a). It is notable that,
consciously or unconsciously, the name “Nördlingen” is placed outside the Nördlinger
Ries. Map in 12 parts, mounted on canvas. Dimensions, including printed border: 80 x
93 cm (total size 87 x 100 cm). Collection O. Sachs.
Abbildung 19: Blatt „Mannheim“ der von dem Verlag von Simon Schropp et Comp. herausgegebenen, sehr großen Gesamtkarte „Geognostische Karte von Deutschland und den umliegenden Staaten in 42 Blättern“, Berichtigt 1833, IV Auflage 1834 (SCHROPP, 1833). Auch an der berichtigten Karte hat Leopold von Buch vermutlich maßgeblich mitgewirkt. Die als Querfolio gedruckte Karte wurde in 2 Teilen auf Leinen aufgezogen, das Format mit dem äußeren Kartenrahmen beträgt 27 x 20 cm (Gesamtgröße 31 x 23 cm). Sammlung O. Sachs.
Figure 19: Plate “Mannheim” from the very large overall map „Geognostische Karte von Deutschland und den umliegenden Staaten in 42 Blättern“ published by Simon Schropp et Comp, updated 1833, 4th edition 1834 (SCHROPP, 1833). Leopold von Buch probably also played a significant role in the updated edition. The map was designed in a horizontal format; in two parts, mounted on canvas. Dimensions, including printed border: 27 x 20 cm (total size 31 x 23 cm). Collection O. Sachs.
Abbildung 23: Im Jahre 1848 erschien die erste genauere geologische Regionalkarte des Nördlinger Rieses und seiner Umgebung. Diese von SCHNITZLEIN & FRICKHINGER (1848a) herausgegebene Karte war die bis dahin genaueste Karte. Das Format mit dem äußeren Kartenrand beträgt 42 x 32 cm (Gesamtgröße 49 x 42 cm). Sammlung O. Sachs.
Figure 23: The first, more exact, geological regional map of the Nördlingen Ries and its surroundings appeared in 1848. Published by SCHNITZLEIN & FRICKHINGER (1848a), this map was the most precise map up to that time. Dimensions, with printed border: 42 x 32 cm (total size 49 x 42 cm). Collection O. Sachs.
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als freier Download verfügbar:
Band 1 (2018) Teil 1 (Textband) & 2 (Tafelband)
Mikropaläontologie (Foraminiferen, Ostrakoden), Biostratigraphie und fazielle Entwicklung der Kreide von Nordsomalia
mit einem Beitrag zur geodynamischen Entwicklung des östlichen Gondwana im Mesozoikum und frühen Känozoikum
Micropalaeontology (Foraminiferida, Ostracoda), biostratigraphy and facies development of the Cretaceous of Northern Somalia
including a contribution concerning the geodynamic development of eastern Gondwana during the Cretaceous to basal Paleocene
Peter LUGER (†)
EUR 62,00 inkl. MwSt. 7%, zzgl. Verpackungs- & Versandkostenpauschale
Kurzfassung
Erstmals werden die kretazischen bis altpaleozänen Mikrofaunen (Foraminiferen, Ostrakoden) des zentralen Nordsomalias (zentrale und östliche Ahl Medo- und westliche
Ahl Meskat-Küstenkordilliere) vollständig monographisch erfasst. Diese entstammen einer dichten Beprobung von insgesamt acht übertage aufgeschlossenen Profilen, wobei die Analyse der Mikrofaunen
stratigraphisch den Zeitraum vom basalen unteren Apt bis zum mittleren Cenoman, und nach einem deutlichen Hiatus Campan, Maastricht und unteres Paleozän ergibt. Insgesamt werden 84
Foraminiferengattungen mit insgesamt 119 Arten (inkl. 6 neu errichteter Arten/Unterarten) und 65 Ostrakodengattungen (inkl. Untergattungen) mit insgesamt 152 Arten (inkl. Unterarten) beschrieben
und dokumentiert. Bei den Ostrakoden werden 4 neue Gattungen und 24 neue Arten (inkl. Unterarten) eingeführt. Die biostratigraphische Auswertung ergibt für das Apt acht, für das Alb vier, das
Cenoman drei, das Campan und Maastricht jeweils eine und das untere Paleozän drei aufeinander folgende typische Assoziationen von Foraminiferen und Ostrakoden (auf die formale Errichtung von
Biozonen wird wegen der starken faziellen Abhängigkeiten der jeweiligen Leitfossilien verzichtet). Ökologisch sind die basalen Sedimente der Kreide dem Apt in limnischer Fazies zuzuordnen, die
bereits im tiefen Unterapt in Ablagerungen einer Karbonatrampe übergehen. Erstmalig werden für das untere Oberapt Ablagerungen einer offenen Schelffazies aus Nordsomalia beschrieben (mit
planktonischen Foraminiferen: Leupoldina cabri-Zone und reichhaltiger Ammonitenfauna), die bereits im höheren Oberapt wieder in die zunächst bis zum mittleren Cenoman anhaltende nach NW
verlandende Karbonatrampenfazies übergehen. Auch die karbonatischen Sedimente des Campans, Maastrichts bis unteren Paleozäns sind in dieser Fazies entwickelt. Der allgemeine geologische Rahmen
Somalias mit seinen tektonischen Elementen und der sedimentären Entwicklung bis zum Paläogen wird kurz dargestellt. Besonders ausführlich wird die Ablagerungsgeschichte Nordsomalias in der Kreide
beschrieben und in den acht Profilen graphisch abgebildet. Anhand der Faunenanalyse wird die Ökologie der kretazischen Sedimente diskutiert sowie die Paläobio-geographie der Faunenelemente
dargestellt. Letztere ergibt für das Apt bis Cenoman eine zunehmende Vereinheitlichung sowohl bei den Foraminiferen als auch bei den Ostrakoden im südtethyalen Raum, wohingegen im Campan bis
unteren Paleozän bei den Foraminiferen eine zunehmende Trennung in west- und osttethyale Faunenelemente zu beobachten ist. Noch deutlicher ist bei den Ostrakoden ab dem Coniac bis zum unteren
Paleozän eine strikte Trennung zwischen einer nordafrikanisch/levantinischen und einer iranisch/arabisch/somali-schen Faunenprovinz erkennbar. Ein Vergleich der faziellen Entwicklung der Kreide
von Somalia und der nördlich und südlich angrenzenden Gebiete und deren geodynamischer Geschichte wird angestellt. Hierbei zeigt sich deutlich, dass Nordsomalia während der Kreide sowohl in der
faziellen Ausbildung als auch in der geodynamischen (sequenzstatigraphischen-tektonischen) Entwicklung hohe Übereinstimmungen mit der arabischen Plattform aufweist. Hierbei sind jedoch die Hiaten
zwischen Jura und Kreide sowie zwischen Cenoman und Campan deutlich länger als in den zu dieser Zeit direkt nördlich angrenzenden Gebieten, weshalb Nordsomalia als Südrand der arabischen Platte
interpretiert wird. Der lange Hiatus zwischen dem obersten Jura und dem Apt in Nordsomalia in Kombination mit starker vertikaler Tektonik und lokal völliger Erosion jurassischer Ablagerungen wird
mit dem Ende der Süd-Drift Madagaskars und dem Einsetzen der Drift zwischen Afrika/Madagaskar und Antarctica/ Australien in der tieferen Unterkreide in Verbindung gebracht. Der deutliche Hiatus
zwischen dem Cenoman und Campan mit lokaler Erosion cenomaner Sedimente steht in klarer Verbindung mit dem Rift und der einsetzenden Drift zwischen Madagaskar und der Indo/Seychellen-Platte im
Turon.
Schlüsselwörter
Nordsomalia, Kreide, Mikropaläontologie, Foraminifa, Ostrakoda, Geologie, Geodynamische Faktoren, Zerfall von Ostgondwana.
